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Bayerische Alpen
© Adam Derewecki, Pixabay

Profi-Bergsteiger oder Genuss-Wanderer? Die Bayerischen Alpen haben mit Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und dem Nationalpark Berchtesgaden reichlich Bergperlen, welche die Region zu einem Wanderparadies für Jedermann machen. Neben einer einzigartigen Natur wird auch kulturell und kulinarisch so einiges geboten. Welche Wanderungen in den Bayerischen Alpen besonders lohnend sind, hat IndenBergen hier zusammengestellt.

Oberstdorf: Rundwanderweg Breitachklamm

Die Rundwanderung in Oberstdorf in den Bayerischen Alpen führt durch die spektakuläre und eindrucksvolle Breitachklamm. Vor den Augen der Wanderliebhaber, die hier am besten mit guten Wanderschuhen unterwegs sind, eröffnet sich eine rauschende Schlucht. Um die Kraft des Wassers der Breitach zu sehen, lohnt es sich, beim oberen Eingang den Zwingsteg zu begehen. Der Blick in die Tiefe geht meist mit weichen Knien einher. Oberhalb der Breitachklamm gibt es auch die Möglichkeit, sich für den Rundweg um den Engenkopf zu entscheiden. Belohnt wird man mit einem Ausblick auf das Kleinwalsertal, ein herrliches Bergpanorama und wunderschöne Wiesen mit seltenen Blumen.

  • Start: Tiefenbach / Eingang Breitachklamm
  • Länge: 3,7 km | Dauer: 2 h | Höhenmeter: 189 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Mai bis November
  • Gut zu wissen: Wanderwege rund um den Engenkopf gelten immer noch als Geheimtipp
Breitachklamm
© Alfred Derks, Pixabay
Die Kraft des Wassers wird in der Breitachklamm sichtbar.

Garmisch-Partenkirchen: Wanderung auf die Zugspitze

In Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern steht der Star der Deutschen Berge: Die Zugspitze (2.962 m). Wer auf den Gipfel möchte, der sollte eine gute Kondition mitbringen und als erfahrener Bergsteiger an lange Bergtouren gewohnt sein. Denn was eben anfängt, wird schnell steiler und durchaus anspruchsvoll. Die Landschaft wird zum Gletscher hin, immer trister. Steigeisen darf man hier nicht vergessen. Das letzte Stück führt über eine Spalte zur Irmerscharte und durch die Nordflanke des Zugspitz-Ostgipfels hinauf. Zum Gipfelkreuz sind es jetzt nur noch ein paar glitschige Felsen.

  • Start: Hammersbach
  • Länge: 10,1 km | Dauer: 7 h | Höhenmeter: 2.200 m
  • Schwierigkeitsgrad: sehr schwer
  • Beste Jahreszeit: Juli bis September
  • Gut zu wissen: Stau beim Steigeisen ausziehen. Wartezeiten sind keine Seltenheit.
Wandern auf der Zugspitze
© Pixabay
Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands.

Berchtesgadener Land: Wanderweg zum Watzmannhaus

Was für ein Mann, der Watzmann! Er zierte schon das Cover des Bergsteiger-Magazins als "schönster Berg der Welt", wurde von Caspar David Friedrich gemalt und von Wolfgang Ambros besungen. Der Watzmann ( 2.713 m) ist der dritthöchste Berg Deutschlands und überragt die Berchtesgadener Alpen problemlos. Er liegt im äußersten Südosten Oberbayerns im Nationalpark Berchtesgaden in den Gemeinden Ramsau und Schönau am Königssee. Anfänglich ist die Wanderroute für erfahrene Wanderer breit, doch schon wenig später wird daraus ein schmaler Pfad, der später in einen Bergsteig übergeht. Von der Falzalm über den Falzsteig geht es schließlich auf das Falzköpfl. Auf 1.930 Metern Höhe steht das Haus dieses unglaublichen Mannes: Das Watzmannhaus.

  • Start: Schönau am Königssee, Parkplatz Hammerstiel oder Wimbachbrücke in Ramsau
  • Länge: k.A. | Dauer: 4,5 h | Höhenmeter: 1.302 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
  • Gut zu wissen: Lieber Übernachten? Dann bietet sich die Kührointhütte an.


Wer Interesse an einer Watzmannüberschreitung hat, erfährt hier mehr über diese spektakuläre Wanderung >

Schwangau: Von Schloss Neuschwanstein um den Alpsee

Keine Angst, den großen Touristenschwärmen bleibt man bei dieser einfachen Wanderung fern. Das Schloss Neuschwanstein, eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Welt, ist nämlich nur der Ausgangspunkt. Auf einer breiten Teerstraße geht es durchs Tal, an den Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau vorbei. Ansonsten führt der Wanderweg gleich weg von der Masse hin zur Ruhe und den Naturperlen. Nachdem man am Seeufer entlang gelaufen ist, geht es über den Gnomensteig hoch in den Wald. Von dort aus weiter auf die Marienbrücke, die einen beeindruckenden Blick auf die Pöllatschlucht bietet. Wir steigen ins Tal ab, durchqueren die Schlucht und gelangen schließlich an den Fuß des Schlossberges.

  • Start: Parkplatz in Hohenschwangau unterhalb von Schloss Neuschwanstein
  • Länge: 9 km | Dauer: 3 h | Höhenmeter: 300 m
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Kurzvariante möglich, die ideal für Familien ist und zur Badeanstalt führt (einfach dem Seeufer weiter wandern, anstatt in den Wald abzubiegen)
Wandern um das Schloss Neuschwanstein
© Jörg Vieli, Pixabay
Die Region um das Schloss Neuschwanstein lädt zum Wandern ein.

Tegernsee: Der neue Panoramawanderweg

Einmal rund um den See. Nicht irgendeiner, sondern einer der saubersten Seen überhaupt: Der Tegernsee in den Bayerischen Alpen. Der neue Panoramaweg ist lang, bietet aber viele Möglichkeiten Kulturelles oder Kulinarisches einzubauen. Darum fühlt sich lang auf einmal kurzweilig an. Die Wanderung vereint See, Berg, Alm und Aussichtspunkte. Die Highlights mit Panorama: Großes Paraplui am Leeberg und Aussicht Prinzenruh. Fischliebhaber sollten bei Bad Wiessee das Aquadome nicht verpassen, wo man die heimische Fischkultur kennen lernen kann und in Gmund lohnt sich für Kulturinteressierte ein Abstecher ins heimische Museum Jagerhaus. Kulinarikfans sollten unbedingt in Gasse beim „Oberbuchberger“ Hofladen eine Rast einplanen. Denn da werden heimische Delikatessen serviert.

  • Start: Parkplatz am Kloster, Stadt Tegernsee
  • Länge: 33,6 km Dauer: 9,30 h Höhenmeter: 620 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Langeweile gibt es hier nicht

Praktische Infos zu den Bayerischen Alpen

Im Allgemeinen wird der Begriff der Bayerischen Alpen für die in Deutschland liegenden Teile der Alpen verwendet. Dazu zählen wir in diesem Artikel Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Nationalpark Berchtesgaden und die Zugspitze. Je nach Einteilungsschema können dabei Abweichungen auftreten.  In den Bayerischen Alpen gibt es zudem insgesamt (noch) fünf Gletscher, alleine drei davon liegen auf der Zugspitze. Leider sind die deutschen Gletscher sehr stark von der Gletscherschmelze betroffen.