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Gesause
© Nationalpark Gesäuse, Stefan Leitner
  • Die Universität des Bergsteigens
  • Wilde Natur wird für alle Besucher erlebbar gemacht
  • Neben Wandern und Radfahren wird Raften ein Must-Do

Gesäuse ist ein Gebiet in der Steiermark, das weniger mit Bekanntheit punktet, dafür mit unberührter Natur, steilen Kalksteinformationen und den wilden Wassern der Enns seine Besucher begeistert. Hier trifft der Nationalpark Gesäuse auf den geschichtsträchtigen Natur- und Geopark Steierische Eisenwurzen. Besonders sehenswert ist hier der smaragdgrüne Fluss Salza, der sich durch das Naturgebiet schlängelt. Die natürliche Umgebung stellt für Bergliebhaber ein wahres Kleinod dar, das es wert ist auf eigene Faust, oder innerhalb von geführten Touren entdeckt zu werden.

Gesäuse wird in Österreich auch die Universität des Bergsteigens genannt. Die hiesigen, teils sehr steilen Felsformationen, bieten eine echte Herausforderung für Alpinisten. Dennoch gibt es auch für etwas weniger erfahrene Wanderer und Kletterer passende Routen. Für Kulturliebhaber bietet sich das prächtige Benediktinerkloster Admont aus dem Jahr 1074 an, um einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Die Flussläufe der Enns und der Salza bieten einen spannenden Spielplatz für allerlei Wasseraktivitäten. Davon stammt auch der Name der Region – Gseis, was so viel wie sprudeln oder rauschen bedeutet.

Nationalpark Gesäuse und Weidendom LabyrinthNationalpark Gesäuse. Vorne rechts das Weidendom Hecken-Labyrinth (Foto: © Nationalpark Gesäuse, Stefan Leitner)

Sehenswerte Urlaubsdörfer in Gesäuse

Admont ist die größte Gemeinde in Gesäuse und liegt auf 640 m. Das Stift Admont – eines der ältesten Benediktinerkloster Österreichs – beheimatet die größte Klosterbibliothek der Welt mit sage und schreibe 200.000 Buchbänden. Das barocke Gebäude wird in manchen Quellen sogar als achtes Weltwunder beschrieben. Admont liegt mitten in den Ennstaler Alpen und dient auch als Startpunkt für Touren in den Nationalpark Gesäuse. Hier finden Entdecker auch ein Informationszentrum. Außerdem ist Admont einer der Etappenpunkte der Route „Vom Gletscher zum Wein“. Ein anderes Dorf heißt Johnsbach und präsentiert sich als gemütliches Bergsteigeridyll in Nähe der Odelsteinhöhle – ein besonderer und mystischer Ort in den Farben grün, rot und gelb. Das kommt durch all die Metalle, die in der Grotte das Gestein durchziehen. Dieses Farbenspiel erlebt man am besten auf einer geführten Tour. Andere sehenswerte Ortschaften in Gesäuse sind Altenmarkt bei St. Gallen, Ardning, Landl, Selzthal, St. Gallen und Hall.

Burg bei St. Gallen in GesäuseBurg bei St. Gallen (Foto: © Nationalpark Gesäuse, Stefan Leitner)

Nationalpark Gesäuse: Wild und schön

Der Nationalpark Gesäuse besteht seit dem Jahr 2002 und umfasst 11.000 Hektar Land und die Bergmassive Buchsteinstock und die Hochtor-Gruppe. Die Ziele, die man im Nationalpark verfolgt, liegen nicht nur in der Konservierung und dem Naturschutz, sondern auch in Erholung, Ausbildung und Forschung. Letztere wird in der Untersuchungsstation WillowDome betrieben. Der Fluss Enns hat innerhalb von Millionen von Jahren steile und schroffe Felswände geformt, die sich auf bis zu 1.800 m auftürmen. Er fließt durch ein 16 km langes Tal und legt dabei auch 150 Höhenmeter zurück, was ihn an bestimmten Tagen zu einem reißenden Strom machen kann. Neben den Wildwasser-Abenteuern bieten die hiesigen Kalksteinberge, die tiefen Wälder, gemütliche Almen und Berghütten ein erwanderbares Gesamtkunstwerk von Mutter Natur. In Gstatterboden finden Sommergäste einen Informationspavillon mit wechselnden Ausstellungen und einem Restaurant.

