Auf der Suche nach einem zuverlässigen Fahrradträger mit Parksensoren für dein E-Bike oder Mountainbike? Ich habe den Thule Epos ParkSecure ausführlich an meinem Ford Ranger getestet. Wir wollten wissen, ob der „Rolls-Royce unter den Fahrradträgern“ auch hält, was er verspricht und haben diesen Praxistest durchgeführt.
Gewohnte Thule-Qualität
Es ist vielleicht nicht der allererste Fahrradträger mit Parkhilfe überhaupt, aber es ist der erste von Thule. Das weckt Erwartungen. In der Redaktion von Indenbergen.de und Snowplaza.de haben wir mit dieser Marke eine lange Geschichte. So fahren wir zum Beispiel seit Jahren mit ihren Dachboxen. Vor Kurzem haben wir noch die Thule Arcos XL Heckbox getestet, und wir wissen: Wenn Thule eine Innovation auf den Markt bringt, ist sie in der Regel durchdacht, robust und benutzerfreundlich. Trotzdem wissen auch wir, dass bei einer Produkteinführung immer etwas schiefgehen kann. Ein Praxistest bleibt also unverzichtbar.
Endlich sicher rückwärtsfahren mit Parkassistenz
Ich fahre einen Ford Ranger und verlasse mich normalerweise auf meine Kamera. Sobald aber mein E-MTB und die Fahrräder meiner Jungs hinten draufstehen, siehst du durch diese Linse praktisch nichts mehr. Die Räder bilden eine Wand. Außerdem wird das Auto mit diesem 3er-Fahrrad-Träger plötzlich zu einem extrem langen Gespann. Noch länger, als mein Auto ohnehin schon ist.
Parksensoren am Fahrradträger sind hier die Rettung
Die ParkSecure-Sensoren sind in dieser Situation wirklich hilfreich. Der Träger verfügt über vier Sensoren in Automotive-Qualität, die Objekte „sehen“, die deine Kamera nicht erfasst. Im Innenraum habe ich eine drahtlose Einheit, die sowohl visuelle als auch akustische Warnungen gibt – also rote Lichter und Pieptöne. Die Pieptöne entsprechen genau dem, was du von modernen Parksensoren kennst, und es leuchten immer mehr rote LEDs auf, je näher du einem Objekt kommst.
Gut zu wissen: Der Empfänger im Auto hat keinen Akku. Er muss dauerhaft im USB-C-Anschluss stecken, um mit Strom versorgt zu werden. Ziehst du ihn heraus, stoppt die Parkassistenz sofort. Die Sensoren am Träger selbst beziehen ihren Strom ganz normal über den 13-poligen Stecker, den du auch für die Beleuchtung brauchst.
Montage: „Click-and-go“ und extrem robuste Arme
Die Montage auf der Anhängerkupplung ist wirklich kinderleicht. Du setzt den Träger auf, drückst den Hebel nach unten und fertig. Natürlich solltest du kurz prüfen, ob alles gerade sitzt, aber das ist kein großer Aufwand. Mit meinen 1,70 Metern hebe ich die Fahrräder auch bei einem hohen Pick-up problemlos auf den Träger. Was mir sofort aufgefallen ist, sind die teleskopischen Arme. Dieses System ist wirklich extrem robust: Die Arme sind sehr stabil und lassen sich leicht ein- und ausklappen. Du schiebst den Arm einfach an die beste Stelle am Rahmen oder am Hinterrad – ideal für die ungewöhnlichen Formen meiner (E-)Mountainbikes. Auch das System zur Befestigung der Räder ist stabil und unkompliziert. Die integrierten Schlösser sorgen bei einem Kaffeestopp für ein sicheres Gefühl. Für noch mehr Schutz kannst du zusätzlich das passende Thule High-Grade Lock von ABUS kaufen.
Praxistest: Regen und Heckklappe
Ich habe den Träger bei typischem Aprilwetter getestet: einmal Sonne, dann wieder Regen. Trotz kräftiger Regenschauer funktionierten die Sensoren einwandfrei und ohne Fehlalarme. Egal, ob du dich einer Mauer, einem anderen Auto oder einem Poller näherst – das System arbeitet präzise. Ebenfalls praktisch ist der Kippmechanismus. Über ein Fußpedal klappst du den beladenen Träger nach hinten. Bei meinem Ranger lässt sich die Heckklappe dann problemlos öffnen, sodass ich jederzeit an meine Sachen auf der Ladefläche komme. Das funktioniert überraschend gut – auch mit drei Fahrrädern auf dem Träger.
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Kompakt und leicht zu verstauen
Im Vergleich zur Arcos XL Heckbox, die wir vergangenen Winter getestet haben, ist dieser Epos ein echtes Platzwunder. Die Heckbox ist ein ziemlicher Brocken, für den du in der Garage oder im Schuppen wirklich Platz schaffen musst. Den Epos Fahrradträger hingegen klappst du zu einem kompakten Paket zusammen. Dank der integrierten Rollen kannst du ihn einfach wegfahren. Ich verstaue ihn sogar oft kurz im Kofferraum und befestige ihn nur, wenn ich ihn wieder brauche. Weil es so einfach ist.
Fazit: kaufen, wenn du das Budget dafür hast
Der Thule Epos ParkSecure ist die beste Wahl für alle, die mit teuren Bikes unterwegs sind. Der „Click-and-go“-Komfort, die extrem robusten Arme und die zusätzliche Sicherheit durch die Parksensoren machen ihn die Investition wert. Für mich ist vor allem die Gewissheit entscheidend, dass weder mein teures E-Bike noch die Räder meiner Jungs auf einem engen Parkplatz beschädigt werden. Und das System funktioniert im Alltag einfach richtig gut – ganz ohne Übertreibung. Wenn du also bereit bist, den Preis zu zahlen (aktuell 1.649,95 Euro auf der Website von Thule), dann ist das aus meiner Sicht eine absolute Empfehlung. Ich werde ihn auf jeden Fall häufig bei meinen Fahrten in die Berge nutzen.
Sieh dir hier mehr Fotos vom Thule Epos ParkSecure an
| Merkmal | Spezifikation Thule Epos ParkSecure |
|---|---|
| Anzahl Fahrräder | 3 |
| Gewicht des Trägers | 23,1 kg |
| Max. Beladung | 60 kg gesamt |
| Max. Gewicht pro Fahrrad | 30 kg (geeignet für E-bikes) |
| Abstand zwischen den Fahrrädern | 25 cm |
| Sensorsystem | 4 integrierte ParkSecure Sensoren |
| Stromversorgung der Kabineneinheit | USB-C (dauerhafte Stromversorgung erforderlich) |
| Befestigung | Teleskoparme am Rahmen oder Rad |
| Extras | Zusammenklappbar, abklappbar und mit Rollen |