So motivieren Sie Ihr Kind zum Wandern: 5 Tipps für den perfekten Familien-Ausflug

So motivieren Sie Ihr Kind zum Wandern: 5 Tipps für den perfekten Familien-Ausflug

22. Oktober 2018

von: Sarah in Reisetipps

Für Erwachsene ist Wandern das Schönste, allerdings ist für Kinder die Motivation dahinter schwierig zu verstehen. Kinder können Wandern ihrerseits als monoton und wenig spannend empfinden, weil eben manchmal über mehrere Stunden nichts passiert. Dass man sich freiwillig früh aus dem Bett begibt, kann für Teenager schwierig sein. Wenn sie Kleiner sind, kann man den Nachwuchs allerdings noch austricksen und einfacher für die Natur begeistern. IndenBergen erklärt, wie Sie ihr Kind zum Wandern motivieren.

Mit diesen Tipps wird Ihr Kind das Wandern lieben

Eine Kombination aus Spannung und Verantwortung ist der Trick, der Kinder fürs Wandern begeistert. Können sie selbst zum Bergführer werden anstatt nur hinter der Gruppe herzutrotten, sind die Nachwuchswanderer ganz in ihrem Element. Um die Fantasie anzuregen und um sicherzugehen, dass das Interesse im Laufe der Tour nicht abreißt, können Eltern ihr Kind leicht mit ein paar kreativen Ideen bei Laune halten. Es können auch Spiele eingebaut werden, wie beispielsweise: Wer findet im Herbst das schönste bunte Blatt? Was auch immer Sie sich ausdenken, es geht vornehmlich darum, dass Kind abzulenken und zu beschäftigen.

1. Spannende Touren für Kinder aussuchen

Natürlich macht es niemandem Spaß, über Stunden einen monotonen, ebenerdigen Weg entlang zu marschieren, wenn es so gut wie keine Abwechslung gibt. Besonders für Kinder kann dies unangenehm werden, wenn das Zeitgefühl noch nicht so ausgeprägt ist. Das Ergebnis ist dann häufig Nörgeln. Deswegen ist es sinnvoll, eine abwechslungsreiche Route auszuwählen, die die Fantasie des Kindes anregt oder das Wissen fördert. Viele Wanderregionen bieten mittlerweile spezielle Familienpfade an, auf denen es Rätsel zu lösen gilt und Abenteuer zu erleben gibt.

2. Die Wanderung zur Schnitzeljagd machen

Für Familien, die eine bereits bekannte Strecke wandern, gibt es auch die Möglichkeit, die Tour als eine Schnitzeljagd zu gestalten. Steht also auf dem Weg ein besonders großer Baum oder gibt es eine alte Brücke, muss das Kind diese finden. Die Aufgaben können sich die Eltern im Vorfeld leicht ausdenken. Wer kreative Ideen hat, kann um die Tour auch eine aufregende Geschichte spinnen. Alternativ können Familien auch gemeinsam auf Schatzsuche gehen und dabei mit dem GPS Geocaching-Routen folgen, die auch für Kinder geeignet sind.

3. Das Kind den Bergführer sein lassen

Wer sich auf einfache Wege begibt, kann das Kind ruhig vorweg gehen und den Bergführer spielen lassen. Dabei kann es dann auch entscheiden, wenn Zwischenstopps eingelegt werden, um die Füße in einen Bach zu halten, zu klettern oder um Tiere zu beobachten. Besonders aufgeregt sind die Kleinen, wenn ihnen ein Kompass in die Hand gegeben wird. So hat der Nachwuchs eine Aufgabe und ist völlig damit beschäftigt, alles in sich aufzunehmen, damit die Gruppe ja nichts verpasst. Durch diese Ablenkung läuft sich der Weg fast wie von allein.

4. Spiele in die Wanderung integrieren

Die Wälder und die Natur der Berge bietet zahlreiche Möglichkeiten, bei einer Familienwanderung mit dem Kind zu spielen, damit es sich beim Wandern nicht langweilt. So können Eltern zum Beispiel Fußspuren von Tieren lesen, Pilze aufstöbern oder Verstecken spielen. Im Herbst werden dann etwa bunte Blätter und Kastanien gesammelt. Wichtig ist, dass sich Eltern viel Zeit nehmen, Pausen für eine zusätzliche Unterhaltung einzulegen, anstatt strikt durchzumarschieren. Als Richtwert gilt: Wer mit einem Kind wandert, sollte am besten die doppelte Zeit einplanen, die im Bergführer angegeben ist.

5. Ein paar Tricks wirken Wunder

Wenn die Kinder noch etwas kleiner sind, klappt es glücklicherweise noch, den Nachwuchs etwas auszutricksen. Das funktioniert sehr gut mit Sätzen wie „nur noch eine Kurve“ oder „da vorne habe ich schon die Hütte gesehen“. Wer seinem Kind auf der Anreise Heidi-Hörspiele vorgespielt hat, kann daraus auch ein Spiel machen und in verlassenen Hütten Heidi suchen. Werden die Kinder dann größer und bekommen ein Gefühl dafür, dass eine Kurve zu erwandern unmöglich zwei Stunden dauern kann, funktioniert diese Taktik leider nicht mehr.

Weiterführende Informationen zum Wandern mit Kind

Eigentlich ist Wandern mit Kindern in jedem Alter möglich, es kommt eben nur auf die Umstände an. Selbst mit einem Baby können leichte Touren unternommen werden, entweder mit einem Tragetuch oder einem Kinderwagen. Können die Kleinen dann später schon selber laufen, schaffen aber noch keine großen Strecken und werden schnell müde, können eine Eltern eine Kraxe mitnehmen und die Kleinen bei Erschöpfung tragen. Es ist es entscheidend, nie zu anspruchsvolle Touren zu wählen, da Kinder schneller ermüden. Werden später schon längere Strecken gegangen, sind gut sitzende Wanderschuhe für Kinderfüße unerlässlich.

Urlaub in den Bergen