Bernina-Express: Panorama-Zug durch Schweiz und Italien

Bernina-Express: Panorama-Zug durch Schweiz und Italien

4. Dezember 2017

von: Katharina in Regionen

Eine Fahrt mit dem Bernina-Express, ist ein einmaliges Erlebnis. Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ zählt die Zugfahrt mit dem atemberaubenden Panorama zu den touristischen Highlights der Schweiz. Die Strecke verläuft von Chur im Norden nach Tirano im Süden. Landschaft und Eisenbahn verschmelzen hier eindrucksvoll zu einem harmonischen Ganzen. Während der Fahrt lassen sich sowohl Gletscher wie auch Palmen bestaunen. Die befahrenen Strecken Albulabahn und Berninabahn wurden im Sommer 2008 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet. Indenbergen hat alles Wissenswerte rund um den besonderen Zug für Sie zusammengestellt.

Der Streckenverlauf des Bernina Express

Der Bernina-Express beginnt in Chur im Schweizer Kanton Graubünden, 585 Meter über dem Meer. Er fährt zunächst in Richtung Thusis und anschließend nach Pontresina. Dort wechselt der Zug von der Wechselstromfahrleitung des Stammnetzes auf die Gleichstromfahrleitung. Bis Ospizio Bernina steigt die Strecke stetig bis auf eine Höhe von 2253 m über dem Meer an. Anschließend geht es in mehreren Schleifen über Alp Grüm hinunter bis nach Puschlav. Zielbahnhof ist das 429 m über dem Meer gelegene Tirano in Italien. Der Bernina-Express benötigt für die Gesamtstrecke von 144 km vier Stunden und vier Minuten. Insgesamt passiert der Zug 55 Tunnel und 196 Brücken.

So entstand der Panorama-Zug

Der Bernina-Express, kurz BEX, war von Anfang an für Ausflügler und Urlauber konzipiert. Ingenieure tüftelten lange an einer Streckenführung mit möglichst wenigen Tunneln. Reizvolle Ausblicke sollten den Menschen die Schönheit Graubündens und der Lombardei präsentieren. 1902 machten sich rund 2.500 Arbeiter an das gigantische Vorhaben. Besonderes Augenmerk wurde auf die gemauerten Viadukte gelegt. Sie erhielten für ein elegantes Aussehen schlanke Pfeiler und schmale Bögen. Vom Qualm der Dampfloks bleiben die Reisenden seit jeher verschont. Die Strecke war von Anfang an elektrifiziert. So surrt der Zug bis heute leise durch die Natur. Die Fahrt war zu Beginn ein reines Sommervergnügen. Seit 1944 verkehren die Züge auch im Winter und seit 1973 trägt der Zug den Namen Bernina-Express.

Der Bernina-Express bietet ein beeindruckendes Panorama

Eine Fahrt mit dem Bernina-Express bietet zu jeder Jahreszeit spektakuläre und abwechslungsreiche Ausblicke. Die imposante Montebello Kurve mit Blick auf das Berninamassiv zählt ebenso wie der Morteratsch-Gletscher und das Kreisviadukt von Brusio zu den Glanzlichtern. Einmalig ist auch die Aussicht auf die Seen Lej Pitschen, Lej Nair und Lago Bianco mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Die speziellen Panoramawagen mit übergroßen Fenstern bieten eine hervorragende Sicht. Jeder Reisende erhält eine Informationsbroschüre mit Wissenswertem zu Gegend und Streckenführung. Zudem erfolgen mehrsprachige Streckeninformationen. Insidertipp: Für die beste Aussicht sitzen Sie auf der Fahrt Richtung Italien auf der rechten Seite und bei der Rückfahrt in die Schweiz auf der linken Seite.

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Einmalige Szenerie: Panorama-Fahrt mit dem Bernina-Express. © eurail.com

Gut zu wissen: Ein lohnenswerter Tagesausflug

Der Bernina-Express ist ein Tagestripp der besonderen Art. Vormittags geht es los mit der rund vierstündigen Fahrt. Nach einer ausgiebigen Mittagspause im italienischen Tirano treten die Gäste am Nachmittag die Rückreise nach Chur an. Während der Fahrt steht den Reisenden eine Minibar mit Snacks und Getränken zur Verfügung. Die Kosten für eine einfache Fahrt (exklusive Zuschläge) betragen ab 64 Schweizer Franken pro Person. Während der Zugfahrt passieren Sie eine Landesgrenze. Ausweis daher bitte nicht vergessen! Für alle, die gerne länger in Italien bleiben wollen, bietet sich eine Weiterfahrt an. Mit dem Bernina-Express-Bus gelangen die Gäste bequem von Tirano nach Lugano und zurück.

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Imposante Alp Grüm im Schweizerischen Graubünden. © TourismusGraubünden

Praktische Informationen zur Region

Der Bernina-Express beginnt in Chur. Die Hauptstadt Graubündens verbindet Geschichte mit einem vielfältigen Sport- und Freizeitangebot. Hauptsehenswürdigkeit der ältesten Stadt des Kantons ist der Bischöfliche Hof mit der 800 Jahre alten Kathedrale St. Maria Himmelfahrt. Für Wintersportler stehen gleich mehrere Skigebiete in unmittelbarer Umgebung zur Auswahl. Alternativ bieten sich Touren in der weit verzweigten Schneeschuh-Arena Dreibündenstein an. Die Reise endet in Tirano in der Lombardei. Das kleine Städtchen ist ein Geheimtipp für Entdecker. Die schlichten Gassen versprühen mittelalterlichen Charme. Besonders sehenswert ist der Palazzo Salis, ein aufwendig restaurierter Palast aus dem 17. Jahrhundert. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Kirche Madonna di Tirano.

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