Harz: 10 Must-do's für Aktivurlauber

 © ©Baumwipfelpfad HARZ 
Harz: 10 Must-do

23 Juni 2020

von: Kathrin in Reisetipps

Bei einem Aktivurlaub im Harz warten zahlreiche Abenteuer, Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten darauf, entdeckt zu werden. Während das höchste Gebirge Norddeutschlands im Winter zum Skifahren und Langlaufen einlädt, lockt es im Sommer viele Wanderer, Mountainbiker und Kletterer an. Ob Aktivurlaub zu zweit, ein Urlaub mit Kindern oder ein Kurzurlaub mit Freunden, im Harz kommt jeder auf seine Kosten. Indenbergen verrät 10 Must-do’s, die alle kleinen und großen Aktivurlauber im Harz getan haben sollten.

#1 Fahrt mit der Brockenbahn

Ein wahrlicher Höhepunkt einer jeden Harzreise ist die Besteigung des 1.141 m hohen Brocken. Die wohl bequemste und zugleich erlebnisreichste Erklimmung ist eine Fahrt mit der nostalgischen Brockenbahn. Die von historischen Dampfloks gezogenen Züge starten am Hauptbahnhof in Wernigerode und befördern alle Eisenbahnfreunde zum Brockenbahnhof auf 1.125 Meter Höhe. Von dort sind es nur noch wenige Fußminuten bis zur höchsten Erhebung des Harzes. Die Brockenbahn ist neben Harzquer- und Selketalbahn Teil der Harzer Schmalspurbahnen, deren insgesamt 140 km langes Streckennetz mit einer Spurweite von 1.000 Millimeter das längste zusammenhängende Schmalspurstreckennetz Deutschlands ist.

Brockenbahn
Harzer Schmalspurbahn (Foto: ©Harzer Tourismusverband, M. Gloger)

#2 Besuch des HöhlenErlebnisZentrums mit Iberger Tropfsteinhöhle

Im HöhlenErlebnisZentrum erfahren kleine wie auch große Besucher bedeutende Höhlenarchäologie. Das moderne Zentrum befindet sich im Iberg oberhalb von Bad Grund. Das Kalkmassiv war vor Millionen Jahren ein Korallenriff in der Südsee, das durch die Kontinentalverschiebung Teil des heutigen Harzes wurde. Über diese weltweit seltene Entstehungsart, den dort betriebenen Bergbau sowie spektakuläre Knochenfunde aus der nicht weit entfernten Lichtensteinhöhle wird auf dem 160 m langen unterirdischen Weg zur Iberger Tropfsteinhöhle anschaulich erzählt. Die Schauhöhle fasziniert schon seit 1874 ihre Besucher und gehört seitdem zu den meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten im Harz.

#3 Mit der Kabinenbahn zum Hexentanzplatz

In der Walpurgisnacht tummeln sich auf dem Hexentanzplatz tausende Besucher verkleidet als Hexen, Teufel und andere Fantasiefiguren zum Feiern. Doch auch an anderen Tagen hat das sagenumwobene Bergplateau oberhalb von Thale etwas Mystisches an sich. Von hier aus bietet sich eine beeindruckende Aussicht auf das von Felswänden umgebene Bodetal. Hier und da trifft man auf schaurige Figuren aus Metall, gestaltet vom Harzer Künstler Jochen Müller. Der Hexentanzplatz kann mit dem Auto oder zu Fuß erreicht werden. Spektakulärer ist aber eine Fahrt mit der Kabinenbahn der Seilbahnen Thale Erlebniswelt. Durch den Glasboden der Kabinen schaut man direkt in die Tiefe des Bodetals. Weitere Hightlights am Hexentanzplatz sind der Tierpark, das Harzer Bergtheater mit seiner uralten Naturbühne und die Allwetterrodelbahn Harzbob Thale.

#4 Eine Wanderung auf den Brocken

Bereits Goethe erklomm den Brocken, den höchsten Gipfel Norddeutschlands, und genoss hoch über den Baumkronen des Nationalparks Harz die grandiose Rundumsicht. Nach ihm ist der 9 km lange Goetheweg benannt, ein recht leichter Aufstieg ab Torfhaus entlang der Schienen der Brockenbahn. Der Wanderweg ist ein Teil des 150 km langen Qualitätswegs Harzer Hexen-Stieg, was die Möglichkeit bietet, den Brockenaufstieg zu einer mehrtägigen Wanderung auszuweiten. Auf den Spuren von Faust und Mephisto aus Goethes berühmtem Klassiker erklimmen trainierte Wanderer auf dem Teufelsstieg, der schwierigsten der vielen Wanderrouten, die Brockenspitze. Ein ebenfalls anspruchsvoller aber zugleich auch einer der schönsten Aufstiege ist der Heinrich-Heine-Weg. Dieser beginnt im idyllischen Ilsenburg und endet nach etwa 12 km am imposanten Denkmal des berühmten Dichter und Autors.

