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Vulkaneifel: Beeindruckender Vulkanismus in Rheinland-Pfalz

Wissenswertes zur Vulkaneifel
© Pixabay

Hochinteressant und landschaftlich überaus reizvoll ist die Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Die sich über circa 2.000 Quadratkilometer erstreckende Gegend zeichnet sich durch eine hohe vulkanische Aktivität aus. Überdies lädt die Gegend zu ausgedehnten Wanderungen und Radtouren ein. IndenBergen hat alles Wissenswerte rund um die Vulkaneifel für dich zusammengestellt.

Darum gibt es in der Eifel Vulkane

Vor rund 45 Millionen Jahren begann in der Eifel der Vulkanismus. Aufgrund der starken Dehnung der Erdkruste während der Entstehung der Alpen brachen die ersten Vulkane aus. Im Laufe der Zeit gab es zwei große Vulkanphasen: Die erste Phase, im Erdzeitalter Tertiär, liegt zwischen 45 Millionen Jahren und 35 Millionen Jahren zurück. Die zweite Phase begann erst vor rund einer Million Jahren und dauerte bis vor etwa 10.000 Jahre an. In dieser Zeit entstanden die typischen Landschaftsformen, welche die Region heute auszeichnen. Vulkankrater und imposante Bims- und Basalt-Ablagerungen treffen auf Lavasäulen und Eifelmaare. Letzteres sind mit Wasser gefüllte Krater, die bei einer Wasserdampfexplosion entstehen. Sie sind typisch für die Vulkaneifel.

Das Benediktinerkloster Maria Laach in der Vulkaneifel
© Pixabay

Der gewaltige Ausbruch des Laacher-See-Vulkans

Seinen vorläufigen Höhepunkt fand der Vulkanismus in der Region mit einem gewaltigen Vulkanausbruch, in dessen Folge der heutige Laacher See entstand. Dieser letzte und auch einer der folgenschwersten Ausbrüche fand circa 10.970 vor Christus statt. Bei diesem Naturereignis wurden etwa 16 Kubikkilometer vulkanischer Masse ausgeworfen. Das ist rund fünfmal so viel, wie der Vesuv bei seinem großen Ausbruch im Jahr 79 nach Christus auswarf, der zum Untergang von Pompeji führte. Heute ist der Laacher See ein beliebtes Ausflugsziel. Besonders sehenswert: Aus dem Wasser steigen kleine Blasen empor. Diese Mofetten sind aufsteigendes Kohlenstoffdioxid und zeugen von der Vulkangeschichte des Sees. In der Nähe befindet sich auch das sehenswerte Benediktinerkloster Maria Laach.

 

Ein Paradies für Wanderer

Die Vulkaneifel ist der „Place to be“ für Wanderer, die die ursprüngliche Natur und das Wechselspiel der Elemente hautnah erleben wollen. Die Region verfügt über ein hervorragend ausgebautes Netz an Wanderwegen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Überdies zeichnet sich die Gegend durch eine tolle Infrastruktur aus, die bei Wanderern keine Wünsche offen lässt. Ein Highlight ist der insgesamt 74 Kilometer lange Lieserpfad. Der gut beschilderte, abwechslungsreiche Wanderweg führt in vier Etappen parallel zum Fluss Lieser von Daun über Manderscheid bis nach Wittlich. Ebenfalls reizvoll ist der 16 Kilometer lange Rundwanderweg Pellenzer Seepfad, der unter anderem auch am Laacher See vorbeiführt.

Wandern am Weinfelder Maar
© Pixabay

Die Deutsche Vulkanstraße

Für all jene, die die gesamte Vulkaneifel erleben möchten, empfiehlt sich die Deutsche Vulkanstraße. Die 280 Kilometer lange Touristik-Route führt vom Rhein bis in die Hohe Eifel. Unterwegs passiert die Straße insgesamt 39 interessante Punkte rund um den Vulkanismus in der Region, wie den Laacher See und verschiedene Eifelmaare. Das einmalige Projekt wurde 2008 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft umgesetzt.

 

Gut zu wissen: Eine ungewisse Zukunft

Auch heute noch ist die Region vulkanisch aktiv. Verschiedene Gasaustritte, Mineralquellen und Kaltwassergeysire zeugen tagtäglich davon. Weitere folgenschwere Ausbrüche sind daher in der Vulkaneifel niemals ganz ausgeschlossen. Was genau die Zukunft bringt, kann – trotz eingehender Forschungen – niemand zu 100 % vorhersagen.

 

Praktische Informationen zur Region

Die Vulkaneifel liegt inmitten der Eifel. Das bis zu 747 Meter hoch gelegene Mittelgebirge erstreckt sich sowohl über Rheinland-Pfalz wie auch Nordrhein-Westfalen. Seine Fortsätze reichen bis nach Belgien und Luxemburg. Für ambitionierte Wanderer zählt der Wanderweg Eifelsteig zu den schönsten Wanderwegen weltweit. Der 313 Kilometer lange Fernwanderweg führt von Aachen bis nach Trier. Unter dem Motto "Wo Fels und Wasser dich begleiten“ führt er die Wanderer einmal quer durch die Eifel und passiert dabei auch die Vulkaneifel. Aber nicht nur das Wandern wird in der Eifel großgeschrieben. Die Gegend eignet sich auch hervorragend für Radfahrer und Naturliebhaber.

Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.