Die sagenumwobene Leutaschklamm in der Karwendelregion

 © Alpenwelt Karwendel, Philipp Guelland 
Die sagenumwobene Leutaschklamm in der Karwendelregion

29 Februar 2020

von: Max in Wandern

Über 75 m tief hat sich die Leutascher Ache über die Jahre in den Fels gegraben und die spektakuläre Leutaschklamm geschaffen, um die sich zahlreiche Mythen und Sagen ranken. Tief im Grenzwald zwischen Bayern und Österreich erwartet Besucher ein beeindruckendes Naturschauspiel auf drei unterschiedlichen Pfaden. IndenBergen hat sich in der Leutaschklamm in der Karwendelregion einmal umgesehen und informiert über alle wichtigen Daten und Fakten, die für einen gelungenen Ausflug sorgen.

Gespenstischer Charakter der Leutaschklamm

Seit 2006 gibt es einen neuen metallenen Steg durch die Klamm. Seit Jahrhunderten schon sollen hier Zwerge, Kobolde und Geister zu Hause und den Einheimischen in den benachbarten Orten Leutasch und Mittenwald erschienen sein. Die Kobolde, so erzählt man es, dienen einem Dämon, der in der Klamm lebt und den Nordeingang bewacht. Den Klammgeist hingegen konnte man des Öfteren beobachten wie er goldenen Tau auf den umliegenden Feldern säte. Und noch heute jagt er den Besuchern in der Klamm gelegentlich einen Schauer über den Rücken. Am besten ist es aber, wenn sich Wanderer vor Ort selbst über die Mythen und Sagen in der Klamm überzeugen.

Leutaschklamm Berge Brücke
Unbedingt die Höllbrücke und die Panoramabrücke in die Wanderung miteinbeziehen! (Foto: © Alpenwelt Karwendel, Philipp Guelland)

Auf Themenwegen durch die Leutaschklamm

Auf insgesamt drei Themenwegen, dem Klammsteig, dem Koboldpfad und dem Wasserfallsteig erhalten Erwachsene und Kinder einen unterhaltsamen Einblick in das Treiben der Fabelwesen und Geister. Dabei können die kleinen und großen Wanderer die Magie der Leutaschklamm auf spielerische Weise entdecken. Um die drei Wege zu begehen, benötigen Wanderer unterschiedlich viel Zeit. Der Klammsteig ist 3.000 m lang und dauert circa 1,5 Stunden. Am Koboldpfad verbringt man mit circa einer Stunde etwas weniger Zeit. Die Schönheit des Wasserfallsteigs können Naturliebhaber in ungefähr 20 min erkunden.

Eine Klamm für alle: Eintrittspreise und Öffnungszeiten

In den frühen Formen wurden die Klamm und ihre Besucherstege oft von Hochwassern in Mitleidenschaft gezogen. Heutzutage ist die Leutaschklamm zwischen Leutasch und Mittenwald eine Klamm, die auch von Besuchern ohne Berg- oder Klettererfahrung entdeckt werden kann und das größtenteils gratis. Nur für den Wasserfallsteig wird ein kleiner Eintrittspreis erhoben. In der Sommer-Saison ist der Klammkiosk und der Wasserfallsteig jeden Tag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten ist die Klamm ebenfalls begehbar, dann aber auf eigene Gefahr. In den Wintermonaten ist die Leutaschklamm, je nach Witterung, ab November geschlossen. 

Leutaschklamm Steg Felsen Wasser
Erkundung der Leutaschklamm (Foto: © Alpenwelt Karwendel, Philipp Guelland)

Wandertipp: Wanderung zum Gletscherschliff

Wer sich nicht nur die Leutaschklamm ansehen will, der kann diese in eine leichte Wanderung zum Naturdenkmal Gletscherschliff integrieren. Der Wanderweg zum Beggasthof Gletscherschliff beginnt am Parkplatz Mittenwald Bahnhof und führt zuerst über die Isarbrücke über den Wanderweg 800 zur Gaststätte, wo man sich nach circa 1,5 Stunden und 127 Höhenmetern bayerische Schmankerl und eine herrliche Aussicht schmecken lassen kann.

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