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Was versteht man unter der Höhenkrankheit?

Wanderer vor Panorama

Die Höhenkrankheit ist eine Erkrankung, die auftreten kann, wenn man sich in großer Höhe in den Bergen aufhält. Durch die dünnere Luft können Beschwerden wie Schwindel und Kopfschmerzen entstehen. Grundsätzlich gibt es drei Arten der Höhenkrankheit. Die erste Form, die sogenannte „akute Höhenkrankheit“, ist die bekannteste. Zu einer Höhenkrankheit kommt es durch Sauerstoffmangel und ein zu schnelles Aufsteigen. In diesem Blogbeitrag erfährst du alles Wissenswerte über die Höhenkrankheit.

Kurz zusammengefasst

  • Höhenkrankheit kann jeden treffen: Sie tritt durch Sauerstoffmangel und zu schnelles Aufsteigen auf – teils bereits ab etwa 2.000 Metern. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schlafstörungen und Müdigkeit.
  • Es gibt drei Formen: die meist mildere akute Höhenkrankheit sowie die seltenen, aber lebensgefährlichen Formen Höhenhirnödem und Höhenlungenödem mit Symptomen wie Realitätsverlust, Bewusstlosigkeit oder starker Atemnot.
  • Vorbeugung und Verhalten: Langsam akklimatisieren, körperliche Anstrengung reduzieren und bei ersten Beschwerden einen Ruhetag einlegen. Bei anhaltenden Symptomen sollte man mindestens 500 Höhenmeter absteigen – möglichst unter 2.500 Meter.

Höhenkrankheit: Kann jeden betreffen

Vielleicht denkst du, dass die Höhenkrankheit nur bei Besteigungen im Himalaya vorkommt – doch das stimmt nicht. Egal, ob erfahrener Bergfreund oder AnfängerIn, ob in guter oder schlechter Kondition, jung oder alt: Jeder kann ab etwa 2.000 Metern Höhe die Höhenkrankheit bekommen. Rund 20 % der Menschen entwickeln bereits oberhalb von 2.500 Metern Symptome, und über 3.500 Metern sind es sogar 40 %. Oft ist es schwer zu unterscheiden, ob die Beschwerden von Erschöpfung durch die Tour oder tatsächlich von der Höhenkrankheit stammen. Viele Bergwanderer und BergsteigerInnen neigen außerdem dazu, die ersten Symptome zu ignorieren, um die Gruppe nicht aufzuhalten oder keine Besorgnis auszulösen.

Drei Arten von Höhenkrankheit

Es gibt drei Arten der Höhenkrankheit. Die erste ist die bekannteste Form: die akute Höhenkrankheit. Sie gilt zugleich als die am wenigsten gefährliche. Je höher wir in die Berge steigen, desto dünner wird die Luft. Durch den Rückgang der Sauerstoffmoleküle können Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwindel, Müdigkeit, verringerte Urinausscheidung, Erbrechen und Trägheit auftreten. Diese Form der Höhenkrankheit lässt sich verhindern, indem man nicht zu schnell aufsteigt. Bei etwa 300 Höhenmetern pro Tag tritt die Höhenkrankheit praktisch nicht auf. Steigt und fällt man an einem Tag jedoch um die 1.000 Höhenmeter, hat man meist ebenfalls wenig Probleme, da die Symptome in der Regel erst 6 bis 12 Stunden später auftreten. Manche Menschen sind empfindlicher gegenüber Höhenkrankheit als andere. Die akute Form ist nicht gefährlich und die Beschwerden verschwinden normalerweise nach ein bis zwei Tagen.

Wanderweg in den Bergen
Etwa 20 % der Menschen entwickeln bereits oberhalb von 2.500 Metern Symptome der Höhenkrankheit.

Höhenhirnödem oder Höhenlungenödem

Ein Höhenhirnödem ist (zum Glück) relativ selten und tritt bei etwa 1 bis 3 % der Menschen auf, die oberhalb von 2.500 Metern zu schnell aufsteigen. Dabei tritt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins Gehirn über. Da im Gehirn kein Platz für zusätzliches Volumen vorhanden ist, ist die Situation äußerst ernst. Die Symptome sind entsprechend heftig – von starken Kopfschmerzen bis hin zu Realitätsverlust und Bewusstlosigkeit. Ein einfacher Test, um festzustellen, ob ein Höhenhirnödem vorliegen könnte, ist der Versuch, eine gerade Linie zu gehen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

Auch das Höhenlungenödem ist selten und betrifft schätzungsweise 1 bis 2 % der Menschen über 2.500 Metern. Dabei sammelt sich Flüssigkeit in den Lungen an, was zu starker Atemnot, Brustschmerzen und schnellem Herzschlag führen kann – und das sogar ohne große körperliche Anstrengung.

