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Die 5 königlichsten Wanderungen in den bayerischen Voralpen

Schloss Neuschwanstein in Bayern
© Pixabay / Adam Derewecki

Königliche Wanderungen, die nahe von Schlössern und Burgen verlaufen, findet man in den bayerischen Voralpen zur Genüge. Doch welche liegen abseits der viel besuchten Touristenattraktionen? Mit ein paar Tipps und der richtigen Tourenplanung findet man auch in unmittelbarer Nähe der Schlösser und Burgen abwechslungsreiche und ruhige Wanderungen. Rund um die Lechtaler Alpen und das Ammergebirge gibt es ebenso herrliche Touren, wie am Walchensee und im Wettersteingebirge. IndenBergen hat sich auf Spurensuche im Reich des König Ludwigs II. begeben und 5 tolle Wanderungen herausgesucht, die abseits der Touristenmassen liegen.

Kurz zusammengefasst

  • Die Bayerischen Voralpen gehören zu den beliebtesten Wanderregionen südlich von München und bieten abwechslungsreiche Touren zwischen gemütlichen Panoramawegen und anspruchsvolleren Gipfelwanderungen.
  • Besonders geschätzt werden die gute Erreichbarkeit, beeindruckende Ausblicke sowie bekannte Wanderziele wie Herzogstand, Breitenstein, Rotwand oder Wendelstein. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind viele Touren gut erreichbar.
  • Die Region eignet sich sowohl für erfahrene Bergwanderer als auch für AnfängerInnen und Erholungssuchende, da viele einfache und sichere Wanderungen mit Einkehrmöglichkeiten und Naturerlebnis kombiniert werden können.

Neuschwanstein – leichte Wanderung zum Schloss

Auf der Welt gibt es kein Schloss, das öfter fotografiert wird, als das wunderschöne Schloss Neuschwanstein in der Nähe von Füssen. Tausende Menschen fahren täglich zum Schloss und zücken die Kamera. Eigentlich keine Umgebung, in der man wandern möchte und seine Ruhe genießen kann. Doch es gibt einen Geheimtipp: Der Aufstieg durch die wilde Pöllatschlucht zur Marienbrücke und über den Grat zum Tegelberg. Für die 5-stündige Tour mit 950 Höhenmetern parkt man am besten auf dem Parkplatz der Tegelbergbahn Talstation. Von der Talstation geht es, stets am Wasserlauf des Pöllat-Bachs entlang, bergauf zum Pöllatfall. Wenn man die Marienbrücke und den Aufstieg zum Tegelberg bewältigt hat, belohnen einen grandiose Ausblicke.

  • Start: Tegelbergbahn Talstation
  • Länge: 9 km | Dauer: 5 h | Höhenmeter: 950 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: ganzjährig
  • Gut zu wissen: Tolle Ausblicke auf das Schloss Neuschwanstein

 

Zum Falkenstein – leichte Wanderung zur höchsten Burg Deutschlands

Auch auf dem Falkenstein hatte Ludwig II. große Pläne. Auf dem Gipfel, der über Pfronten thront, wollte er ein Mausoleum für sich erbauen lassen. Doch sein frühzeitiger Tod verhinderte die Fertigstellung. Heute ist die höchste Burg Deutschlands dennoch einen Ausflug wert, als perfekte Halbtagestour, die 2–3 Stunden dauert. Ausgangspunkt ist der Bahnhof im Ortsteil Pfronten-Steinach. Über 450 Höhenmeter und sieben Kilometer führt die Tour auf leichten Wanderwegen hinauf zur Burg. Familien mit Kindern haben viel Spaß, vor allem weil es allerlei Einkehrmöglichkeiten gibt und die Burgruine mit der Aussichtsplattform einen 360°-Rundumblick über das Vilstal bietet.

  • Start: Pfronten-Steinach
  • Länge: 7 km | Dauer: 3 h | Höhenmeter: 450 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
  • Gut zu wissen: Toll für Kinder und Familien

Über den Herzogstand – eine schmale Gratwanderung

Wer etwas Anspruchsvolleres sucht, kann sich am Herzogstand auf eine knifflige Gratwanderung freuen. Zwar ist die Tour mit 3 Stunden und nur 10 Kilometern Länge nicht besonders lang, doch warten 500 Meter im Aufstieg und die ein oder andere Schlüsselstelle, an der Trittsicherheit gefragt ist, auf die Wanderer. Die Bergtour startet im Ort Walchensee am Parkplatz der Talstation der Herzogstand-Seilbahn. Diese nimmt man hinauf zum Herzogstand, wo die eigentliche Wanderung beginnt. Den Gipfel muss man aus eigener Kraft erklimmen und oben angekommen wartet auf Schwindelfreie dann die grandiose Gratwanderung zum Heimgarten. Über Almen geht es hinab ins Tal, wo tolle Einkehrmöglichkeiten müde Beine wieder munter machen.

  • Start: Talstation der Herzogstand-Seilbahn
  • Länge: 10 km | Dauer: 3 h | Höhenmeter: 500 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober
  • Gut zu wissen: Wanderstöcke sind von Nutzen

Schachenschloss – schwierige Tagestour

Im Jagdhaus des Königs trifft man nur selten auf Touristen. Denn zum Schachenschloss kommt man nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die schwierige Tour zum Jagdschloss hinauf ist sehr fordernd, da man 26 Kilometer und 1.600 Höhenmeter bewältigen muss. Technisch ist die Tagestour, die 10 Stunden Gehzeit erfordert, jedoch einfach. Nur auf dem Rückweg durch das wilde Oberrheintal ist Trittsicherheit wichtig. Gestartet wird am Parkplatz der Hausbergbahn in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Man trifft unterwegs auf Skisprungschanzen, Olympia-Stadien sowie die spektakuläre Partnachklamm. Der gut ausgeschilderte Weg führt sicher zum Schachenschloss, wo man sich hervorragend stärken kann.

