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Großeinsatz im Ötztal: Feuerwehr bringt Waldbrand am Stuibenfall unter Kontrolle

Stuibenfall

Seit Donnerstagnachmittag waren verschiedene Feuerwehreinheiten im österreichischen Ötztal wegen eines Waldbrandes im Dauereinsatz. Die Flammen entzündeten sich aus noch ungeklärten Gründen an einem Klettersteig in der Nähe des bekannten Stuibenfalls in Umhausen. Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle und die Wander- sowie Kletterrouten sind wieder zugänglich.

Großangelegter Rettungseinsatz

Am Donnerstagnachmittag erhielt die Feuerwehr die Meldung über ein Feuer nahe dem Rastplatz am Klettersteig Niederthai. Da sich der Vorfall in schwer zugänglichem Gelände in unmittelbarer Nähe zum Stuibenfall ereignete, rückten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot aus. Die Feuerwehren aus Niederthai, Umhausen, Längenfeld, Imst und Innsbruck waren vor Ort. Zusätzlich wurde umgehend ein Löschhubschrauber angefordert, um die Flammen aus der Luft zu bekämpfen. Aus Sicherheitsgründen wurden der betroffene Klettersteig und ein angrenzender Wanderweg sofort gesperrt.

„Brand aus“ und Wiedereröffnung

Nach einem intensiven, etwa siebenstündigen Einsatz konnte die Feuerwehr am Donnerstagabend schließlich „Brand aus“ melden. Am Freitagmorgen wurden jedoch noch einige Glutnester entdeckt, die sofort abgelöscht wurden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Situation wieder sicher

Gute Nachrichten für Bergsportler, die sich derzeit in der Region aufhalten: Die Lage ist nun wieder völlig sicher. Sowohl der Wanderweg als auch der Klettersteig wurden in der Zwischenzeit wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Der beeindruckende Stuibenfall im Überblick

Mit einer gewaltigen Fallhöhe von 159 Metern ist der Stuibenfall bei Umhausen der höchste Wasserfall in der Region Tirol. Dieses kraftvolle Naturphänomen entstand vor mehr als zehntausend Jahren, als herabstürzende Gesteinsmassen am Ende der Eiszeit einen Flusslauf blockierten. Die Wassermassen stürzen mit einer solchen Wucht in die Tiefe, dass eine ständige Nebelwolke (auf Tirolerisch "Stuiben") entsteht, was auch direkt die Herkunft des Namens erklärt.

 

Abenteurer können das Wasserspektakel aus nächster Nähe erleben, wenn sie den sportlichen Aufstieg von über siebenhundert Stufen auf sich nehmen. Dabei passiert man unter anderem mehrere Aussichtsplattformen und eine achtzig Meter lange Hängebrücke. Ein besonderer Tipp für die Sommersaison: Jeden Mittwoch wird der Wasserfall komplett beleuchtet, sodass man dieses faszinierende Schauspiel auch in den Nachtstunden bewundern kann.

Bilder des Brandes

Nachfolgend sehen Sie Bilder des Brandes, die von der örtlichen Feuerwehr geteilt wurden.