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Route und Ausrüstung Geocaching
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Geocaching (sprich: „Dschiokäsching“ oder deutsch: „Geokäsching“) erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Immer mehr Menschen entdecken dieses Hobby an der frischen Luft, welches den innerlichen Spieltrieb fördert, geistige und sportliche Herausforderungen bietet und einen oft an besondere und sehenswürdige Orte bringt. IndenBergen beantwortet die häufigsten Fragen zum Thema Geocaching.

Was ist Geocaching?

Im Prinzip kann man Geocaching als eine Form der modernen Schnitzeljagd verstehen, deren Ziel es ist, mithilfe von Koordinaten einen versteckten Schatz, den sogenannten „Cache“ zu finden. Dabei handelt es sich in der Regel um einen wasserdichten Behälter, welcher ein Logbuch zum Eintragen und manchmal auch eine Anzahl kleiner Tauschgegenstände enthält. Um sich auf die Suche machen zu können, verwenden Schatzsucher entweder ein einfaches GPS-Gerät oder eine der vielen Geocaching-Apps für Smartphones. Weltweit gibt es mittlerweile Millionen von unterschiedlichen Geocaches, welche in verschiedene Kategorien und Schwierigkeitsgrade eingeteilt werden. Auf speziellen Geocaching-Websites sind außerdem viele Zusatzinformationen verfügbar und so lassen sich für jeden Geschmack die passenden Caches finden. Geocaching kann man alleine, aber auch mit der Familie, mit Freunden oder im Rahmen eines Geocaching-Events in der Gruppe machen.

GPS beim Geocaching
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Ein GPS-Gerät ist stoßbeständig und hat eine lange Akkulaufzeit

Wie ist Geocaching entstanden?

Geocaching, wie wir es heute kennen, ist ursprünglich aus dem sogenannten „Letterboxing“ entstanden, welches bereits auf das Jahr 1854 zurückgeht. Der englische Wanderführer James Perrott aus Chagford versteckte erstmals eine Flasche mit seiner Visitenkarte im Dartmoor und gab anderen Wanderern Tipps, um diese zu finden. Gesucht wurde also mithilfe von Hinweisen und auch mit einem Kompass; Koordinaten wurden noch nicht geteilt. Später wurden Blechdosen anstelle der Glasflasche versteckt. Der stolze Finde konnte dann selbst seine Visitenkarte oder sogar eine Postkarte oder einen Brief zurücklassen. In den 1990er Jahren wurden dann erstmals GPS-Geräte für die Suche eingesetzt. Der erste Geocache Deutschlands wurde im Jahr 2000 in der Nähe von Berlin versteckt und gefunden. Heutzutage sind Geocaches auf der ganzen Welt verstreut und es kommen regelmäßig neue hinzu.

Welche Arten von Caches beim Geocaching gibt es?

Caches bringen normalerweise eine gewisse Aufgabenstellung mit sich, anhand derer sie in Kategorien unterteilt werden. Dies sind die am häufigsten vorkommenden Arten:

  • Der traditionelle Cache: Wie der Name schon vermuten lässt, ist diese Art von Geocache der ursprünglichste von allen Typen. Die Standort-Koordinaten des Cache werden dabei direkt angegeben. Das bedeutet aber nicht, dass es hierbei per se um die einfachste Cache-Art handelt. Der Behälter kann sehr einfallsreich versteckt und getarnt sein.
  • Der mehrstufige Cache: Bei diesem sogenannten Multi-Cache führen mindestens zwei oder auch mehrere Zwischenstationen zum eigentlichen Ziel. An diesen Zwischenstationen sind Hinweise auf den nächsten Standort versteckt. Es sind also Durchhaltevermögen und Talent bei der Suche nach Tipps gefragt. Ein richtiger Cache-Behälter mit Logbuch wartet normalerweise erst am Zielort auf den Finder.
  • Der Rätsel-Cache: Wer diesen Cache finden möchte, welcher auch als Mystery-Cache bekannt ist, muss erst zu Hause seine Hausaufgaben machen. Denn um die Koordinaten zu erhalten, muss ein Rätsel, zum Beispiel in Form einer rechnerischen Aufgabe oder eines Bilderrätsels, gelöst werden. Die erhaltenen Koordinaten können entweder zum finalen Cache oder zum Anfangspunkt eines mehrstufigen Multicaches führen.

