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Bergsee in der Zugspitz Region

Profi-BergsteigerIn oder Genuss-Wanderer? Die Bayerischen Alpen haben mit Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und dem Nationalpark Berchtesgaden reichlich Bergperlen, welche die Region zu einem Wanderparadies für Jedermann machen. Neben einer einzigartigen Natur wird auch kulturell und kulinarisch so einiges geboten. Welche Wanderungen in den Bayerischen Alpen besonders lohnend sind, hat IndenBergen für dich zusammengestellt.

Kurz zusammengefasst

  • Wir stellen dir fünf abwechslungsreiche Wanderwege in den Bayerischen Alpen vor – von der Breitachklamm bis zum Tegernsee.
  • Die Touren reichen von einfachen Familienwanderungen bis zu anspruchsvollen Bergtouren auf Zugspitze und zum Watzmannhaus.
  • Neben beeindruckenden Landschaften bieten die Wege Schluchten, Seen, Almen, Panoramablicke sowie kulturelle und kulinarische Erlebnisse.

Oberstdorf: Rundwanderweg Breitachklamm

Die Rundwanderung in Oberstdorf in den Bayerischen Alpen führt durch die spektakuläre und eindrucksvolle Breitachklamm. Vor den Augen der Wanderliebhaber, die hier am besten mit guten Wanderschuhen unterwegs sind, eröffnet sich eine rauschende Schlucht. Um die Kraft des Wassers der Breitach zu sehen, lohnt es sich, beim oberen Eingang den Zwingsteg zu begehen. Der Blick in die Tiefe geht meist mit weichen Knien einher. Oberhalb der Breitachklamm gibt es auch die Möglichkeit, sich für den Rundweg um den Engenkopf zu entscheiden. Belohnt wird man mit einem Ausblick auf das Kleinwalsertal, ein herrliches Bergpanorama und wunderschöne Wiesen mit seltenen Blumen.

  • Start: Tiefenbach/Eingang Breitachklamm
  • Länge: 3,7 km | Dauer: 2 h | Höhenmeter: 189 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Mai bis November
  • Gut zu wissen: Wanderwege rund um den Engenkopf gelten immer noch als Geheimtipp

Garmisch-Partenkirchen: Wanderung auf die Zugspitze

In Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern steht der Star der Deutschen Berge: Die Zugspitze (2.962 m). Wer auf den Gipfel möchte, der sollte eine gute Kondition mitbringen und als erfahrener Bergsteiger an lange Bergtouren gewohnt sein. Denn was eben anfängt, wird schnell steiler und durchaus anspruchsvoll. Die Landschaft wird zum Gletscher hin, immer trister. Steigeisen darf man hier nicht vergessen. Das letzte Stück führt über eine Spalte zur Irmerscharte und durch die Nordflanke des Zugspitz-Ostgipfels hinauf. Zum Gipfelkreuz sind es jetzt nur noch ein paar glitschige Felsen.

  • Start: Hammersbach
  • Länge: 10,1 km | Dauer: 7 h | Höhenmeter: 2.200 m
  • Schwierigkeitsgrad: sehr schwer
  • Beste Jahreszeit: Juli bis September
  • Gut zu wissen: Stau beim Steigeisen ausziehen. Wartezeiten sind keine Seltenheit.
Oberstdorf im Sommer

Berchtesgadener Land: Wanderweg zum Watzmannhaus

Was für ein Mann, der Watzmann! Er zierte schon das Cover des Bergsteiger-Magazins als "schönster Berg der Welt", wurde von Caspar David Friedrich gemalt und von Wolfgang Ambros besungen. Der Watzmann ( 2.713 m) ist der dritthöchste Berg Deutschlands und überragt die Berchtesgadener Alpen problemlos. Er liegt im äußersten Südosten Oberbayerns im Nationalpark Berchtesgaden in den Gemeinden Ramsau und Schönau am Königssee. Anfänglich ist die Wanderroute für erfahrene Wanderer breit, doch schon wenig später wird daraus ein schmaler Pfad, der später in einen Bergsteig übergeht. Von der Falzalm über den Falzsteig geht es schließlich auf das Falzköpfl. Auf 1.930 Metern Höhe steht das Haus dieses unglaublichen Mannes: Das Watzmannhaus.

