Kann ich im April schon Wandern gehen?

Kann ich im April schon Wandern gehen?

3. April 2019

von: Marlene in Allgemein

Im April erwacht der Frühling langsam zum Leben. Die Temperaturen werden milder, der Schnee taut nach und nach und im heimischen Vorgarten lassen sich vielleicht sogar schon die ersten Schneeglöckchen und Krokusse blicken. Auch Ostern steht vor der Tür und die Terrassen der Cafés füllen sich wieder mit Menschen, die sich nach Sonnenstrahlen sehnen. Da liegt es doch nahe, den Urlaub im Frühling in den Bergen zu verbringen und den Winterspeck bei ein paar ausgedehnten Wanderungen an der frischen Luft wieder loszuwerden. Aber kann man im April schon wandern gehen? Und wenn ja, in welchen Regionen bieten sich Frühlingswanderungen an?

Das Wanderwetter im April

Im April ist das Wetter häufig nicht berechenbar. Aprilwetter nennt man die wechselhafte Wetterlage im Volksmund auch. Jahrelange Beobachtungen geben Aufschluss über die möglichen Durchschnittstemperaturen im April. So pendeln sich beispielsweise in Innsbruck die Temperaturen bei 2 bis 15 Grad Celsius ein. Im Durchschnitt ist in der Hauptstadt der Alpen täglich mit zwei Sonnenstunden zu rechnen. Auch der April 2019 startet in Österreich eher kühl. In der ersten Monatshälfte sind noch starke Niederschläge und oberhalb von 1.500 Metern sogar Schneefälle, vorhergesagt. Jedoch gilt: Je südlicher, desto besser ist auch das Wetter. Rund um Meran liegen die Durchschnittstemperaturen etwa zwischen 7 und angenehmen 19 Grad Celsius.

Achensee Ende April
Vor allem Ende April kann es schon richtig frühlingshaft sein.

So sind die Verhältnisse zum Wandern im April

Vom Wetter sollten sich Wanderer jedoch nicht abschrecken lassen. Zwar kann es passieren, dass sie in den einen oder anderen Schauer geraten, doch ist der Übergang zwischen Herbst und Sommer eine spannende Zeit in den Bergen. In den tieferen Lagen sind die Wege meist sowieso schon frei und gut begehbar. Hier sprießen oft auch schon die ersten Blumen aus dem Boden. Weiter oben sollten sich Wanderer jedoch auf Schneefelder einstellen und das auch bei der Routenwahl bedenken. Dadurch kann es nämlich viel schwieriger und auch glatt werden. Im Fall der Fälle sollten Wanderer lieber umkehren, anstatt etwas zu riskieren. Ausgesetzte Wege und hohe Gipfel oberhalb von 2.000 Metern werden besser erst später im Jahr begangen.

Die richtige Ausrüstung

Durch die Witterung muss die Regenjacke unbedingt mit ins Gepäck. Auch wasserdichte, feste Schuhe sind von Vorteil. Vor allem dann, wenn es durch matschige Untergründe oder über Schneefelder geht. Wer gezielt Schneepassagen queren möchte oder gewappnet sein will, kann sich zudem Grödeln einpacken. Die werden an die Schuhe geschnallt und sind wie Schneeketten für die Füße. Auch Gamaschen können hilfreich rein und verhindern, dass Schnee von oben in den Schaft der Schuhe eindringt. Neben der Winterausrüstung und wärmender Kleidung darf im April aber auch der Sonnenschutz nicht vergessen werden. Die Sonne hat bereits Kraft.

Die besten Wandergebiete im April

Wandern geht im April vor allem da, wo es schon schneefrei ist. Sprich, in den tiefer gelegenen Regionen. Optimale Möglichkeiten gibt es so früh im Jahr schon in den deutschen Mittelgebirgen, wie zum Beispiel im Harz oder im Fichtelgebirge. Doch auch in den deutschen Voralpen können Wanderfreunde schon die Bergschuhe schnüren. In der grenzübergreifenden Region Oberstdorf-Kleinwalsertal warten schon im Frühling einige Wanderwege darauf, entdeckt zu werden. Besonders beliebt ist außerdem die Region nördlich des Gardasees. Rund um die Stadt Arco kommt bei gutem Wetter auch im April schon Sommerfeeling auf.

Wandern April
Schneefelder zwischendurch sind im April nicht unüblich.

Was geht sonst im April in den Bergen?

In vielen Bergregionen ist mindestens bis Ostern noch Skibetrieb möglich. Zwar sind dann einige Talabfahrten oder die Hänge auf der Südseite schon geschlossen, doch weiter oben gibt es fast überall in den Alpen noch die eine oder andere Piste zum Skifahren. Besonders schneesicher sind die Gletscherskigebiete. Hier sind die Liftanlagen je nach Schneelage bis in den Juni hinein oder wie am Hintertuxer Gletscher gar ganzjährig in Betrieb. Weiter unten und in den Mittelgebirgen sind die ersten Mountainbike-Trails schon befahrbar und auch das Rennrad kann aus dem Winterschlaf erwachen.

Urlaub in den Bergen