5 gute Gründe mit Zelt zu wandern

5 gute Gründe mit Zelt zu wandern

28. Oktober 2018

von: Lena in Reisetipps

Besonders im Sommer gibt es unzählige Gründe, warum eine Wanderung mit Zelt gleich doppelt so viel Spaß macht. Sie kennen das bestimmt, man ist unterwegs und die Tour ist einfach wunderschön. Doch man muss abbrechen, denn schließlich sind es noch einige Kilometer bis ins Hotel oder die Pension. Wie genial wäre es aber, wenn man ein kleines Zelt und Schlafsäcke dabei hätte, um sein Nachtlager direkt an Ort und Stelle aufzuschlagen? Nicht in allen Ländern ist es erlaubt, geduldet wird es aber vielerorts. Das Wichtigste ist natürlich, dass man keinen Müll zurücklässt oder etwas kaputt macht. Die Natur sollte man immer so belassen, wie man sie vorgefunden hat. IndenBergen hat für Sie gleich 5 Gründe gesammelt, die das Wandern mit Zelt zu einem Vergnügen machen.

1. Kein Buchungszwang – man hat seine eigene Unterkunft dabei

Wie wäre es, mal keine 2 Stunden vor dem Computer verbringen zu müssen, um ein Hotel, eine Pension oder ein Campingplatz zu suchen? Genau, das wäre fabelhaft. Wenn man mit Zelt unterwegs ist, ist man sein eigener Herr. Ganz unabhängig von Öffnungszeiten, kann man losgehen, ankommen, pausieren und sogar um 14 Uhr zu Abend essen. Man hat ja auf dem Rücken alles dabei, was man so braucht. Nicht nur das Zelt zum Schlafen, sondern auch den Campingkocher und Vorräte. Wer nicht auf Gasthöfe angewiesen ist, kann außerdem zu jeder Jahreszeit wandern. Selbst in den überbuchten Sommerferien muss man keine Sorge mehr haben, die Nacht im Freien zu verbringen.

2. Entspannung pur – Null Ablenkung

Oft merken wir gar nicht, wie reizüberflutet wir in Wirklichkeit sind. Das kleine Stand-By-Licht am Fernseher, der Verkehr der am offenen Fenster vorbeirauscht und die rot, gelb und grünen Ampelanlagen. In der Wildnis hingegen, gibt es kaum etwas, das blitzt und blinkt. Zwar hört man Vögel zwitschern, die Tiere im Wald oder den einen oder anderen Schnarcher von Weggefährten, aber im Großen und Ganzen steigt die innere Ruhe von Tag zu Tag. Die Reizarmut führt dazu, dass wir entschleunigen und ganz im Hier und Jetzt ankommen. Je länger man dabei unterwegs ist, umso besser. Nach 14 Tagen fühlt sich die Zivilisation auch nicht mehr ganz so schlimm an.

3. Schritt für Schritt eine Erleichterung

Im Rucksack landen bei Zelttouren nicht nur Tagesproviant und eine Regenjacke, sondern auch Zelt, Isomatte, Schlafsack, Gaskocher und meistens sogar Essen für mehrere Tage. Das kann schon mal ganz schön schwer werden und das Gewicht des Rucksacks fast untragbar machen. Doch, wer seinen Proviant fleißig aufisst, seine Gaskartusche zum Kochen einsetzt, der hat Tag für Tag weniger Gepäck zu tragen. Die Kilos purzeln dabei meist nicht nur am Rucksack, sondern auch das eigene Körpergewicht passt sich dessen eines Tourenwanderer an. Je länger die Tour geht, umso beschwingter läuft man also. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, auf die leichtesten Ausrüstungsgegenstände zu setzen, die der Handel zu bieten hat.

4. Natur pur – ohne Kompromisse

Beim Wandern oder Trekken mit Zelt, hat man oft keine Wahl: es kann regnen, stürmen oder schneien. Weiterlaufen muss man trotzdem. Zumindest soweit, bis man einen sicheren Stellplatz gefunden hat. Das muss aber nichts Negatives sein – vielmehr ist es eine wunderbare Art, sich ganz mit und in der Natur zu bewegen. Man erlebt das Wechselspiel der Elemente hautnah. Dazu zählen auch die Beobachtung von seltenen Tieren oder auch Naturschauspielen. Man sieht wohl nirgendwo sonst so viele Sternschnuppen wie beim Zelten und auch der Röhren der Elche ist hier besonders gut zu hören.

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5. Die Qual der Wahl – frei sein

Wirklich frei ist der, der innerhalb von Minuten entscheiden kann, wo er übernachten und sein Zelt aufschlagen will. Dabei zählen nicht die vorher gelaufenen Kilometer oder ob es erst 14 Uhr ist – es zählt einzig und allein der Wille, an diesem wunderschönen Platz zu zelten. Die Freiheit hat man vor allem in skandinavischen Ländern, in denen wildes Zelten erlaubt ist. Zelt oder Biwak bedeutet in aller Regel eine Nacht im 1000-Sterne-Hotel. Wenn man zusätzlich nicht von einer Wasser- und Proviantversorgung abhängig ist, kann es ein höheres Gefühl von Freiheit kaum geben. Wann packen Sie ihren Rucksack?

Weiterführende Informationen zum Wildcampen

Wem es nach Natur und Ursprünglichkeit dürstet, der sollte sich besonders in Europa über die Rechtslage in puncto Wildcampen informieren. Komplett erlaubt unter freiem Himmel zu schlafen, ist es in Europa nur in den skandinavischen Ländern Schweden, Finnland und Norwegen. In Holland, Belgien und Dänemark ist das wilde Zelten verboten, jedoch kommen diese Länder mit einigen ausgewiesenen, kostenlosen Plätzen den Naturliebhabern entgegen. Generell gilt jedoch in den meisten europäischen Ländern ein sehr moderater Umgang mit Wild-Camping – bevor es Bußgeld kostet, wird man meist einfach gebeten umzusiedeln.

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