7 besondere Wanderwege am Wasser

7 besondere Wanderwege am Wasser

18. August 2017

von: Gerrit in Regionen

Vor allem im Sommer sucht man auf Wanderrouten nach Bademöglichkeiten. Oder einfach Wasser, worin sich die Berge spiegeln. Exotische Schönheiten mit ausgewaschenen Felslandschaften und jadefarbenen Wasser oder doch lieber schroffe Bergformationen mit türkisfarbenen Eiswasser? Ob das Verzascatal im Schweizer Kanton Tessin oder die bekannten Dolomitengipfel Tre Cime di Lavaredo in Südtirol. Die Kombination von Stein und Wasser fasziniert. Manchmal fällt das Wasser auch weit in die Tiefe, wie in der Partnachklamm in Garmisch-Patenkirchen oder dem Gollinger Wasserfall in Salzburg. Manchmal scheint es auch einfach still zu stehen, wie beim Großer Arber. Wo Sie zu Fuß neben Bergen und Felsformationen Berge, Seen und Flüsse finden, hat IndenBergen.de für Sie zusammengestellt.

Gollinger Wasserfall in Salzburg

Lust auf einen gemütlichen Spaziergang zu den attraktivsten und romantischsten Naturdenkmälern des Landes? Dann ist der Gollinger Wasserfall in Salzburg der ideale Ausflugsort, bei dem Kinder problemlos mitgehen können. Vom Gollinger Ortsteil Torren, sind es gerade mal 3 Kilometer bis zum Wasserfall, der in zwei Fallstufen 75 Höhenmeter in die Tiefe stürzt. In Torren lädt die spätgotische Wallfahrtskirche St. Nikolaus zu einem Besuch ein, bevor man auf einem Waldweg zu den vielen Strömen kommt, in denen sich der Schwarzbach über die Felskante gießt. Die Faszination für die Wasserströme ist in dieser Region kaum zu übersehen. Denn der Name Torren, der aus dem romanischen kommt, bezeichnet einen tosenden Wildbach.

Gollinger Wasserfall in Salzburg
Wenn das Wasser in die Tiefe stürzt: Wasserfall Golling © Wasserfall Golling

  • Start: Torren
  • Länge: 3 km | Dauer: 45 min | Höhenmeter: keine
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
  • Gut zu wissen: Nicht geeignet für Kinderwägen und Rollstuhlfahrer. Vom nahegelegenen Parkplatz verkürzt sich der Weg auf 10 min

Tre Cime di Lavaredo in Südtirol

Die bekannten Dolomitengipfel, die Tre Cime die Lavaredo, sind bei dieser Tour zum Anfassen nahe. Dazu gibt es eine ganze Anzahl andere Gipfel, die den drei Zinnen gegenüberstehen und bewundert werden können: die Rautkofel (2.737 m), die Schwalbenkofel (2.800 m), die Schwabenalpenkopf (2.687 m), der Monte Mattina (2.464 m) und der Paternkofel (2744 m), um nur einige zu nennen. Eine kleine Kirche und die Laverdo Hütte (2.344 m) erreicht man schon nach 15 Minuten. Danach folgt diese Tour dem längeren und gemütlichen Schotterweg, der in 45 Minuten zur Lavaredo Scharte (2.454 m) führt. Hier eröffnet sich den Wanderern schon der Blick auf die Dolomitengipfel und den anderen Gipfeln. Beim Abstieg verläuft der Weg durch moränischen Schrott und führt an dem kleinen Bergsee vorbei.

Tre Cime di Lavaredo Südtirol
Schroffe Berge, sanftes Wasser: Tre Cime di Lavaredo in Südtirol © Südtirol



  • Start: Misurina See, Parkplatz Auronzo Hütte
  • Länge: k. A. km | Dauer: 4 h | Höhenmeter: 360 hm
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Beste Jahreszeit: Juli bis September
  • Gut zu wissen: Kinder können auch mit

Partnachklamm in Garmisch-Patenkirchen

Hohe Felswände, tosende Strudel und ein strahlend blaues Becken – kein Wunder gehört die Partnachklamm zu den beliebtesten Ausflugzielen. Das Naturdenkmal mit einer Länge von ca. 700 m und einer Tiefe von ca. 80 m zieht jährlich an die 200.000 Besucher an. Diese leichte, familienfreundliche Rundwanderung führt durch eine der schönsten Klammen im Alpenraum und ist gut gesichert. Der Popularität der Partnachklamm wegen ist aus dem einst nur für Holzarbeiter, Jäger und Forstleute begehbarer Weg ein einfacher Rundgang geworden. Man kann die Wanderung deshalb auch problemlos mit Turnschuhen in Angriff nehmen. Der Steig liegt direkt am Wasser und bietet den Besuchern die Möglichkeit, das tosende Wasser hautnah mitzuerleben.