Welche Größen von Caches beim Geocaching gibt es?

Caches werden in unterschiedliche Größen unterteilt. Bevor man auf die Suche geht, ist es also sinnvoll, sich in den online verfügbaren Cacheinformationen auf Geocaching-Websites anzuschauen, wie groß der jeweilige Cache ist. Die Größe entscheidet natürlich maßgeblich über die möglichen Verstecke und zu wissen, wonach man sucht, kann das Finden erheblich erleichtern. Der am häufigsten vorkommende Cache ist der „Regular“. Tupperdosen werden gerne als Behälter verwendet, welche ein Logbuch und meistens Tauschgegenstände erhalten. Es gibt jedoch auch winzige und übergroße Caches.

Geocaching Caching
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Geocaching-Orientierung anhand von Hinweisen

Ist Geocaching für Anfänger geeignet?

Ja, auf jeden Fall! Das Schöne am Geocaching ist die Vielseitigkeit. Denn alle Geocaches sind nicht nur in Arten und Größen eingeteilt, sondern auch nach Schwierigkeit sortiert, sodass sich jeder etwas nach seinem eigenen Geschmack heraussuchen kann. Bei der Einteilung der Kategorien wird sowohl das Terrain als auch die generelle Aufgabenschwierigkeit des Cache bewertet. Wer also Lust auf einen gemütlichen Sonntagsspaziergang hat, kommt ebenso auf seine Kosten wie der aktive Bergsteiger, der stundenlang auf Schatzsuche gehen möchte. Und bei regnerischem Wetter kann man schon einmal das Rätsel des nächsten Mystery-Cache entspannt auf dem Sofa zu Hause lösen.

Kann man Geocaching mit Kindern machen?

Natürlich, gerade für Kinder kann Geocaching ein Riesenspaß sein! In den Details zum jeweiligen Cache wird in der Regel angegeben, ob der Cache für Familien mit Kindern geeignet oder auch mit dem Kinderwagen erreichbar ist. Geocaching ist eine perfekte Außenaktivität für Kinder aller Altersgruppen, da die Umgebung spielerisch entdeckt werden kann. Geocaching kann ideal mit der nächsten Wandertour kombiniert werden und bringt Spaß und Spannung. Kinder können nach Herzenslust Detektiv spielen, vor allem da die Fundorte von Caches oft auch besondere Orte oder Sehenswürdigkeiten sind, an denen es viel Interessantes zu erkunden gibt.

Geocaching
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Ein Cache-Behälter mit Logbuch und kleinen Tauschgegenständen (Foto: © Pixabay, settergren)

Welche Ausrüstung brauche ich für Geocaching?

Welche Ausrüstung Geocaching-Freunde brauchen, hängt sehr vom Cache ab, der gefunden werden soll. Zur Bestimmung der Cache-Position eignet sich ein GPS-Gerät besonders gut, aber für einfachere Caches reicht normalerweise auch schon das eigene Smartphone aus. Heutzutage gibt es eine Auswahl an verschiedenen kostenlosen und kostenpflichtigen Geocaching-Apps, die die Suche abwechslungsreich gestalten und erleichtern. Outdoor-Kleidung sowie Verpflegung sind je nach Terrain und Länge der Wanderung zu empfehlen. Schatzsucher sollten außerdem daran denken, kleine Tauschgegenstände mitzunehmen, wenn sie vorhaben, einen Gegenstand aus einem Cache-Behälter zu tauschen. Bei kleinen Caches ist es zudem ratsam, selbst einen Stift für den Eintrag ins Logbuch dabei zu haben. Bei anspruchsvollen Geocaches können etwa eine Kletterausrüstung oder Taschenlampe wichtige Helfer sein.

Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.