Die 5 schönsten Hüttentouren für Wanderer in den Alpen

Die 5 schönsten Hüttentouren für Wanderer in den Alpen

7. Dezember 2018

von: Lena in Hütten

In den Alpen gibt es tolle Hüttentouren, die sich perfekt für Wanderer und ein langes Wochenende eignen. Egal ob in Deutschland, in Österreich, der Schweiz oder Italien - die Berge locken mit ihrer Ruhe und Kraft auch für einen Kurzurlaub. Das Übernachten fernab vom Tal, in einer urigen Hütte mit leckerem Essen, das stetige Laufen und die körperliche Betätigung bringen uns Entspannung wie kaum eine andere Tätigkeit. Noch dazu die überragende Natur, in der die Berghütten oft liegen – schöner kann es an einem arbeitsfreien Wochenende eigentlich kaum werden. IndenBergen hat für Sie 5 Touren zusammengestellt, die besonders schön zu gehen sind.

1. Stuttgarter Hütte – ein Platz an der Sonne

In den Lechtaler Alpen in Österreich liegt die Stuttgarter Hütte. Für Besucher ist sie von Ende Juni bis September geöffnet und bietet neben 20 Betten auch ein Matratzenlager für 50 Personen an. Will man auf die 2.305 Meter hochsteigen, empfiehlt sich der Weg von Zürs über den A.-Endress-Weg. Vor allem die hervorragende Küche macht die Hütte so beliebt für eine Wochenendtour. Von der Stuttgarter Hütte kann man gemächlich auf den Valluga oder den Trittkopf aufsteigen. Wer mehr als nur Tagestouren unternehmen will, kann den Lechtaler Höhenweg oder den Tiroler Adlerweg begehen, die beide an der Hütte beginnen. Besonders schön: Am Abstiegstag über den Valluga nach St. Anton absteigen.


  • Start: Zürs
  • Länge: 4,5 km Dauer: 2 Stunden | Höhenmeter: 1717 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: Juni bis September
  • Gut zu wissen: Bett besser reservieren
  • Ausrüstung: Wanderschuhe, Wanderstöcke, Rucksack
  • Einkehrmöglichkeiten: die Stuttgarter Hütte

2. Prinz-Luitpold-Haus – entspannte Hochtouren

Wer aufs Prinz-Luitpold-Haus aufsteigt, der wird mit viel Ruhe belohnt. Denn die Hütte liegt im Allgäuer Hochkamm auf einer absoluten Premium-Lage. Nur ein halber Tag Anstieg kostet es, bis man völlig in der Stille der Berge versinkt. Gestartet werden kann zum Beispiel am Giebelhaus, von dort sind es noch 3 Stunden zur Hütte. Erfahrene Alpin-Bergsteiger gehen am nächsten Tag auf den 2.592 Meter hohen Hochkogel oder auf die Kreuzspitze. Wer es gemächlicher angehen lassen will, wandert in 4 Stunden zum Edmund-Probst-Haus oder in 5 Stunden zur Landsberger Hütte. Gut bürgerliche Küche und unzählige Klettermöglichkeiten in der Nähe sind nur zwei weitere Vorteile, die das Prinz-Luitpold-Haus für Wochenend-Urlauber bietet.


  • Start: z.B. am Giebelhaus
  • Länge: ca. 7 km Dauer: 3 Stunden | Höhenmeter: 800 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Juni bis September
  • Gut zu wissen: auch im Sommer kann Schnee fallen
  • Ausrüstung: Wanderschuhe, Wanderstöcke, Rucksack
  • Einkehrmöglichkeiten: Prinz-Luitpold-Haus

3. Stüdlhütte – optische Schönheit

Sie erinnert ein wenig an eine Biskuitrolle, die Stüdlhütte in den Hohen Tauern in Österreich. Nach dem Neubau 1990 zählt sie zu den größten und beliebtesten Hütten. Hineingeschmiegt in die Fanatscharte bietet sie einen tollen Ausgangspunkt für Aktive. Von Kals aus kann man durchs Teischnitztal in 5 Stunden aufsteigen. Ist die Basis erreicht, kann man am nächsten Tag auf den Großglockner steigen, Nachbarhütten besuchen oder umliegende Gipfel, wie z.B. den Gramul erklimmen. Typische Tiroler Küche sowie Produkte aus eigenem Anbau zeichnen die umweltverträgliche Hütte besonders aus. Ein Highlight: Die Stüdlhütte verfügt über eine Indoor-Kletterwand. Zurück ins Tal kann man zum Beispiel durch das Ködniztal wandern.