Schwangau: Von Schloss Neuschwanstein um den Alpsee

Keine Angst, den großen Touristenschwärmen bleibt man bei dieser einfachen Wanderung fern. Das Schloss Neuschwanstein, eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Welt, ist nämlich nur der Ausgangspunkt. Auf einer breiten Teerstraße geht es durchs Tal, an den Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau vorbei. Ansonsten führt der Wanderweg gleich weg von der Masse hin zur Ruhe und den Naturperlen. Nachdem man am Seeufer entlang gelaufen ist, geht es über den Gnomensteig hoch in den Wald. Von dort aus weiter auf die Marienbrücke, die einen beeindruckenden Blick auf die Pöllatschlucht bietet. Wir steigen ins Tal ab, durchqueren die Schlucht und gelangen schließlich an den Fuß des Schlossberges.

  • Start: Parkplatz in Hohenschwangau unterhalb von Schloss Neuschwanstein
  • Länge: 9 km | Dauer: 3 h | Höhenmeter: 300 m
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Kurzvariante möglich, die ideal für Familien ist und zur Badeanstalt führt (einfach dem Seeufer weiter wandern, anstatt in den Wald abzubiegen)
Wandern um das Schloss Neuschwanstein
Die Region um das Schloss Neuschwanstein lädt zum Wandern ein.

Tegernsee: Der neue Panoramawanderweg

Einmal rund um den See. Nicht irgendeiner, sondern einer der saubersten Seen überhaupt: Der Tegernsee in den Bayerischen Alpen. Der neue Panoramaweg ist lang, bietet aber viele Möglichkeiten Kulturelles oder Kulinarisches einzubauen. Darum fühlt sich lang auf einmal kurzweilig an. Die Wanderung vereint See, Berg, Alm und Aussichtspunkte. Die Highlights mit Panorama: Großes Paraplui am Leeberg und Aussicht Prinzenruh. Fischliebhaber sollten bei Bad Wiessee das Aquadome nicht verpassen, wo man die heimische Fischkultur kennen lernen kann und in Gmund lohnt sich für Kulturinteressierte ein Abstecher ins heimische Museum Jagerhaus. Kulinarikfans sollten unbedingt in Gasse beim „Oberbuchberger“ Hofladen eine Rast einplanen. Denn da werden heimische Delikatessen serviert.

  • Start: Parkplatz am Kloster, Stadt Tegernsee
  • Länge: 33,6 km Dauer: 9,30 h Höhenmeter: 620 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Langeweilig wird es auf dieser Wanderung nicht

Praktische Infos zu den Bayerischen Alpen

Im Allgemeinen wird der Begriff der Bayerischen Alpen für die in Deutschland liegenden Teile der Alpen verwendet. Dazu zählen wir in diesem Artikel Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Nationalpark Berchtesgaden und die Zugspitze. Je nach Einteilungsschema können dabei Abweichungen auftreten.  In den Bayerischen Alpen gibt es zudem insgesamt (noch) fünf Gletscher, alleine drei davon liegen auf der Zugspitze. Leider sind die deutschen Gletscher sehr stark von der Gletscherschmelze betroffen.

Tipps für einen Wanderurlaub in den Bayerischen Alpen

Die Bayerischen Alpen bieten ideale Bedingungen für abwechslungsreiche Wandertage, von gemütlichen Wegen an Seen und durch Schluchten bis hin zu anspruchsvollen Gipfeltouren. Mit guter Vorbereitung wird der Wanderurlaub sicher und unvergesslich.

  • Passende Tour auswählen: Schwierigkeitsgrad, Länge und Höhenmeter sollten zur eigenen Kondition passen.
  • Ausrüstung vorbereiten: Feste Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung, ausreichend Wasser, Sonnenschutz, Snacks und ein Erste-Hilfe-Set gehören in jeden Rucksack.
  • Wetter beachten: In den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern. Vor jeder Tour den Wetterbericht und die aktuellen Wegbedingungen prüfen.
  • Früh starten: So vermeidest du Hitze, volle Wege und mögliche Gewitter am Nachmittag.
  • Pausen einplanen: Almen, Hütten und Aussichtspunkte laden zu erholsamen Zwischenstopps mit regionalen Spezialitäten ein.
  • Natur respektieren: Auf markierten Wegen bleiben, keinen Müll hinterlassen und Rücksicht auf Tiere und andere Wanderer nehmen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Wandern in den Bayerischen Alpen

Wann ist die beste Zeit zum Wandern in den Bayerischen Alpen?