Der Höhenkrankheit vorbeugen

Um die Höhenkrankheit zu vermeiden, solltest du einige Faktoren beachten:

  • Aufstiegsgeschwindigkeit: Steigst du an einem Tag zu schnell auf, erhöht sich das Risiko für die Höhenkrankheit. Akklimatisiere dich und gib deinem Körper Zeit, sich an die Höhe zu gewöhnen.
  • Schlafhöhe: Wenn du an einem Tag stark aufsteigst und auch auf dieser Höhe übernachtest, steigt die Wahrscheinlichkeit, höhenkrank zu werden. Schläfst du auf einer Höhe zwischen 2.500 und 3.500 Metern, liegt das Risiko bei etwa 25 %. Oberhalb von 5.000 Metern wird praktisch jeder krank.
  • Körperliche Anstrengung: Je mehr du dich belastest, desto mehr Sauerstoff benötigt dein Körper. Höre also genau auf deine Signale beim Aufstieg und mach langsamer, sobald erste Symptome auftreten.
  • Ruhetag: Lege einen Ruhetag ein, sobald du die ersten Anzeichen der Höhenkrankheit bemerkst.
  • Abstieg: Hast du Beschwerden, versuche mindestens 500 Höhenmeter abzusteigen – am besten unter 2.500 Meter.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Höhenkrankheit

Was ist Höhenkrankheit?

Höhenkrankheit ist eine körperliche Reaktion auf den geringeren Sauerstoffgehalt in großer Höhe. Sie entsteht vor allem, wenn man zu schnell aufsteigt und der Körper nicht genügend Zeit zur Anpassung hat. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Schlafstörungen.

Ab welcher Höhe kann Höhenkrankheit auftreten?

Grundsätzlich kann Höhenkrankheit bereits ab etwa 2.000 Metern auftreten. Oberhalb von 2.500 Metern entwickeln laut dem Beitrag rund 20 Prozent der Menschen Symptome; ab etwa 3.500 Metern steigt der Anteil deutlich an.

Wer kann höhenkrank werden?

Höhenkrankheit kann jeden betreffen, unabhängig von Alter, Fitness oder Erfahrung im Bergsteigen. Auch gut trainierte Bergwanderer sind nicht automatisch geschützt.

Welche Symptome hat Höhenkrankheit?

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel und Müdigkeit
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • verringerte Urinausscheidung
  • allgemeine Schwäche und Trägheit

Die Beschwerden können leicht mit Erschöpfung nach einer Bergtour verwechselt werden.

Welche Formen der Höhenkrankheit gibt es?

Es werden drei Formen unterschieden:

  • Akute Höhenkrankheit: meist mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Schlafproblemen.
  • Höhenhirnödem: eine seltene, sehr ernste Form mit starken Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Realitätsverlust oder Bewusstlosigkeit.
  • Höhenlungenödem: Flüssigkeit in der Lunge, häufig verbunden mit starker Atemnot, Brustschmerzen und Herzrasen.
Wie kann man Höhenkrankheit vorbeugen?

Das wichtigste Mittel zur Vorbeugung ist ein langsamer Aufstieg. Der Körper sollte ausreichend Zeit zur Akklimatisierung bekommen. Außerdem sollten BergsteigerInnen auf ihre körperlichen Signale achten, Überanstrengung vermeiden und bei ersten Beschwerden einen Ruhetag einlegen.

Wie schnell darf man aufsteigen?

Als Orientierung nennt der Beitrag etwa 300 Höhenmeter pro Tag. Ein besonders hohes Risiko besteht, wenn man schnell aufsteigt und anschließend auf dieser Höhe schläft. Oberhalb von 5.000 Metern erkrankt demnach praktisch jeder Mensch.

Was hilft bei ersten Anzeichen der Höhenkrankheit?

Bei ersten Beschwerden sollte man die körperliche Belastung reduzieren und einen Ruhetag einlegen. Verschlimmern sich die Symptome oder bleiben sie bestehen, ist ein Abstieg von mindestens 500 Höhenmetern empfehlenswert, möglichst auf eine Höhe unter 2.500 Metern.

Wann ist Höhenkrankheit ein Notfall?

Starke Atemnot, Brustschmerzen, ausgeprägte Gleichgewichtsstörungen, Realitätsverlust oder Bewusstlosigkeit können auf ein Höhenlungenödem oder Höhenhirnödem hindeuten. In diesem Fall ist sofortige Hilfe erforderlich: Belastung beenden, unverzüglich absteigen und den Bergrettungsdienst alarmieren.

Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.