Naturpark Steierische Eisenwurzen und UNESCO Geopark

Der Naturpark Steierische Eisenwurzen beherbergt nicht nur dichte Wälder und hohe Berge, sondern auch weitere Besonderheiten. Sehenswert sind vor allem die Kraushöhle, die Wasserlochschlucht und der smaragdgrüne Fluss Salza. Einen hohen Stellenwert besitzt auch das Gams Geodorf Village. Das Dorf befindet sich mitten im UNESCO Geopark, der durch seine geologisch reiche Zusammensetzung zum Naturdenkmal avancierte.

Fluss Enns zwischen Kalksteinwänden im Nationalpark GesäuseHohe Kalkwände im Nationalpark Gesäuse (Foto: © Steiermark Tourismus, Popp-Hackner)

Wandern in Gesäuse

In Gesäuse finden Wanderer ein 500 km langes Netz an Wanderpfaden vor. Die meisten davon führen durch tiefgrüne Wälder, auf urige Almen und hohe Bergspitzen. Zwischendurch finden Wanderer immer wieder bewirtschaftete Berghütten, die zu einer kleinen Rast einladen und wo man die Energiereserven mit einer leckeren Mahlzeit wieder auffüllen kann. Von mehrtägigen Touren von Hütte zu Hütte, bis zu gemütlichen, kleinen Tagesausflügen kann hier alles unternommen werden. Die interessantesten Wanderungen sind:
- Der Rauchbodenweg, eine herrliche Wanderung für Familien im Tal entlang den Ufern der Enns, gespickt mit erfrischenden Aussichten auf Berge und wilde Wasser-Der Geopad Trail in Gams, eine Art Naturlehrpfad, auf dem Wanderer auf fünf Kilometern Wanderstrecke alles Wissenswerte über die 250 Millionen alte Geologie der Region erfahren-Der Johnsbacher Hüttenrundgang, diese Tagestour führt Wanderer durch die beeindruckende Teufelsklammschlucht von Hütte zu Hütte. Eine tolle Tour für Familien.-Der Gesäuse Hüttenrundgang ist eine Mehrtagestour von Hütte zu Hütte, auf der man innerhalb von circa acht Stunden reiner Wanderzeit den kompletten Nationalpark durchquert.

 

UNESCO Geopark bij GamsNothklamm in Gams im Unesco Geopark (Foto: © Nationalpark Gesäuse, Stefan Leitner)

Radtouren in Gesäuse

Für Fahrradfahrer gibt es natürlich auch zahllose Möglichkeiten um den Nationalpark zu erkunden, aber eine Route ist besonders populär, nämlich der Ennsradweg, der am gleichnamigen Fluss entlangläuft. Der gekennzeichnete Radweg beginnt in Admont und endet in Weyer. Alternative Routen sind der Rauchbodenweg und der Ennsbodenweg.Auch Mountainbiken wird in Gesäuse immer beliebter. Bekannte Ausflugsziele für einen Tag sind die Ardning Alm oder die Klinke Hütte. Letztere ist sogar das ganze Jahr über geöffnet.
Die Buchsteintour ist für all diejenigen, die lieber mehrere Tage mit dem Mountainbike unterwegs sind. Sie führt durch den gesamten Nationalpark Gesäuse.

Weitere Tipps

- Einmal im wilden Wasser der Enns Raften
- Einen der zahllosen Klettersteige bezwingen
- Der Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“ folgen
- Den Weidendom besuchen und im Heckenlabyrinth verloren gehen
- Im Wassererlebnispark bei St. Gallen entspannen und plantschen (auch bei Schlechtwetter besonders zu empfehlen)