Die beste Zeit zum Wandern in den Bayerischen Alpen ist meist von Mai bis Oktober. In höheren Lagen können Wege jedoch bis in den Sommer hinein schneebedeckt sein. Vor jeder Tour solltest du die Wetter- und Wegbedingungen prüfen.

Welche Wanderwege in den Bayerischen Alpen eignen sich für AnfängerInnen?

Für AnfängerInnen eignen sich vor allem leichte Panoramawege, Seeumrundungen und gut ausgebaute Wege durch die Breitachklamm. Auch Wanderungen rund um den Tegernsee oder den Alpsee bei Schloss Neuschwanstein bieten abwechslungsreiche Landschaften ohne extreme Anstiege.

Gibt es familienfreundliche Wanderungen in den Bayerischen Alpen?

Ja, zahlreiche Wanderwege sind für Familien geeignet. Besonders beliebt sind kurze Wege an Seen, einfache Rundwanderungen und Touren mit Hütten oder Ausflugszielen. Für Kinder sollten Strecke, Höhenmeter und Rückweg gut planbar sein.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Wandern in den Bayerischen Alpen?

Zur Grundausstattung gehören knöchelhohe Wanderschuhe mit gutem Profil, wetterfeste Kleidung, ausreichend Wasser, Proviant, Sonnen- und Regenschutz sowie ein Erste-Hilfe-Set. Für anspruchsvollere Bergtouren können Wanderstöcke, Helm oder zusätzliche alpine Ausrüstung erforderlich sein.

Wie anspruchsvoll ist eine Wanderung auf die Zugspitze?

Eine Wanderung auf die Zugspitze ist eine sehr anspruchsvolle Bergtour und nur für erfahrene BergsteigerInnen mit guter Kondition und alpiner Erfahrung geeignet. Je nach Route sind große Höhenunterschiede, ausgesetzte Passagen und Hochtourenausrüstung erforderlich.

Welche Sehenswürdigkeiten lassen sich mit einer Wanderung verbinden?

Beim Wandern in den Bayerischen Alpen kannst du zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdecken, darunter die Breitachklamm, Schloss Neuschwanstein, den Watzmann, den Tegernsee und die Zugspitze. Viele Touren verbinden Naturerlebnisse mit kulturellen oder kulinarischen Zwischenstopps.

Wie bereite ich mich auf eine Wanderung in den Bayerischen Alpen vor?

Informiere dich vorab über Länge, Höhenmeter, Schwierigkeit, Wetter und Wegzustand. Plane genügend Zeit und Pausen ein, teile jemandem deine Route mit und lade bei Bedarf Karten für den Notfall offline herunter.

Was sollte ich beim Wandern in den Bayerischen Alpen beachten?

Bleibe auf markierten Wegen, achte auf alpine Gefahren und kehre bei Gewitter oder unsicheren Bedingungen rechtzeitig um. Respektiere außerdem die Natur, nimm deinen Müll wieder mit und halte Abstand zu Weidetieren.

Wo kann ich nach einer Wanderung einkehren?

Viele Wanderwege führen an bewirtschafteten Almen, Berghütten oder Gasthöfen vorbei. Dort kannst du regionale Spezialitäten genießen und dich für den Rückweg stärken. Öffnungszeiten und Ruhetage solltest du vor der Tour prüfen.

Welche Wanderregionen in den Bayerischen Alpen sind besonders beliebt?

Zu den bekanntesten Wanderregionen zählen Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, das Berchtesgadener Land, die Tegernsee-Region und das Gebiet rund um Schwangau. Sie bieten Touren für unterschiedliche Ansprüche, von gemütlichen Spazierwegen bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren.

1219 - Summer - Maria

Über Maria

Im Sommer trete ich meistens in die Pedale. Dann sind mein Bike und ich unzertrennlich. Am liebsten fahre ich aufwärts mit einer schönen Berghütte als Ziel, wo ich mir dann den verdienten Kaspressknödel so richtig schmecken lasse.