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Murmeltier beim Fressen

Die Alpen sind geprägt von einer wunderschönen Landschaft, einer bunten Pflanzenwelt und einem (meist) angenehmen Klima – kein Wunder, dass sich in diesem Lebensraum zahlreiche Tiere wohl fühlen. So kommt es vor, dass man bei Wanderungen in den Alpen auf die verschiedensten Tierarten trifft. Manche davon sieht man durchaus häufig, während sich andere so gut wie nie blicken lassen. Entdecke hier 10 Tiere in den Alpen, die du unbedingt kennen solltest.

Kurz zusammengefasst

  • Die Alpen sind Heimat faszinierender Wildtiere, darunter Gämse, Murmeltier, Steinbock, Steinadler, Wolf, Luchs, Bär, Alpensalamander, Alpendohle und Mufflon.
  • Jede Tierart hat ihren eigenen Lebensraum: in felsigen Hochlagen, oberhalb der Baumgrenze in weit verzweigten Bauten oder in Höhlen.
  • Wer aufmerksam und respektvoll unterwegs ist, kann mit etwas Glück beeindruckende Begegnungen erleben.
  • Neben der vielfältigen Tierwelt bietet die Alpenregion auch eine einzigartige Pflanzenwelt mit Klassikern wie Enzian und Edelweiß, die das Naturerlebnis in den Bergen perfekt ergänzen.

1. Gämse

Viele Wanderer sehen in den Bergen Gämsen, die die Felswände hochsteigen, als wäre es das Leichteste der Welt. Mit größter Eleganz springen die Tiere von Fels zu Fels. Sie leben meist oberhalb der Baumgrenze und kommen im gesamten Alpengebiet vor.

2. Wölfe

Wölfe kommen mittlerweile wieder häufiger in den Alpen vor. Von Italien aus haben sich die Tiere erst nach Frankreich ausgebreitet und wurden mittlerweile auch in der Schweiz, in Österreich und im Süden von Deutschland immer öfter gesichtet. Wölfe sind von Natur aus scheu und gehen Menschen im Normalfall aus dem Weg.

Marmot Voeren

3. Murmeltier

Das Murmeltier ist der Liebling vieler Wanderer und wird auch oft in Gruppen gesichtet. Die pelzigen Nager sind oberhalb der Baumgrenze zu Hause (ab 1.500 m) und hausen dort in Höhlen mit unterirdischen Gängen. In den Hohen Tauern gibt es sogar zahme Murmeltiere, die Wanderern aus der Hand fressen.

4. Alpendohle

Manchmal können Wanderer in den Bergen hoch in der Luft einen Schwarm von Vögeln beobachten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es sich dabei um Alpendohlen handelt. Diese Tiere sind eng verwandt mit Alpenkrähen und ausschließlich oberhalb der Baumgrenze zu finden. Mittlerweile haben sich diese Vögel an den Bergtourismus angepasst und fressen Abfall, den Wanderer in der Natur zurücklassen.

Braunbär

5. Bär

In den 1990er Jahren war der Bär in den Alpen beinahe völlig ausgestorben, konnte aber durch erfolgreiche Zucht in Nord-Italien wieder in den Naturraum der Alpen integriert werden. Die Bärenpopulation wächst stets an und mittlerweile werden Bären auch wieder in der Schweiz, in Österreich und in Süddeutschland gesichtet.

6. Steinbock

Der Steinbock ist anhand seiner langen Hörner zu erkennen, die gebogen nach hinten zeigen. Diese Tiere leben in Gruppen noch höher in den Bergen als Gämse. Oberhalb von 2.000 m haben Wanderer die besten Chancen, Steinböcke zu beobachten.

Steinbock

7. Alpensalamander

Der Alpensalamander hat eine schwarze Farbe und kommt im gesamten Alpengebiet vor. Vornehmlich in trockenen Gebieten und in Höhlen kann man das kleine Tier entdecken, wenn man als Wanderer genau hinschaut. Es gibt aber auch einen Alpenwassersalamander, der sich in der Nähe von Gewässern aufhält.

8. Luchs

Früher kam der Luchs in vielen Teilen Europas vor, wurde aber durch den Menschen immer weiter verdrängt. Das katzenhafte Raubtier steht nun unter Naturschutz und der Bestand erholt sich allmählich. In verschiedenen Teilen Deutschland, Frankreichs und in der Schweiz werden immer häufiger Luchse gesichtet.

