Richterhütte: Die Schutzhütte in den Zillertaler Alpen

Richterhütte: Die Schutzhütte in den Zillertaler Alpen

23 März 2019

von: Karl in Hütten

Berghütten gibt es zahlreiche in den Alpen und jede ist auf ihre Art irgendwie besonders. Das kann durch eine imposante Aussicht sein, durch einen besonders spektakulären Aufstieg oder eine unvergleichliche Lage direkt am Berg. Deswegen ist jede Berghütte auf ihre Art einzigartig – so auch die Richterhütte, die ebenfalls ein beliebtes Ziel für Wanderer und Bergsteiger ist. Die Berghütte wurde mehrmals zerstört und wiederaufgebaut. Aktuell ist es der dritte Bau. Indenbergen.de stellt vor, was Wanderer über die Richterhütte in den Zillertaler Alpen wissen müssen.

Die Hütte an der Nordwand der Rainbachspitze

Im Salzburger Teil der Zillertaler Alpen, unweit der Gamsscharte, dem alpinen Gletscherübergang zur Plauener Hütte. Im Jahr 1896 wurde dort, auf einer Höhe von 2.700 Metern, bereits der Versuch unternommen, eine Hütte zu bauen, doch der Rohbau wurde von einer Lawine zerstört. Der zweite Anlauf erfolgte 300 Meter tiefer und die Hütte wurde im Jahr 1897 feierlich eröffnet. Während des Ersten Weltkrieges wurde die Hütte erneut durch einen orkanartigen Sturm mit sämtlichen Nebengebäuden zerstört. Der aktuelle dritte Bau wurde im Jahr 1928 eröffnet. Die Hütte steht von Juni bis September für Wanderer und Bergsteiger als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung.

Ausstattung der Hütte und Übernachtung

Für Wanderer und Bergsteiger, die die Richterhütte als Lager für die Erkundung der hiesigen Bergwelt nutzen möchten, stehen zehn Mehrbettzimmer und 44 Matratzenlager zur Verfügung. Es ist auch ein Winterraum vorhanden. Eine Übernachtung im Mehrbettzimmer kostet 13 Euro und eine Nacht im Lager ist für 10 Euro zu haben.

Urige gemütlich für Wanderer und Bergsteiger © Zillertalarena/ Richterhütte

Aufstieg zur Richterhütte

Nach Angaben auf der Webseite der Richterhütte ist der kürzeste Weg dorthin die Strecke über die Krimmler Wasserfälle und das Krimmler Achental. Die Route verläuft vorbei am Krimmler Tauernhaus und durch das Rainbachtal. Diese Wanderung ist zwar wenig anspruchsvoll, bietet aber viel Abwechslung und wunderschöne Aussichten. Die Tour ist knapp 6,5 Kilometer lang, wofür rund 2 Stunden Gehzeit eingeplant werden sollten. Wer nicht die ganze Strecke laufen möchte, weil er lieber Kraft für nächsten Touren sparen will, kann den Weg auch mit einer Taxifahrt zum Krimmler Tauernhaus abkürzen.

Gipfelbesteigungen und Übergänge ab der Richterhütte

Die Lage der Richterhütte bietet sich zum Wandern, Bergsteigen, alpinen Klettern und Mountainbiken an und von der Hütte aus starten Wanderungen aller Schwierigkeitsgrade. Wer hoch hinaus möchte, hat von dort aus auch mehrere Möglichkeiten, so zum Beispiel zur Reichenspitze (3.303 m), zur Richterspitze (3.054 m) oder zum Windbachtalkopf (2.844 m). Zur Zittauer Hütte führt mittelschwerer Bergpfad über die Rosskarscharte, die auf einer Höhe von 2.689 Metern liegt. Wer zur Plauener Hütte wandern möchte, folgt dazu einem schweren Bergpfad mit Klettersteig über die Gamsscharte.

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