Sterne schauen in Österreich: Das sind die fünf besten Plätze

 © Nationalpark Gesäuse, Rudi Dobesberger 
Sterne schauen in Österreich: Das sind die fünf besten Plätze

4 September 2019

von: Sarah in Reisetipps

Berglandschaften sind ja für Wanderer zu jeder Jahreszeit wunderschön. Aber eigentlich nicht nur zu jeder Jahreszeit, sondern auch zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ja, selbst in den dunkelsten Stunden, wenn alles schläft, können die Berge traumhaft schön sein, wenn ihre verschneiten Gipfel geisterhaft in der Dunkelheit leuchten. Besonders beeindruckend wird das Erlebnis dann, wenn auch noch ein imposanter Sternenhimmel hinzukommt. Auch wenn das heutzutage mit dem vielen künstlichen Licht gar nicht mehr so einfach ist. IndenBergen.de stellt die Orte in Österreich vor, die perfekt sind für Sternengucker.

1. Nationalpark Gesäuse

Eine europaweite unvergleichliche Möglichkeit, einen wunderschönen Nachthimmel mit Sternenbildern zu erleben, bietet der Nationalpark Gesäuse, der sich in der Steiermark über die Orte Admont, Johnsbach, Weng, Hieflau, Landl und St. Gallen erstreckt. Johnsbach wurde als der dunkelste Ort Österreichs gemessen, mit der niedrigsten Lichtverschmutzung, sodass Wanderer hier sogar die wunderschöne Milchstraße mit bloßem Auge erkennen können. In dem Nationalpark werden auch thematische Exkursionen angeboten.

Im Nationalpark Gesäuse ergeben sich tiefe Blicke ins Universum (Foto: @ Nationalpark Gesäuse, Rudi Dobesberger)

2. Lungau im Salzburger Land

Bei Wanderern, Langzeitfotografen und Romantikern ist die Region Lungau im Süden des Salzburger Landes gleichermaßen beliebt, denn sie gehört zu den am wenigsten lichtverschmutzten Regionen Europas. Dies liegt vornehmlich an der Höhe der Berge und der Tatsache, dass die Orte sehr klein sind, wodurch wenige künstliche Lichtquellen gegeben sind. Wer genauer wissen möchte, was er sich da eigentlich ansieht, der kann eine Wanderung auf dem Planetenlehrpfad von Tamsweg entlang der Taurach bis St. Andrä machen.

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3. Lichtschutzgebiet Dürrenstein

Neben Naturschutzgebieten gibt es in den Bergen mittlerweile auch Lichtschutzgebiete, so zum Beispiel das Lichtschutzgebiet Dürrenstein im gleichnamigen Wildnisgebiet. Dort finden Wanderer nicht nur den größten Urwald Mitteleuropas, sondern können in der Nacht auch 700 Sterne mit bloßem Auge erkennen. Weiter sehen Wanderer die Milchstraße und das Zodiakallicht, aber auch den sogenannten Gegenschein, der als ein absolutes Phänomen gilt. Diesen zu sehen ist, als würde man eine ausgestorben geglaubte Tierart wiederentdecken.

Auch am Tag ist das Wildnisgebiet Dürrenstein ein echter Hinkucker (Foto: @ Wildnisgebiet Dürrenstein, Werner Gamerith)

4. Sternenweg Großmugl

Nur 30 Minuten von Wien entfernt befindet sich der Sternenweg Großmugl im Weinviertel. Dort können Wanderer mehr über Tausende funkelnde Sterne, die Milchstraße, Sternschnuppen, die Internationale Raumstation, der Mond und die Planeten erfahren. Der Weg ist für Jung und Alt geeignet und Infotafeln beschreiben, welche Phänomene Wanderer am Himmel sehen. Der Wanderweg ist knapp 1,5 Kilometer lang.

5. Alpenhof mit Feriensternwarte

Für Wanderer, die den Sternen gerne mehr als einmal nahe sein möchte, am liebsten einen ganzen Wanderurlaub lang, ist der Sattleggers Alpenhof auf der Emberger Alm in Kärnten ideal. Dort auf 1.800 Metern Höhe gibt es sogar eine Feriensternwarte. Gäste können dort auch regelmäßig an Sternwanderungen teilnehmen. Wer möchte, kann auch sein eigenes Teleskop mitbringen und es in der Nacht auf dem weitläufigen Gelände des Alpenhofs aufstellen. Zudem gibt es noch eine wetterfeste Sternhütte mit Abrolldach, ein spätes Frühstück für Astronomen, warme Getränke für die Nacht, herrliche, dunkle Nächte, kein Fremdlicht und wenig Wind.

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