Luchs
© Pixabay, Bernd Marx

9. Steinadler

Es wird geschätzt, dass etwa 1.300 Steinadler-Brutpaare in den Alpen leben. Der Steinadler braucht offene bis halboffene Landschaften für die Jagd auf seine Beutetiere wie Murmeltier oder Schneehase. In Felswänden errichtet er seinen Horst, um ungestört brüten zu können. Der Steinadler ist mit Fluggeschwindigkeiten von bis zu 125 km/h perfekt an die Jagd im Gebirge angepasst. 

Steinadler
© Pixabay, Manfred Richter

10. Mufflon

Vielleicht klingelt es jetzt bei dem Namen Mufflon nicht sofort, aber spätestens bei dem Bild weiß jeder Wanderer, welches Tier gemeint ist. Die typischen gezwirbelten Hörner sind einfach unverkennbar. Diese Tiere werden auch als wilde Schafe Europas bezeichnet, lebten ursprünglich auf Korsika und Sardinien und wurde in den letzten Jahrhunderten überall in Europa angesiedelt.

Flora und Fauna in den Bergen

Diese zehn Tiere sind natürlich nur eine kleine Auswahl der Vielfalt an Tiere, die Wanderer in der Natur der Berge begegnen können. Aber mindestens ebenso vielfältig ist die Blumen- und Pflanzenwelt. Die Klassiker unter den Blumen in den Bergen sind wohl Enzian und Edelweiß. Diese sind mittlerweile seltener geworden, daher brauchen Wanderer auch dafür Geduld und ein gutes Auge.

Tiere in den Alpen beobachten: 10 Tipps für unvergessliche Naturerlebnisse

Die Alpen gehören zu den artenreichsten Naturlandschaften Europas. Mit etwas Geduld und dem richtigen Verhalten kannst du dort Murmeltiere pfeifen hören, Gämsen in steilen Felswänden entdecken oder einen majestätischen Steinadler am Himmel kreisen sehen. Damit deine Tierbeobachtung erfolgreich ist und die Tiere nicht gestört werden, solltest du einige einfache Regeln beachten.

  1. Früh aufbrechen: Die meisten Wildtiere sind in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag besonders aktiv. Zu diesen Zeiten sind die Chancen auf eine Sichtung deutlich höher als zur Mittagszeit.
  2. Ruhig und langsam unterwegs sein: Vermeide laute Gespräche und hektische Bewegungen. Je leiser du dich verhältst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung bleiben.
  3. Ausreichend Abstand halten: Beobachte Tiere immer aus sicherer Entfernung. Ein Fernglas oder eine Kamera mit Zoom ermöglicht beeindruckende Beobachtungen, ohne die Tiere zu stören.
  4. Auf den Wanderwegen bleiben: Markierte Wege schützen empfindliche Lebensräume. Wer die Pfade verlässt, kann Tiere aufschrecken oder sogar deren Rückzugsorte zerstören.
  5. Ein Fernglas mitnehmen: Ein gutes Fernglas gehört zur wichtigsten Ausrüstung für NaturfreundInnen. So lassen sich Steinböcke, Gämsen oder Murmeltiere auch aus größerer Entfernung hervorragend beobachten.
  6. Hunde anleinen: Freilaufende Hunde können Wildtiere in Stress versetzen oder Jungtiere gefährden. In vielen Naturschutzgebieten gilt deshalb Leinenpflicht.
  7. Tiere niemals füttern: Wildtiere finden in der Natur ausreichend Nahrung. Füttern verändert ihr natürliches Verhalten und kann ihnen langfristig schaden.
  8. Wetter und Jahreszeit berücksichtigen: Im Frühling und Sommer sind viele Tiere besonders aktiv. Im Herbst beginnt bei einigen Arten die Brunftzeit, während sich Murmeltiere im Winter in ihren Bau zurückziehen.
  9. Schutzgebiete respektieren: Nationalparks und Naturschutzgebiete bieten vielen Tierarten einen wichtigen Rückzugsraum. Beachte Hinweisschilder und halte dich an die geltenden Regeln.
  10. Geduld mitbringen: Tierbeobachtungen lassen sich nicht erzwingen. Nimm dir Zeit, genieße die Berglandschaft und halte Augen und Ohren offen. Oft werden die schönsten Begegnungen mit etwas Geduld belohnt.

