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Ostern in den Alpen ist anders: Diese Traditionen werden dich wirklich überraschen

Paashaas in de bergen
© TVb Osttirol / Peter Maier

Ostern in den Bergen fühlt sich anders an. Der Winter ist noch nicht ganz vorbei, aber die ersten Anzeichen des Frühlings zeigen sich. In den Alpen bedeutet das: Schnee auf den Gipfeln, Blumen im Tal und jahrhundertealte Traditionen, die nach wie vor lebendig sind. Von knisternden Osterfeuern bis hin zu bunten Eiern und besonderen Umzügen – jedes Alpenland feiert Ostern auf seine eigene Weise.

In Kürze:

  • Ostern in den Alpen dreht sich um Traditionen, Natur und gemeinsames Feiern.
  • Jedes Land hat seine eigenen Bräuche: von Osterfeuern bis hin zu Eiertitschen.
  • Ostern wird immer beliebter als ruhige Urlaubsalternative zur Hochsaison.

Warum Ostern immer beliebter wird in den Bergen

Früher war Ostern vor allem eine religiöse Festzeit, heute wächst es zu einem beliebten Reisemoment in den Bergen. Der Grund dafür ist naheliegend:

  • Es ist ruhiger als in der Hochsaison.
  • Die Natur verändert sich sichtbar von Winter zu Frühling.
  • Die Dörfer erwachen mit lokalen Traditionen.

Für viele BergliebhaberInnen ist Ostern die Gelegenheit, die Berge auf eine andere Weise zu erleben: weniger hektisch, mehr Atmosphäre und dabei viel lokale Kultur.

Ostereier in den Bergen
© Tirol Werbung / Fuchs Angela

Ostern in Österreich: Osterfeuer und jahrhundertealte Dorfbräuche

In Österreich ist Ostern vielleicht am traditionellsten und sichtbarsten. In vielen Bergdörfern werden große Osterfeuer (Osterfeuer) entfacht. Sie symbolisieren das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings – oft ein beeindruckender Anblick vor einem Bergpanorama. Auch typisch sind die Oster-Palmbuschen: verzierte Zweige mit Schleifen, die man sich zu Hause aufhängt. In manchen ländlichen Regionen gibt es Essensweihen, wo „Osterschinken“, Hartwurst, Brot und Eier gesegnet und anschließend zu Hause gegessen werden. Am Karfreitag und Karsamstag wird in vielen Orten mit Ratschen Lärm gemacht. Diese Tradition soll die Stille der Kirchenglocken kompensieren, die laut der Tradition nach Rom geflogen sind. Im Jahr 2015 wurde die Ratschen-Tradition während der Heiligen Woche von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe Österreichs anerkannt. Außerdem spielen Ostereier eine große Rolle. In vielen Regionen werden sie von Hand bemalt und bei Spielen wie dem Eierpecken / Eiertitschen verwendet, wo man gekochte Eier gegeneinanderschlägt. Wessen Eierschale ganz bleibt, gewinnt.

 

Typische österreichische Ostergerichte:

  • Mostviertel Godnküpfi (süßes Brot)
  • Kärntner Reindling (Kuchen)
  • Osterschinken im Brotteig

Wo du diese Traditionen erlebst: In Tirol, SalzburgerLand, Vorarlberg und Kärnten siehst du diese Traditionen noch in vielen Dörfern.

Ostersachen auf einem Ostermarkt in Innsbruck
© Tirol Werbung / Fuchs Angela
Ostermarkt in Innsbruck
Ostertradition in Österreich: Palmbuschen
© Alpbachtal Tourismus / Gabriele Grießenböck
Palmenzweige, mit Bändern verzierter Osterzweig und Brot

Ostern in Italien (Südtirol): Religion und Tradition in den Dolomiten

In Südtirol dreht sich Ostern um Religion und Tradition, jedoch immer vor einem Bergpanorama. Am Palmsonntag basteln Kinder bunte Palmkreuze aus Weidenzweigen und Frühlingsblumen. Am Gründonnerstag bemalen Familien Ostereier mit Zwiebelschalen, die dann am Ostersonntag in der Kirche gesegnet werden. Danach versammelt sich auch hier jeder zum "Pecken": Ei gegen Ei, Schale gegen Schale. Aber das sind nicht alle Osterbräuche in Südtirol: Zu Ostern erhalten Kinder einen „fochaz“, ein süßes Brot, als Geschenk von ihren Paten.

 

In Südtirol siehst du zu Ostern:

  • Prozessionen durch die Dörfer
  • Traditionelle Kleidung
  • Besondere Ostergerichte wie süßes Brot

Die Atmosphäre ist bescheiden, aber besonders. Vor allem die Kombination aus den Bergen (Dolomiten) und den Traditionen macht es einzigartig. Rund um Ostern (Karwoche) finden die meisten Umzüge und Veranstaltungen statt.

Ostern in der Schweiz: Eiertitschen und lokale Traditionen

In der Schweiz ist Ostern weniger ausladend, aber genau deshalb authentisch und lokal. Die bekannteste Tradition, die nicht typisch schweizerisch ist, ist auch hier das Eiertitschen: Eine Variante davon ist „Zwanzgerle“, bei dem nur ein Ei anstelle von zwei benötigt wird. Erwachsene versuchen dabei, die bemalten Eier der Kinder mit einem Zwanzig-Cent-Stück zu knacken. Wenn das Münzstück die Schale bricht und im Ei stecken bleibt, darf der Erwachsene das Ei behalten. Wenn das Ei nicht zerbricht, darf das Kind das Münzstück behalten.

 

Außerdem gibt es:

  • Lokale Dorffeste
  • Kleine Osterfeuer
  • Regionale Bräuche, die je nach Kanton variieren

Was macht Ostern in der Schweiz besonders? Die Atmosphäre ist ruhig, mit dem Fokus auf Familie (Osterbrunch) und Tradition, ohne Massentourismus.

Zwanzgerle in Zürich
© KEYSTONE/Valeriano Di Domenico / Zürich Tourismus
Zwanzgerle in Zürich
Goldene Osterhasen von Lindt
© David Biedert / Zürich Tourismus
Die ikonischen goldenen Osterhasen von Lindt

Ostern in Frankreich: Schokolade, Familie und Frühlingsgefühl

In Frankreich liegt der Fokus weniger auf Traditionen in den Bergen und mehr auf Gemütlichkeit und Essen. Typisch ist die Geschichte der fliegenden Kirchenglocken, die zu Ostern zurückkehren und Schokolade für Kinder bringen.

 

In den französischen Alpen siehst du vor allem:

  • Gemütliche Dörfer
  • Ostermärkte
  • Ausgiebige Familienmittagessen

Warum hierhin mit Ostern? Für die Kombination aus Berggefühl, französischer Küche und Frühlingssonne.

Praktische Tipps: So holst du das Beste aus Ostern in den Bergen heraus

  • Buchen: Es gibt genug Angebote, Ostern ist keine Hochsaison.
  • Lokale Veranstaltungskalender prüfen: Viele Traditionen sind dorfspezifisch.
  • Jahreszeiten & Aktivitäten kombinieren: Wandern im Tal, Schnee in der Höhe.
3235 - Summer - Bettina

Über Bettina

Bettina ist in den Bergen geboren und aufgewachsen. Sie verbringt ihre Sommer am liebsten mit Wandern und Mountainbiken oder in kühlen Bergseen.