Ein 20-jähriger deutscher Wanderer ist am 11. Oktober bei Westendorf in Österreich auf einer nassen Wiese rund 85 Meter abgerutscht. Er wurde dabei schwer verletzt und musste von einem Rettungshubschrauber geborgen werden. Der Unfall ereignete sich beim Abstieg von der Choralmbahn, abseits der markierten Wege. Dichter Nebel erschwerte die Rettung, sodass die Einsatzkräfte auf eine kurze Auflockerung warten mussten.
In Kürze
- Ein 20-jähriger deutscher Wanderer rutschte bei Westendorf auf nassem Wiesengelände aus und stürzte rund 85 Meter ab.
- Die Gruppe war vom Bergstation der Choralmbahn in Richtung Tal unterwegs.
- Dichter Nebel erschwerte die Rettung; erst bei einer kurzen Auflockerung konnte der Hubschrauber eingreifen.
- Der Mann erlitt eine Brustkorbverletzung und einen Unterschenkelbruch und wurde ins Krankenhaus St. Johann in Tirol gebracht.
Auf nassem Wiesengelände ausgerutscht
Die sechsköpfige Wandergruppe aus Deutschland begann gegen 15.15 Uhr mit dem Abstieg von der Bergstation der Choralmbahn in Richtung Tal. Nach Angaben der Tiroler Polizei ging die Gruppe dabei über wegloses Wiesengelände. Während des Abstiegs rutschte der 20-jährige Mann auf dem nassen Untergrund aus und stürzte etwa 85 Meter über die Wiese hinab.
Nach dem Sturz alarmierten die anderen Gruppenmitglieder die Einsatzkräfte. Der Wanderer erlitt eine Brustkorbverletzung sowie einen Bruch des Unterschenkels.
Rettung durch dichten Nebel verzögert
Die Bergung gestaltete sich wegen dichten Nebels in dem Gebiet schwierig. Als der Nebel kurzzeitig aufriss, konnte der Rettungshubschrauber C4 den Verletzten schließlich aufnehmen. Der Mann wurde zunächst im Tal versorgt und anschließend mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus St. Johann in Tirol geflogen.
An dem Einsatz waren neben dem Hubschrauber und zwei Beamten der Alpinpolizei auch zehn Einsatzkräfte der Bergrettung Westendorf mit zwei Fahrzeugen beteiligt.
Worauf Wanderer achten sollten
Westendorf liegt im Skigebiet Wilder Kaiser-Brixental in Tirol und ist auch im Herbst bei Wanderern beliebt. Der Unfall zeigt, wie schnell ein Abstieg auf steilem, nassem Wiesengelände abseits markierter Wege gefährlich werden kann. Auf feuchtem Gras ist der Halt oft deutlich schlechter, und ein Ausrutscher kann an einem Hang zu einem langen Sturz führen.
Nebel macht die Berge zusätzlich unberechenbar: nicht nur für Wanderer selbst, sondern auch für die Rettungskräfte. Wie dieser Fall zeigt, kann sich eine Hubschrauberrettung dadurch verzögern.