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Langgestreckter Stausee am Ende des Val de Bagnes
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Beeindruckende 250 Meter hohe Bogenstaumauer
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Wandern, Hochgebirgslandschaft und Via Ferrata in rauer Walliser Natur
Ganz am Ende des Val de Bagnes, südlich von Verbier, liegt der eindrucksvolle Lac de Mauvoisin. Der langgestreckte Stausee ist von Gletschern, Wasserfällen und hohen Berggipfeln umgeben und befindet sich mitten im geschützten Naturgebiet Haut Val de Bagnes.
Mindestens genauso beeindruckend wie der See selbst ist die Barrage de Mauvoisin: eine 250 Meter hohe Bogenstaumauer, die wie eine riesige Betonwand über dem Tal aufragt. Wer raue Berglandschaften und außergewöhnliche Bauwerke mag, findet hier eines der schönsten Ausflugsziele im Wallis.
Eine der höchsten Staumauern Europas
Die Barrage de Mauvoisin wurde zwischen 1951 und 1958 gebaut und später noch um dreizehn Meter erhöht. Mit ihrer Höhe von 250 Metern gehört sie zu den höchsten Bogenstaumauern Europas. Hinter der Mauer können rund 211,5 Millionen m³ Wasser gespeichert werden. Dieses Wasser wird unter anderem zur Stromerzeugung genutzt.
Die Geschichte des Wassermanagements in diesem Tal reicht jedoch weiter zurück. Im Jahr 1818 brach ein natürlicher Eisdamm am Giétroz-Gletscher. Rund 18 Millionen m³ Wasser rasten durch das Val de Bagnes und kosteten Dutzende Menschen das Leben. Die heutige Staumauer spielt neben der Energieproduktion daher auch eine Rolle beim Schutz des Tals vor Naturgefahren.
Hinauf auf die Mauvoisin-Staumauer
Schon der Weg zur Oberkante der Staumauer ist besonders. Über eine historische, fast 400 Meter lange Galerie kannst du nach oben laufen. Unterwegs erzählt ein Lehrpfad mehr über den Bau der Staumauer und die Erzeugung von Wasserkraft. Oben wartet die eigentliche Belohnung: Auf der einen Seite blickst du tief ins Val de Bagnes, auf der anderen Seite liegt der türkisfarbene Lac de Mauvoisin zwischen den Bergen.
Erst oben bekommst du ein wirklich gutes Gefühl für die gewaltigen Ausmaße der Staumauer. Der Kontrast zwischen der Betonwand und der wilden Hochgebirgslandschaft ringsum macht Mauvoisin besonders eindrucksvoll.
Wandern entlang des Lac de Mauvoisin
Wer mehr Zeit mitbringt, kann von der Staumauer weiter in die Berge wandern. Die komplette Rundwanderung um den Lac de Mauvoisin ist eine ernsthafte Bergtour, für die du etwa sieben Stunden einplanen solltest. Die Landschaft wird unterwegs immer rauer und führt am tiefblauen Wasser, an Bergwiesen, Wasserfällen und Gletscherlandschaften vorbei. Gute Kondition, Bergwanderschuhe und stabiles Bergwetter sind für diese Tour wichtig.
Mauvoisin ist außerdem Ausgangspunkt für längere Bergtouren. Die mehrtägige Tour du Val de Bagnes und die Grands Barrages Tour führen durch diese Umgebung. Das Gebiet gehört zu einer weitläufigen geschützten Berglandschaft, in der unter anderem Murmeltiere, Gämsen und Steinböcke leben.
Via Ferrata durch die Schlucht
Wer noch mehr Abenteuer sucht, kann unterhalb der Staumauer die Via Ferrata des Gorges de Mauvoisin begehen. Die Route führt durch die tiefe Schlucht der Dranse und besteht aus zwei Abschnitten. Der erste Teil, Saxifrage, ist relativ einfach und eignet sich für Kinder ab acht Jahren, die erste Erfahrungen auf einem Klettersteig sammeln möchten. Dabei überquerst du den Fluss unter anderem über eine 15 Meter lange Seilbrücke. Der zweite Abschnitt, Tichodrome, ist deutlich sportlicher und erfordert mehr Erfahrung und Kondition.
Die komplette Route ist etwa 1,6 Kilometer lang und dauert ungefähr anderthalb Stunden.
Praktische Informationen zum Lac de Mauvoisin
Der Lac de Mauvoisin liegt am Ende des Val de Bagnes. Von Le Châble führt die Straße unter anderem über Lourtier, Fionnay und Bonatchiesse immer tiefer ins Tal bis nach Mauvoisin. Beim Hôtel de Mauvoisin, auf etwa 1840 Metern Höhe, gibt es Parkmöglichkeiten. In der Sommersaison ist Mauvoisin auch mit dem Bus ab Le Châble erreichbar.
Vom Ende der Straße wanderst du in Richtung Staumauer und historische Galerie. Wer nur die Staumauer und den Blick auf den Lac de Mauvoisin erleben möchte, braucht dafür keinen ganzen Wandertag. Für die Rundwanderung um den See solltest du dagegen rund sieben Stunden einplanen. Bedenke, dass du dich hier in hochalpinem Gelände befindest: Das Wetter kann schnell umschlagen, und auch im Sommer kann es kühl sein. Prüfe deshalb vorab die aktuellen Bedingungen und die Begehbarkeit der Wanderwege.