Alles, was Wanderer über Geocaching wissen müssen

Alles, was Wanderer über Geocaching wissen müssen

1. Juli 2018

von: Sarah in Allgemein

Was ist Geocaching und was tun zum Beispiel die Personen, die sich ins Unterholz schlagen und dabei ein GPS-Gerät vor sich hertragen, in Erdlöcher abtauchen oder in Büschen etwas suchen? Was auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen mag, ist seit Jahren Trend in Deutschland und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Geocaching ist die Schnitzeljagd 2.0 und findet jährlich mehr Anhänger. IndenBergen stellt zusammen, was es mit Geocaching und Mystery Caches auf sich hat, welche Ausrüstung dafür nötig ist und was Wanderer brauchen, um beim Geocaching mitzumachen und selbst Geocacher zu werden.

Was ist eigentlich Geocaching?

Das Prinzip des Geocachings besteht darin, bestimmte Schätze, sogenannte Caches zu entdecken. Diese sind in einem Park oder in einem Wald, aber auch in der Stadt versteckt und können mit Hilfe von Längen- und Breitengradenkoordinaten über verschiedene Stationen gefunden werden. Haben Wanderer den Schatz gefunden, können sie sich in ein beigelegtes Logbuch eintragen und ihren Namen und das Datum hinterlassen. Das gilt als Nachweis dafür, dass sie den Schatz gefunden haben. Der Schatz entspricht meist einer Transportbox mit beliebigen Gegenständen darin. Das können kleine Figuren oder auch Aufkleber sein. Dieser Gegenstand sollte dann von dem Wanderer mit einem gleichwertigen Objekt ausgetauscht werden.

Was ist in den Schätzen, den sogenannten Caches?

Wer hofft, bei der Schatzsuche 2.0 auf Gold zu stoßen und reich zu werden, wird vermutlich enttäuscht werden. Meist handelt es sich bei den Caches um simple Transportboxen mit Kleinkram ohne finanziellen Wert. Geocachern geht es auch nicht um den Inhalt der Dosen an sich, sondern vornehmlich um den Fakt, diese gefunden zu haben. Alkoholische Getränke, Waffen etc. sind in den Caches nicht zulässig, da Geocaching keine Altersbeschränkung hat und auch von Kindern gerne ausprobiert wird. Manchmal enthalten die Caches auch ein Rätsel, wie Wanderer zur nächsten Station der Schatzsuche kommen.

Was sind Mystery Caches?

Für Wanderer, die auf ihren Touren nicht nur körperliche, sondern auch geistige Herausforderungen suchen, sind Geocaching Routen mit so genannten Mystery oder Puzzle Caches gut geeignet. Dabei ist es Aufgabe der Wanderer, zahlreiche Rätsel zu lösen, bevor sie am Ende den Cache finden. Dies geschieht meist im Vorfeld daheim. Dabei gibt der Verstecker fiktive Koordinaten an, die im Rahmen des Rätsels korrigiert werden müssen. Wer es gerne etwas gruselig mag, versucht sich an einem Nachtcache.

Welche Regeln gelten beim Geocaching?

Da Geocaching oft abseits von Wanderwegen stattfindet, ist es besonders wichtig, die Natur zu respektieren, keinen Müll zu hinterlassen und so lange wie möglich auf befestigten Wegen zu bleiben. Ebenso sind örtliche Gesetze und Warnschilder zu beachten. Der Cache muss so zurückgelassen werden, wie er vorgefunden wurde, damit auch später noch weitere Schatzsucher die Möglichkeit haben, den Schatz zu finden.

Wie wird man Geocacher
Navigationsgerät oder ein Smartphone mit der Geocaching-App und los gehts! (Foto: Pixabay)

Wie wird man Geocacher?

Teures Equipment müssen Wanderer sich nicht zulegen, wenn sie Geocaching ausprobieren möchten. Es reicht ein Navigationsgerät oder ein Smartphone, auf dem die Geocaching-App heruntergeladen werden kann. Ein Stift für die Eintragung im Logbuch sollte auch mitgenommen werden. Die passende Einsteigerroute kann auf der Geocaching-Webseite nach dem kostenlosen Erstellen eines Accounts gefunden werden. Auf der Internetseite werden die Routen jeweils nach Schwierigkeit des Terrains und Schwierigkeit der Suche bewertet. Anfänger halten sich bei der Schwierigkeit am Besten an die Suchen mit nur einem Stern. Anfangs kann es sinnvoll sein, mit einem schon erfahreneren Geocacher auf die Schatzsuche zu gehen.

Weiterführende Informationen zum Thema Geocaching

Oft kommt es vor, dass Geocacher von der unbeteiligten Bevölkerung für Drogenhändler oder Terroristen gehalten werden, die einen verdächtigen Gegenstand im Unterholz verstecken. Bereits zum wiederholten Mal hat dies zur Alarmierung der Polizei und zu Verhaftungen geführt. In einem Extremfall wurde eine Schleuse wegen eines Bombenverdachts für vier Stunden gesperrt. Um eine breitere Aufklärung in der Bevölkerung zu erreichen, werden mittlerweile regelmäßig Informationsveranstaltungen durchgeführt.

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