Wer also respektvoll mit der Natur umgeht und aufmerksam unterwegs ist, wird in den Alpen mit etwas Glück unvergessliche Tierbeobachtungen erleben. Ob Murmeltier, Steinbock oder Steinadler, die faszinierende Tierwelt macht jede Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.

FAQ: Häufig gestellte Tieren in den Alpen

Welche Tiere leben in den Alpen?

In den Alpen leben zahlreiche Wildtiere wie Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Steinadler, Hirsche, Rehe, Füchse und Alpendohlen. Auch seltene Tiere wie Luchs, Wolf und Braunbär sind in einigen Regionen wieder heimisch.

Wo kann man Tiere in den Alpen beobachten?

Die besten Chancen auf Tierbeobachtungen hast du in Nationalparks, Naturparks und ruhigen Bergregionen. Besonders in den frühen Morgenstunden oder am Abend lassen sich Gämsen, Murmeltiere und Steinböcke häufig entdecken.

Wann ist die beste Zeit, um Tiere in den Alpen zu sehen?

Frühling, Sommer und Herbst eignen sich besonders gut. Während Murmeltiere zwischen April und September aktiv sind, lassen sich Gämsen und Steinböcke das ganze Jahr über beobachten. Im Herbst beginnt zudem die Brunftzeit vieler Wildtiere.

Welche Tiere sind typisch für die Alpen?

Zu den bekanntesten Alpenbewohnern gehören Steinbock, Gämse, Murmeltier, Steinadler, Alpensalamander und Alpendohle. Sie sind perfekt an das raue Klima und das Leben in großen Höhen angepasst.

Gibt es in den Alpen Bären, Wölfe und Luchse?

Ja. In einigen Alpenregionen leben wieder Braunbären, Wölfe und Luchse. Die Tiere sind jedoch sehr scheu und meiden den Menschen. Begegnungen sind deshalb äußerst selten.

Sind Wildtiere in den Alpen gefährlich?

Die meisten Tiere sind für Menschen ungefährlich. Wildtiere greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihren Nachwuchs schützen. Halte ausreichend Abstand und füttere die Tiere niemals.

Wie sollte man sich bei einer Tierbeobachtung verhalten?

Beobachte Wildtiere aus sicherer Entfernung, bleibe auf den markierten Wegen und verhalte dich ruhig. Hunde sollten, besonders in Schutzgebieten, angeleint werden, um Wildtiere nicht zu stören.

Welche Tiere leben oberhalb der Baumgrenze?

In den hochalpinen Regionen sind vor allem Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Schneehühner und Steinadler zu Hause. Sie sind hervorragend an felsiges Gelände und extreme Wetterbedingungen angepasst.

Welche Tiere können Kinder in den Alpen besonders leicht entdecken?

Murmeltiere, Alpendohlen, Eichhörnchen und verschiedene Schmetterlinge gehören zu den Tieren, die Familien auf Wanderungen mit etwas Glück häufig beobachten können. Auch Gämsen sind in vielen Regionen häufig zu sehen.

Warum sind Wildtiere für das Ökosystem der Alpen wichtig?

Wildtiere tragen zum natürlichen Gleichgewicht der Alpen bei. Sie verbreiten Samen, regulieren Populationen anderer Arten und sind ein wichtiger Bestandteil der einzigartigen Artenvielfalt in den Bergen.

Welche Ausrüstung eignet sich zur Tierbeobachtung in den Alpen?

Ein Fernglas, wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind ideal. Wer Tiere fotografieren möchte, profitiert zusätzlich von einem Teleobjektiv, um genügend Abstand zu halten und die Tiere nicht zu stören.

Wie kann ich Wildtiere in den Alpen schützen?

Bleibe auf den Wanderwegen, nimm deinen Müll wieder mit, vermeide unnötigen Lärm und respektiere Ruhezonen sowie Schutzgebiete. Rücksichtsvoller Tourismus hilft dabei, den Lebensraum der Alpenbewohner langfristig zu erhalten.

1219 - Summer - Maria

Über Maria

Im Sommer trete ich meistens in die Pedale. Dann sind mein Bike und ich unzertrennlich. Am liebsten fahre ich aufwärts mit einer schönen Berghütte als Ziel, wo ich mir dann den verdienten Kaspressknödel so richtig schmecken lasse.