#5 Mit dem Monsterroller den Berg hinab düsen

Spaß und Action für die ganze Familie garantiert eine rasante Abfahrt mit einem Monsterroller. Ausleihen kann man sich die überdimensionalen Tretroller mit Scheibenbremsen an der Talstation der Wurmberg-Seilbahn in Braunlage sowie an der Bocksberg-Seilbahn in Hahnenklee. Nach einer gemütlichen Fahrt mit der Seilbahn auf die Bergkuppe steigt man auf den Riesenroller und saust über Stock und Stein hinab ins Tal.

Monsterroller
Mit dem Monsterroller ins Tal sausen (Foto: ©marc gilsdorf fotografie)

#6 Klettern am Fels oder im Kletterpark

Der Harz zählt zu den besten Klettergebieten Deutschlands und lockt Einsteiger wie auch Fortgeschrittene mit einer Vielzahl an Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die verschiedenen Gesteine wie Sandstein, Granit oder Kalk sorgen für Abwechslung auf einer Klettertour. Belohnt werden Kletter für ihre Ausdauer am Ottofelsen, an der Teufelsmauer, an der Roßtrappe sowie an weiteren Kletterfelsen mit tollen Aussichten auf den Naturpark. Aber nicht nur am Fels, sondern auch in einem der vier Hochseilgärten können Schwindelfreie ihre Kletterkünste beweisen. Kleinkinder bis hin zu Erwachsenen schwingen sich im Kletterwald Thale oder in Blankenburg, im Skyrope Bad Harzburg oder im Erlebniswald Ilsetal gesichert von Baum zu Baum, balancieren über Seile, Balken und Reifen und gleiten auf langen Seilbahnen durch die Luft.

#7 Adrenalin pur an der Rappbodetalsperre

Für alle Adrenalinjunkies warten an der Rappbodetalsperre, der höchsten Staumauer Deutschlands, ganz besondere Aktivitäten. Auf 120 m über dem Wasser hängt die etwa 1 km lange Doppelseilrutsche Megazipline "Flying Fox", Europas größte Doppelseilrutsche. Den turbulenten "Flug" über das Sportbecken der Talsperre Wendefurth mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 85 km/h trauen sich nur die Mutigsten zu. Ein unvergessliches Abenteuer ist auch ein Spaziergang über die 483 Meter lange Hängebrücke Titan-RT. Direkt unterhalb der Titan-RT sorgt die GigaSwing für absoluten Nervenkitzel. Waghalsige stürzen sich hier allein oder im Tandem an einem Bungee-Seil 75 m in die Tiefe.

Hängebrücke Titan RT
Hängebrücke Titan RT (Foto: ©Harzer Tourismusverband, A. Lehmberg)

#8 Spazieren über den Baumwipfelpfad

Auf dem Baumwipfelpfad in Bad Harzburg lernen Aktivurlauber die Natur des Harzes mal von einer ganz anderen Perspektive kennen. Auf bis zu 26 m Höhe führt der Pfad durch die alten Baumkronen des Kalten Tals. Unterwegs werden immer wieder Informationen zur Natur, Umwelt, Tierwelt und Holzwirtschaft im Harz gegeben. Über die verschiedenen Gesteinsschichten im Harz informiert eine Geologiestation. Der 1.000 m lange Pfad ist barrierefrei und dadurch auch für Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer geeignet.

#9 Biken im Bikepark 

Ihre Grenzen austesten können Aktivurlauber beim Biken in einem der 5 Bikeparks im Harz. Mit der Seilbahn oder dem Sessellift geht es zunächst hoch auf den Berg. Dann steht man vor der Qual der Streckenwahl: Freeride, Downhill, Singletrail oder doch Northshore? Zwischen den vielen Strecken und verschiedenen Schwierigkeitsgraden ist sowohl für Einsteiger als auch Weltcup-Fahrer die richtige Strecke dabei.

Biken im Bikepark
Biken im Bikepark Hahnenklee (Foto: ©HAHNENKLEE tourismus marketing gmbh)

#10 Besuch bei der Sternwarte St. Andreasberg 

Bei dieser Sehenswürdigkeit im Oberharz kommt man diesmal nicht ins Schwitzen aber unendliche Staunen. Die Sternwarte St. Andreasberg ist die höchstgelegene Sternwarte in Norddeutschland (710 m über NN) und bietet perfekte Voraussetzungen, um den Harzer Sternenhimmel zu beobachten. In der vollständig barrierefreien Sternwarte können Besucher einen Blick durch mehrere Teleskope werfen. Bei schlechtem Wetter kann alternativ im Planetarium Astronomie erlebt werden.

Urlaub in den Bergen