12 typische Anfängerfehler beim Mountainbiken

12 typische Anfängerfehler beim Mountainbiken

25 April 2021

von: Sarah in Radfahren/Mountainbiken

Mountainbike fahren macht Spaß und ermöglicht ganz besondere Einblicke in die Natur der Berge, ist aber auch nicht immer ganz einfach. Gerade am Anfang ist das Mountainbikefahren mit einigen Risiken verbunden, wenn Fahrer noch nicht genau wissen, was sie tun. Zwar gibt es auch immer leichte Strecken für Anfänger, aber trotzdem kann es passieren, dass sie sich einige typische Fehler einschleichen. Wer in diesem Jahr zum ersten Mal auf ein Mountainbike steigen möchte, sollte diese Artikel unbedingt lesen. IndenBergen stellt 12 typische Anfängerfehler beim Mountainbiken vor.

1. Zu schnell am Anfang

Ein klassischer Fehler, der häufig bei Anfängern auf dem Mountainbike zu sehen ist. Schon am Anfang der Strecke oder der Tagestour geben die Fahrer schon alles und schon nach dem ersten Anstieg streiken dann meist die Oberschenkel. Besser ist es, mit einem langsameren, aber stetigen Tempo zu fahren und leichte Gänge zu benutzen. Wer nach 10 oder 15 Minuten merkt, dass der Puls noch okay ist, kann schalten oder mehr Gas geben.




2. Nur noch eine Kurve

Oftmals scheint der ersehnte Gipfel, zu dem sich Mountainbiker gerade hocharbeiten, sehr viel näher als er ist. Dann heißt es, Kraftreserven einteilen und sehr klug nutzen. Denn nur weil man denkt, dass jetzt nur noch eine Kurve kommt, bevor man am Ziel ist, muss das noch lange nicht so sein. Vielleicht heißt es nämlich in der nächsten Stunde noch sehr häufig ‚Nur noch eine Kurve‘.

3. Fahrradunterwäsche und Fahrradshorts anziehen

Ja, es stimmt, es sieht dämlich aus. Aber es soll ja am Berg auch keine Modenschau werden. Und wer einmal gefühlt hat, wie sehr der Hintern und andere Körperteile in derselben Region nach ein paar Stunden im Sattel weh tun können, zieht sich sehr gerne die entsprechenden Fahrradhosen an. Wem das Aussehen nach wie vor zu wichtig ist, der isst dann halt am Abend sein Schnitzel im Stehen. Geht auch!

4. Zu viel oder zu wenig Luft in den Reifen

Je nach Terrain und Untergrund ist ein anderer Luftdruck für die Reifen notwendig. Wer ständig über Steine fährt, sollte lieber weniger Luft in den Reifen haben als bei hartem, sandigem Untergrund. Weniger Luft sorgt auch für mehr Grip auf Geröll, sowohl beim Anstieg als auch bei der Abfahrt. Für Anfänger, die noch nicht wissen, wieviel Luft nötig ist, hilft der Fahrradverleih gerne.

5. Beim Anstieg zu häufig Pause machen

Dieser Fehler ergibt sich häufig aus Punkt 1 dieser Liste. Wer nach wenigen Minuten schon nach Luft schnappt, sollte aber nicht sofort pausieren, sondern lieber das Tempo reduzieren und einen leichteren Gang wählen. Ziel ist es, so lange wie möglich am Stück auf dem Rad zu bleiben. Wer ständig absteigt und Pause macht, kommt nur schwer in einen Rhythmus und wird auch Schwierigkeiten haben, die eigene Atmung zu kontrollieren.




6. Zu viel oder zu wenig Kleidung

Beim Anstieg kommen Mountainbikefahrer sehr schnell ins Schwitzen. Gerade im Sommer tragen deshalb viele kurze Hosen und Shirts mit kurzen Ärmeln. Während der Anstrengung ist das sicher angenehm, aber oben angekommen kann es schnell kühl werden und dann droht eine Erkältung. Deswegen ist es ratsam, immer eine winddichte Jacke mitzunehmen – sowohl für den Gipfel als auch für den Wind bei der Abfahrt.

