In den Alpen gibt es Hunderte von Höhlen. Einige sind bereits erforscht, viele noch unentdeckt. In einer Höhle zu wandern ist spannend und spektakulär. Es gibt so viel Schönes zu sehen. Im besten Fall ist man zusammen mit einem Guide unterwegs und erfährt so noch mehr Wissenswertes über die Höhle. In diesem Blog haben wir die 10 schönsten Höhlen der Alpen aufgelistet. Welche davon hast du schon besucht?
Kurz zusammengefasst
- Höhlenarten: Eishöhlen, Tropfsteinhöhlen
- Orte: Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich.
- Aktivitäten: Höhlenwanderung, Höhlenforschung, Höhlenbeleuchtung.
- Beste Besuchszeit: Mai bis Oktober, je nach Lage.
1. Lamprechtshöhle – St. Martin bei Lofer, Österreich
Die Lamprechtshöhle ist mit einer Länge von 56 Kilometern eine der längsten Höhlen Europas. Von diesen 56 Kilometern ist etwa 1 Kilometer für BesucherInnen zugänglich. Die Wanderung dauert 1,5 Stunden und findet gemeinsam mit einem Guide statt. Tipp: Kombiniere einen Besuch in der Höhle mit einem Besuch der Seisenbergklamm und der Vorderkaserklamm.
2. Hundalm-Eis- und Tropfsteinhöhle – Angerberg/Mariastein, Österreich
Auf 1.520 Metern Höhe, auf der Hundalm, direkt oberhalb von Angerberg/Mariastein, liegt eine besondere Höhle. Denn dort begegnet man einer Kombination aus Eis und Tropfstein. Gemeinsam mit einem Führer begibst du dich auf Entdeckungstour in der Hundalm-Eis- und Tropfsteinhöhle. Über gut gesicherte Treppen und eine schmale Schlucht wanderst du in die Höhle hinein. Der Guide kann dir anschließend alles über die Höhle und ihre Entstehung erzählen. Zieh dich warm an, denn selbst im Sommer herrschen dort rund 0 Grad!
3. Lac Souterrain – St. Leonard, Schweiz
Eine der außergewöhnlichsten Höhlen der Alpen ist der Lac Souterrain im Schweizer Kanton Wallis. In dieser Höhle befindet sich nämlich der größte befahrbare unterirdische See Europas. Aufgrund seiner Länge von etwa 300 Metern und einer Breite von 20 Metern wird dieses unterirdische Gewässer als besonderes Naturphänomen bezeichnet. Das Wasser ist kristallklar und voller Forellen. Mit einem Boot kannst du eine Fahrt über den See machen und die Höhle entdecken.
4. Eisriesenwelt – Werfen, Österreich
Die Eisriesenwelt ist mit einer Länge von über 40 Kilometern die größte Eishöhle der Welt. Die Höhle entstand vor Millionen von Jahren, wurde aber erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Im Inneren der Höhle erwartet dich ein beeindruckendes Zusammenspiel aus Licht und Eis. Da das Eis ständig schmilzt und wieder gefriert, entstehen die außergewöhnlichsten Eisskulpturen. Gemeinsam mit einem Guide darfst du die Höhle betreten. Zieh dich warm an, denn in der Höhle ist es sehr kalt!
Eisriesenwelt in Bildern
5. La Grotte aux Fées – St. Maurice, Schweiz
La Grotte aux Fées, auch als Feengrotte bekannt, liegt im Schweizer Kanton Wallis, ganz in der Nähe der französischen Grenze. Die Höhle ist über einen halben Kilometer tief und beginnt bei einer Engstelle der Rhône. Die gesamten 500 Meter lassen sich gut zu Fuß auf einem Holzsteg erkunden. Bewundere die Feenquelle und besichtige den unterirdischen See mit dem 50 Meter hohen Wasserfall.
6. Spannagelhöhle – Hintertux, Österreich
Bei einem Besuch des Hintertuxer Gletschers darf die Spannagelhöhle auf keinen Fall ausgelassen werden. Die Spannagelhöhle ist die höchstgelegene Höhle Europas und hat eine Länge von 12,5 Kilometern. Mit einer Führung kannst du etwa 500 Meter der Höhle entdecken. Auf Wunsch ist es möglich, die Tour zu verlängern. Die Führung dauert etwa eine Stunde und führt dich an Tropfsteinen und Gletscherspalten vorbei.
7. Grotte et Cascade de Seythenex – Seythenex, Frankreich
Die Grotte et Cascade de Seythenex liegt in der Haute-Savoie, in der Nähe des Sees von Annecy. Die Grotte et Cascade de Seythenex ist einen Kilometer tief, davon sind etwa 250 Meter begehbar. Gemeinsam mit einem Führer kannst du die Höhle während einer 40-minütigen Führung entdecken. In der Nähe der Höhle findest du außerdem einen spektakulären Wasserfall.
8. La Grotte de Choranche – Choranche, Frankreich
La Grotte de Choranche gehört zweifellos zu den schönsten Höhlen Frankreichs. Seit 2000 ist die Höhle in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Beeindruckende Felsformationen, lange und sehr dünne Stalaktiten, ein kristallklarer unterirdischer See und uralte Gesteine prägen die Höhle. Gemeinsam mit einem Guide kannst du La Grotte de Choranche von innen besichtigen. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde.
Sieh dir das Video von La Grotte de Choranche an
9. Grottes de l’Orbe – Vallorbe, Schweiz
Im Kanton Waadt, ganz in der Nähe der französischen Grenze, und des Lac de Joux, liegt die Grottes de l’Orbe. Diese besondere Tropfsteinhöhle ist beeindruckend anzusehen. Stalagmiten und Stalaktiten wechseln sich ab. Die Grottes de l’Orbe entstand einst durch den Fluss Orbe. Während einer Führung folgst du diesem Verlauf. Dort, wo man die Höhle früher nur tauchend betreten konnte, gehst du heute durch angelegte Gänge ohne Wasser.
10. Le Grotte di Pradis – Clauzetto, Italien
Mitten in den Karnischen Alpen liegt das Plateau von Pradis. In diesem Stück rauer, unberührter Natur befindet sich Le Grotte di Pradis. Ein besonderes Stück Natur und Geschichte, in dem sogar Spuren aus der Vorgeschichte gefunden wurden. Bei einem Spaziergang kannst du die Höhle von innen besichtigen. Tipp: Wenn du mehr über die Vergangenheit erfahren möchtest, besuche das Museo della Grotta. Dort werden allerlei Ausgrabungsfunde aus der Höhle ausgestellt.
Die beste Zeit, um eine Höhle in den Alpen zu besuchen
Die ideale Zeit für einen Besuch in einer Höhle in den Alpen ist von Mai bis Oktober, da das Wetter dann im Allgemeinen milder ist und die meisten Höhlen gut zugänglich sind. Im Winter sind einige Höhlen aufgrund von Schnee und vereisten Wegen schwer erreichbar.