  • Start: Kals
  • Länge: 10 km Dauer: 5 Stunden | Höhenmeter: 1500 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
  • Gut zu wissen: Im Juni geschlossen
  • Ausrüstung: Wanderschuhe, Wanderstöcke, Rucksack
  • Einkehrmöglichkeiten: mehrere

4. Dreizinnenhütte – hoch gelegen, leicht erreichbar

Bei der Lage der Dreizinnenhütte auf 2.405 Metern Höhe, denkt man gar nicht daran, wie leicht sie erreichbar ist. Doch Dolomitenfans können durchs grüne und weite Fischleintal bequem in 6 Stunden zur Hütte aufsteigen. Und das sollte man unbedingt tun, hat man doch von dort einen hervorragenden Blick auf die berühmten Drei Zinnen. Obwohl sich die Hütte auch als Tagesausflug anbietet, lohnt sie sich als Wochenendtour umso mehr. Man kann beispielsweise die Drei Zinnen auf einer 10 km langen Tour umrunden. Oder man steigt über einen Klettersteig zum Toblinger Knoten oder Paternkofel auf. Der Abstieg über das Rifugio Auronzo ist herrlich und ermöglicht erneut eine fabelhafte Tagestour.


  • Start: Fischleintal
  • Länge: 14 Dauer: 6 Stunden | Höhenmeter: 1450 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: Juni bis September
  • Gut zu wissen: unglaubliche Aussicht
  • Ausrüstung: Wanderschuhe, Wanderstöcke, Rucksack
  • Einkehrmöglichkeiten: Dreizinnenhütte

5. Berliner Hütte – Berghütte der ersten Stunde

Bereits fünfmal hat eine Erweiterung der Berliner Hütte stattgefunden, seit 1997 steht sie unter Denkmalschutz. Aufgrund ihrer tollen Lage in den Zillertaler Alpen eignet sie sich hervorragend für Wochenend-Touren. In einer Talsenke, direkt neben einem Bergbach, schmiegt sich die Hütte in die Landschaft ein. Murmeltiere, grasende Haflinger und eine Sonnenterrasse inklusive. Besonders toll ist es, von der Berliner Hütte zu einer benachbarten Hütte in 5-6 Stunden Entfernung zu laufen und Hüttenhopping zu betreiben. Dazu muss man nur in 3 Stunden vom Gasthaus Breitlahner aufsteigen. Wer will, besteigt am gleichen Tag noch das Schönbichler Horn. Auch toll: der Berliner Höhenweg, der 7 Tage lang von Hütte zu Hütte führt.


  • Start: Gasthaus Breitlahner bei Mayrhofen
  • Länge: 8,6 km Dauer: 3 Stunden | Höhenmeter: 800 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: Juni bis September
  • Gut zu wissen: große Zimmerauswahl
  • Ausrüstung: Wanderschuhe, Wanderstöcke, Rucksack
  • Einkehrmöglichkeiten: Berliner Hütte

Weiterführende Informationen zu Hüttenwanderungen

Das Wandern in den Alpen wird immer beliebter und die Hütten müssen sich nicht um Übernachtungsgäste sorgen. Es lohnt sich also immer, ein Zimmer oder Schlafplatz zu reservieren. Unumgänglich ist das Mitführen eines eigenen Hüttenschlafsacks und Hüttenschuhe. Nur so kann und darf man die Schlafgelegenheiten nutzen. Ganz billig ist das Übernachten in den Hütten nicht, dafür zahlt man die Infrastruktur mit. Jeder sollte seinen eigenen Müll wieder mit ins Tal nehmen. Wer am Hüttenwandern Gefallen findet, für den lohnt sich die Mitgliedschaft im Alpenverein. Sektionsmitglieder übernachten deutlich günstiger.

Kommentar schreiben


Urlaub in den Bergen