7. In den falschen Gängen fahren

Es ist viel einfacher, einen Berg hinaufzufahren, wenn ein kleinerer Gang benutzt wird als ein schwerer. Deswegen lieber rechtzeitig zurückschalten, anstatt zu versuchen, den Anstieg in einem schweren Gang zu nehmen. Bei Bedarf kann ja wieder zurückgeschaltet werden, sollte es wirklich zu leicht sein.

8. Falsch bremsen bei der Abfahrt

Gerade wer nicht sein eigenes Mountainbike, sondern ein Leihfahrrad fährt, sollte sich vorher mit den Bremsen vertraut machen. Üblicherweise befindet sich rechts die Hinterradbremse und links die Vorderradbremse. Wichtig ist, bei der Abfahrt mit beiden Bremsen zu bremsen. Nur die Vorderbremse zu nutzen, kann extrem gefährlich werden, da schon so mancher einen Abflug über den Lenker gemacht hat. Bei einem echten Downhill Mountainbike sollten ungefähr 90 % der Vorderbremse und 10 % der Hinterbremse gebraucht werden, oft hängt die Zusammenstellung aber auch von der Neigung der Strecke und dem Gewicht des Rads ab. Entscheidend ist auch, eher schleifend zu bremsen, anstatt mit einem Mal mit aller Kraft in die Bremsen zu greifen, da sonst ein Sturz droht. Lieber ein paar Meter rollen lassen, dann wieder vorsichtig bremsen, um zu verhindern, dass die Räder gänzlich blockieren.




9. Zu weit vorlehnen bei der Abfahrt

Normalerweise stelle ich meinen Sattel etwas niedriger ein, bevor ich den Berg wieder hinunterfahre. Auf diese Weise komme ich erst gar nicht in Versuchung, mich zu weit nach vorne zu lehnen. Für die Abfahrt ist die folgende Position für Anfänger zu empfehlen: Auf den Pedalen stehen, die Arme gestreckt halten und den Schwerpunkt (also den Hintern) über den Sattel nach hinten hinausschieben. Gewichtsverlagerung ist beim Mountainbiken besonders wichtig, also lieber vorher noch üben.

10. Zu wenig Proviant mitnehmen

Mountainbiken macht Durst, sehr viel Durst! Deswegen sollten Radfahrer immer ausreichend Flüssigkeit auf ihre Touren mitnehmen. An Wasserfällen oder klaren Bergflüssen kann die Wasserflasche auch gerne wieder aufgefüllt werden. Auch ein Energieriegel kann bei einer Tour ein hilfreicher Begleiter sein. Wer einen Rucksack dabei hat, kann natürlich auch eine Brotzeit einpacken. Immer regelmäßig essen, um den großen Hunger zu vermeiden und unbedingt ausreichend trinken.

11. Sattel falsch einstellen

Wer den Fahrradsattel richtig eingestellt hat, schafft den Anstieg auf den Berg leichter und hat weniger Schwierigkeiten mit den Knien. Zum Prüfen, ob der Sattel richtig eingestellt ist, wird folgendes empfohlen. Auf den Sattel setzen und sich etwa an einer Hecke festhalten. Den Fuß mit der Ferse auf das untere Pedal stellen. Ist das Bein fast ganz ausgestreckt, ist die Höhe des Sattels richtig. Wenn das andere Bein dann auf das Pedal gestellt wird, hat es einen guten Winkel. Für die Abfahrt kann der Sattel ruhig etwas niedriger eingestellt werden, dann ist er nicht im Weg, wenn Fahrer auf den Pedalen stehen.




12. Eine zu anspruchsvolle Strecke wählen

Klar wollen sich Anfänger im Mountainbiken am liebsten gleich sämtliche Hänge hinabstürzen, aber es ist doch besser, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Auch sollte die Distanz nicht unterschätzt werden. Zwar klingen 15 oder 20 Kilometer nicht nach viel, aber wenn dann noch die Höhenmeter hinzukommen, sieht es schon wieder ganz anders aus. Diese stellen die eigene Kondition nämlich schon sehr auf die Probe. Für Anfänger reichen auch 250 bis 500 Höhenmeter absolut aus. Wenn das gut geklappt hat, kann eine anspruchsvollere Route gewählt werden. Wichtig ist, es langsam angehen zu lassen und nicht zu übertreiben. Sonst drohen Frustration und noch viel schlimmer Verletzungsgefahr.

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