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Rettungshubschrauber
© Unsplash / Niklas Bischop

Die Bergrettung hat während der Wandersaison viel zu tun. An stark frequentierten Tagen in der Hochsaison müssen sie mehrfach ausrücken, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Ein unglücklicher Ausrutscher ist schließlich schnell passiert, und auch von schlechtem Wetter kann man leicht überrascht werden. Zudem gibt es in den vergangenen Jahren immer häufiger unbedachte BergtouristInnen, die sich selbst und die Bergrettung in gefährliche Situationen bringen. Aber wer kommt eigentlich für die Kosten auf, wenn die Bergrettung ausrücken muss?

Kurz zusammengefasst

  • Bei einem Notfall in den Bergen kann über die alpine Notrufnummer 140 oder die allgemeine 112 Hilfe angefordert werden. Je nach Lage werden oft Helikopter und lokale Bergrettung gemeinsam eingesetzt.
  • Die lokalen Bergretter arbeiten in der Regel ehrenamtlich und versuchen trotz schwieriger Bedingungen, die Risiken für sich selbst möglichst gering zu halten.
  • Für jede Bergrettung fallen Kosten an. Die Rechnung hängt von Aufwand, Region und Einsatzart ab. Mit einer passenden Reiseversicherung, die Bergsport einschließt, sind diese Kosten in der Regel abgedeckt.

Eine Notrufmeldung absetzen

Wenn du oder ein Mitglied deiner Gruppe während der Tour in den Bergen nicht mehr weiterkommt, setzt ihr einen Notruf ab. Das kann bei einer Verletzung der Fall sein, aber auch bei akuten gesundheitlichen Problemen. Bist du unverletzt, kannst aber weder vor- noch zurück, hast du ebenfalls die Möglichkeit, den Rettungsdienst anzufordern. Solche Situationen treten bei schlechtem Wetter, Dunkelheit oder Angst auf. Wenn du in Not bist, rufe die alpine Notrufnummer 140 oder die allgemeine Notrufnummer 112 an.

Hubschrauber vs. lokaler Rettungsdienst

Auf Grundlage der von dir übermittelten Informationen, wie etwa dem Standort und der Anzahl der betroffenen Personen, wird entschieden, auf welche Weise die Bergrettung zum Einsatz kommt. Oft wird sowohl ein Rettungshubschrauber als auch der örtliche Rettungsdienst eingesetzt, damit genügend HelferInnen vor Ort sind. Der große Unterschied zwischen beiden Diensten ist, dass der örtliche Bergrettungsdienst auf freiwilliger Basis arbeitet. Falls es sich um Vorsatz oder Todesfälle handelt, kommt auch die Alpinpolizei zum Einsatz.

Rettungshubschrauber in den Bergen
© Unsplash / Tim Dennert

Risiken minimieren

Durch ihren Einsatz bringen sich die BergretterInnen ebenfalls in gefährliche Situationen. Dank Ausbildung, Erfahrung, körperlicher Fitness und einer strategischen Vorgehensweise wissen sie die jedoch, wie sie die Risiken minimieren. Sollte die Lage vor Ort einen Einsatz nicht zulassen, wird die Rettungsaktion verschoben oder abgebrochen. Wenn du in Not bist, darfst du natürlich darauf hoffen, gerettet zu werden, aber eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie.

Wer bekommt die Rechnung?

Für jeden Rettungseinsatz, wer ihn auch immer durchführt, muss bezahlt werden. Wie hoch die Kosten sind, hängt von den damit verbundenen Einsätzen ab. Allerdings kann es je nach Region und Art des Rettungsdienstes Unterschiede geben. So ist der Schweizer Luftrettungsdienst Rega deutlich teurer als der deutsche Rettungsdienst, der unter dem Deutschen Roten Kreuz organisiert ist. Wenn du eine gute Reiseversicherung hast, die besondere Sportarten (darunter Bergsport) abdeckt, musst du dir über die Kosten keine Sorgen machen. Es ist in jedem Fall sinnvoll, vor der Abreise die Bedingungen deiner Versicherung noch einmal zu prüfen.

  • Für einen Rettungseinsatz in den Bergen erhältst du eine Rechnung, unabhängig davon, wie und von wem die Operation durchgeführt wurde und in welchem Zustand du dich befindest.
  • Bist du korrekt versichert, sind die Kosten abgedeckt.
  • Auch wenn der Bergrettungsdienst personell an der Grenze ist, werden sie alles tun, um dich zu retten. Dabei minimieren sie die Risiken für sich selbst.
  • Nachlässigkeit wird von Rettungskräften nicht beurteilt, das ist Sache der Versicherungsunternehmen.

Tipps, um sicher in den Bergen unterwegs zu sein

Wer in den Bergen unterwegs ist, sollte Sicherheit immer an erste Stelle setzen. Gute Vorbereitung, die richtige Ausrüstung und ein wachsames Auge auf Wetter und Gelände helfen, Risiken zu minimieren und die Tour entspannt genießen zu können.

  • Tour gut planen: Informiere dich vorab über die Strecke, Schwierigkeit, Wetterbedingungen und die geschätzte Dauer. Plane immer eine Route, die deinem Können entspricht.
  • Passende Ausrüstung: Trage festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung in Schichten und einen Rucksack mit Wasser, Snacks, Sonnencreme, Hut und einer kleinen Erste-Hilfe-Ausrüstung. Wanderstöcke können auf unebenem Gelände nützlich sein.
  • Wetter beobachten: Das Wetter in den Bergen kann schnell umschlagen. Prüfe Vorhersagen regelmäßig und sei bereit, Touren abzukürzen oder zu verschieben.
  • Orientierung behalten: Karte, Kompass oder GPS sollten immer griffbereit sein. Verlasse dich nicht ausschließlich auf dein Smartphone, da der Empfang in den Bergen oft eingeschränkt ist.
  • Pausen und Tempo: Passe dein Tempo deinem Fitnesslevel an und lege regelmäßig Pausen ein, um Energie zu sparen und die Umgebung zu genießen.
  • Sicherheit in der Gruppe: Gehe möglichst nicht allein wandern. Informiere jemanden über deine Route und geplante Rückkehrzeit.
  • Risiken minimieren: Bleibe auf markierten Wegen, achte auf Warnschilder und respektiere Natur und Tiere.
  • Notfallnummern kennen: Speichere alpine Notrufnummern wie 140 (Alpenrettung) oder 112 (allgemeiner Notruf) griffbereit, falls ein Unfall passiert.
Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.