Route des Grandes Alpes: quer durch die französischen Alpen

Route des Grandes Alpes: quer durch die französischen Alpen

18 September 2019

von: Sarah in Allgemein

Die Route des Grandes Alpes ist eine prächtige Strecke, die durch die französischen Alpen verläuft. Der 720 Kilometer lange Weg führt von Thonon-les-Bains vom Genfersee bis nach Nizza am Mittelmeer. Unterwegs zeigt sich unvergleichliche Natur und es werden 16 Alpenpässe passiert. Die Route des Grandes Alpes ist beliebt bei Motorrad- und Autofahrern, kann aber auch von Rennradfahrern genutzt werden.

Die Geschichte der Route des Grandes Alpes

Im 18. Jahrhundert begann man mit dem Anlegen eines Weges durch die französischen Alpen. Dieser Plan bildete eine Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung und auch abgelegene Gebiete wurden so besser zugänglich. Am Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich der „Touring Club de France“ für bessere Straßen und Beschilderung ein. Im Jahr 1911 fuhren die ersten Busse über die Route des Grandes Alpes, zumindest über Teilstücke. Mit der Eröffnung der Col de l'Iseran in 1937 wurde es möglich, die komplette Route durch die französischen Alpen zu fahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Route stets beliebter, da immer mehr Menschen über ein Auto verfügten.

Tag 1: Vom Genfersee nach Tarentaise

Wer die Route des Grandes Alpes mit dem Auto oder dem Motorrad fahren will, sollte dafür 4 Tage einplanen. Am ersten Tag geht es los von Thonon-les-Bains nach Bourg Saint Maurice im Tarentaise Tal. Unterwegs passieren Fahrer das Massiv des Aravis und Beaufortain. Die Route ist 184 Kilometer lang und überwindet 5.200 Höhenmeter.

Tag 2: Bourg Saint Maurice nach Briançon

An diesem Tag sind reichlich Pässe zu überwinden, so etwa der höchste verhärtete Bergpass Europas, der Col de l'Iseran (2.770 m). Anschließend geht es dann hinunter ins Maurienne Tal und wieder hinauf über den Col de Galibier nach Briançon/Serre-Chevalier. Die Route ist 191 Kilometer lang und überwindet 4.941 Meter Höhenunterschied.

Tag 3: Briançon zum Nationalpark Mercantour

Von Briançon geht die Fahrt über den überwältigenden Col de l'Izoard und danach hinunter in den Naturpark Queyras. Über den Col de Vars erreichen Fahrer Barcelonnette, wo noch mehr wunderschöne Natur wartet. Der Col de la Cayolle geht quer durch den Naturpark Mercantour. Dieser Tag endet in Saint Sauveur De Tinée. Die Route ist 199 Kilometer lang und überwindet 5.040 Höhenmeter.

 Die beeindruckende Landschaft am Col d'Izoard (Foto: © Fotolia)

Tag 4: Nationalpark Mercantour ans Mittelmeer

Die meisten Höhenmeter sind jetzt geschafft und auch an der Landschaft ist deutlich erkennbar, dass es jetzt südlicher wird. Burgen, traditionelle Dörfer und Wintersportorte liegen nun am Weg. Ab Sospel glauben sich Fahrer schon fast an der Côte d'Azur und in Menton wird es fast unmöglich, nicht eben kurz ins Meer zu springen. Nur noch etwas Geduld, denn es fehlt nur noch das letzte Stück bis Nizza. Dieser Tag endet in Saint Sauveur De Tinée. Die Route ist 130 Kilometer lang und überwindet 3.308 Höhenmeter.

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Die Route des Grandes Alpes per Rad

Wer vor hat, die Route des Grandes Alpes per Fahrrad zurückzulegen, sollte dafür 8 Tage einrechnen. Dabei werden dann 85 Kilometer pro Tag zurückgelegt. Ein ausgiebiges Training vorher ist unerlässlich und Radfahrer sollten nicht nur die Distanz im Auge behalten, sondern unbedingt auch die Herausforderung des Höhenunterschieds. Wichtig ist auch, darauf zu achten, wann die Bergpässe geöffnet werden. Der beste Zeitraum, um die Route des Grandes Alpes mit dem Rad zu fahren, ist Mitte Juni bis Mitte Juli, denn dann ist das Wetter gut und die Tage sind lang. Wegen Unterkünften müssen sich Radfahrer keine Sorgen machen, denn es gibt zahlreiche Hotels und Campingplätze in den Tälern. Wer die Tour durch die französischen Alpen erfolgreich mit dem Rad zurückgelegt hat, erhält am Ende die Urkunde Borne d’Or.

Informationen Route des Grandes Alpes

  • Länge: 720 km (Thonon – Nizza)
  • Höhenmeter: 16.000
  • Geöffnet: Juni bis Oktober (siehe Webseite für die geöffneten Bergpässe)
  • Transportmittel: Auto (ohne Wohnanhänger), Campingwagen, Motorrad oder Fahrrad
  • Route: Nord-Süd oder Süd-Nord
  • Extra: Nur für erfahrene Fahrer geeignet
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