Partnachklamm in Garmisch-Patenkirchen
Tosendes Wasser: Partnachklamm in Garmisch-Patenkirchen © Partnachklamm

  • Start: Garmisch-Partenkirchen, Parkplätze Olympia-Skistadion
  • Länge: 5.9 km | Dauer: 1.45 h | Höhenmeter: 288 hm
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: Ganzes Jahr, Frühjahr wegen Abbrechen der Eiszäpfen manchmal gechlossen
  • Gut zu wissen: Im Dezember begehbar und auch sehr schön

Junssee in den Tuxer Alpen des Tirols

Den atemberaubenden Blick auf den typischen hochalpinen Gebirgssee muss man sich erarbeiten. Der Junssee auf 2.750 Metern Höhe bleibt sogar im Sommer manchmal zugefroren. Von einem Sprung ins kühle Nass ist deshalb abzuraten, allerdings wird man bei dieser Bergtour von der malerischen Bergkulisse so eingenommen, dass man die 1010 Höhenmeter schnell vergisst. Die Bergtour führt über alpine Matten zum Junsjoch (2.484 m) und bietet Blick auf die Tuxer Alpen. Reckner, Geier und Sägenhorst erscheinen wie große Schatten am Horizont. Vom Joch geht es erst ein bisschen abwärts, bevor der letzte Anstieg anbricht und die Vorfreude auf den wohl verdienten Blick auf den Junssee.

Junssee in den Tuxer Alpen des Tirols
Eiskalte, nasse Schönheit: Junssee in den Tuxer Alpen des Tirols © Junssee

  • Start:Parkplatz in Lanersbach
  • Länge: 9.2 km | Dauer: 7 h | Höhenmeter: 1010 hm
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: Juli bis Oktober
  • Gut zu wissen: Um sich ein paar Höhenmeter zu ersparen, bucht man im Voraus ein Wandertaxi, dass zur Staonkasernalm fährt.

Lago di Sorapiss in Südtirol

Der Lago Sorapiss liegt genau genommen nicht in Südtirol, sondern in der italienischen Provinz Belluno. Wer den See erreichen will, der startet von Toblach aus, das allerdings in Südtirol liegt. Zuerst geht es leicht abwärts, durch einen Wald, danach folgt der Aufstieg auf einem schmaleren Pfad. Unterhalb der Felswände ist der Weg etwas ausgesetzt. Halteseile und Eisenstufen machen diesen allerdings Gehsicher. Danach folgt der gemütliche Teil, bis schon bald eine Hütte erscheint. Jetzt sind es zum fast kitschig wirkenden türkisfarbenen See nur noch ein paar Meter. Vor einem eröffnet sich einem eine malerische Bergkulisse; Der sanft wirkende Lago Sorapiss im Kessel, umringt von den schroffen Felsen der Dolomiten.

Lago di Sorapiss in Südtirol
Lagune in den Bergen: Lago di Sorapiss in Südtirol © Südtirol

  • Start: Passo Tre Croci
  • Länge: 11 km | Dauer: 4 h | Höhenmeter: 300 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober
  • Gut zu wissen: Nichts für Anfänger

Verzascatal im Schweizer Kanton Tessin

Es gibt sie doch auf Erden: die kleinen Paradiese. Denn das Offizielle Webseite Verzascatal im italienischen Teil der Schweiz, im Kanton Tessin ist so eines. Das türkisfarbene Wasser sucht sich den Weg durch die ausgewaschene Felslandschaft. Da und dort bleibt das Wasser in einem natürlichen Whirlpool stehen. Daneben kann auf Liegebetten auf Stein gesonnt werden. In Lavertezzo, einer der vielen kleinen Orte in diesem unter Naturschutz stehenden Tal, fliesst das Wasser unter der malerischen Doppelbrücke Ponte dei Salti durch. Ein pittoresker Anblick und einer der Höhepunkte dieses Kunstwegs, der von Brione nach Lavertezzo führt.

Verzascatal im Schweizer Kanton Tessin
Kleines Paradies auf Erden: Verzascatal im Schweizer Kanton Tessin © Lavertezzo Verzascatal

  • Start:Brione
  • Länge: 5.9 km | Dauer: 2 h | Höhenmeter: 378 hm
  • Schwierigkeitsgrad:leicht
  • Beste Jahreszeit:Juli bis Oktober
  • Gut zu wissen: Mit Bahn und Bus erreichbar

Großer Arbersee im Bayerischen Wald

Mit seinen Wasserrosen mutet der Anblick des Großen Arbersee wie ein Monet-Bild an. Der malerische Karsee in der Südostflanke des Arbermassivs, im Bundesland Bayern in Niederbayern im Landkreis Regen hätte den französischen Impressionisten sicherlich inspiriert. Naturnahe Pfade führen um diesen See, der teilweise mit Ruder- und Tretbooten befahren werden kann. Der Westuferbereich mit seinem Schwingrasen steht unter Naturschutz wie die Seewand dahinter. Der wildromantische See, der vom dichten Urwald und Hochwald umschlossen ist, zieht vor allem Familien, Verliebte und diejenigen an, die von dieser Idylle im Bayerischen Wald schon mal gehört haben.

Großer Arbersee im Bayerischen Wald
Idylle pur: Großer Arbersee im Bayerischen Wald © Thomas Euler

  • Start: Parkplatz bei Ausflugsgaststätte oberhalb von Bayerisch Eisenstein in Bodenmais
  • Länge: 1.7 km | Dauer: 0.45 h | Höhenmeter: 6 hm
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: März bis November
  • Gut zu wissen: Das Arberseehaus bietet eine gute Einkehrmöglichkeit und ist von Mai bis September geöffnet.

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