  • Start: Talstation der Hausbergbahn
  • Länge: 26 km | Dauer: 10 h | Höhenmeter: 1.600 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober
  • Gut zu wissen: Sehr anspruchsvoll

Schloss Linderhof – mittlere Wanderung zur versteckten Schönheit

In Oberammergau findet man das Lieblingsschloss des Königs, das Schloss Linderhof. König Ludwig II. bezeichnete es als sein kleines Versailles. Die Tour zum Schloss und weiter zu den Brunnenkopfhäusern eignet sich auch für heiße Tage, denn die einfache Wanderung führt auf besten Wegen größtenteils durch schattige Waldstücke. Die 15 Kilometer sind in 7–8 Stunden gelaufen, dabei werden 1.100 Höhenmeter bewältigt. Startpunkt der Tour ist der Parkplatz des Schlosses, das im Graswangtal bei Garmisch liegt. Sowohl im noblen Schlosshotel als auch ganz oben auf der Brunnenkopfhütte kann man toll einkehren. Einziger Schönheitsfehler, der Hin- und Rückweg erfolgt auf der gleichen Strecke.

  • Start: Parkplatz Schloss Linderhof
  • Länge: 15 km | Dauer: 8 h | Höhenmeter: 1.100 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: ganzjährig
  • Gut zu wissen: Schöne schattige Strecke

Weiterführende Informationen zum Wanderland Bayern

Natürlich kann man in Bayern nicht nur auf den Spuren König Ludwigs wandern. So bietet etwa Franken die Möglichkeit zum Bierwandern. Zu Fuß entdeckt man so nicht nur die Region, sondern auch gleich regionale Brauereien. Wer lieber hoch hinaus will, für den ist der Nationalpark Berchtesgadener Land das richtige Ziel. Massive Berggipfel und tiefe Schluchten locken neben Wanderern auch Kletterer. Wer immer noch keinen Wanderurlaub in Bayern machen möchte, den überzeugen bestimmt die vielen Seen im Freistaat. Ob Ammersee, Chiemsee oder Starnberger See – es gibt unglaublich viel zu entdecken.

Bergsee in der Zugspitz Region

Tipps zum Wandern in Bayern

Bayern bietet einige der schönsten Wanderregionen Deutschlands: von gemütlichen Spazierwegen an Seen bis hin zu anspruchsvollen Bergtouren in den Alpen. Mit der richtigen Planung wird deine Wanderung nicht nur sicherer, sondern auch deutlich entspannter und schöner.

  • Früh starten: Besonders an beliebten Wanderzielen lohnt sich ein früher Start. Du vermeidest Hitze, volle Wege und findest leichter Parkplätze.
  • Wetter vorher prüfen: In den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen. Achte nicht nur auf Sonnenschein, sondern auch auf Regen-, Wind- und Gewitterwarnungen.
  • Passende Ausrüstung wählen: Feste Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung, Sonnenschutz und ausreichend Wasser zum trinken gehören bei jeder Tour dazu, auch bei einfachen Wanderungen.
  • Tour realistisch planen: Höhenmeter und Streckenlänge werden oft unterschätzt. Wähle lieber eine Tour, die zu deiner Kondition passt.
  • Natur respektieren: Bleibe auf den Wegen, nimm deinen Müll wieder mit und halte Abstand zu Weidetieren und Wildtieren.
  • Einkehrmöglichkeiten prüfen: Viele bayerische Wanderungen führen an Almhütten vorbei, trotzdem lohnt sich ein kurzer Check der Öffnungszeiten vorab.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Wandern in Bayern

Wann ist die beste Zeit zum Wandern in Bayern?

Die beste Zeit zum Wandern in Bayern ist von Mai bis Oktober. Im Frühling und Herbst sind die Temperaturen angenehm und viele Wege weniger überlaufen. Für Bergtouren in höheren Lagen eignen sich besonders die Sommermonate.

Braucht man für Wanderungen in Bayern spezielle Ausrüstung?

Für einfache Touren reichen bequeme Outdoor-Kleidung und feste Schuhe. In den Bergen sind jedoch gute Wanderschuhe, Regenschutz, ausreichend Wasser und wetterangepasste Kleidung sehr wichtig.

Gibt es auch leichte Wanderungen für AnfängerInnen in Bayern?

Ja, Bayern bietet viele einfache Wanderwege, besonders an Seen, in den Voralpen oder in Naturparks. Viele Touren haben geringe Höhenmeter und eignen sich perfekt für Anfänger oder Familien.

Sind Hunde auf Wanderwegen in Bayern erlaubt?

In den meisten Wandergebieten sind Hunde erlaubt. In Naturschutzgebieten oder auf Almen gilt häufig Leinenpflicht. Besonders in der Nähe von Kühen sollte man vorsichtig und respektvoll sein.

Kann man in Bayern auch ohne Auto wandern?

Ja, viele beliebte Wanderregionen sind gut mit Bahn und Bus erreichbar, vor allem rund um München und im Allgäu. Gerade an Wochenenden ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft entspannter.

Wie schwierig sind Wanderungen in den Bayerischen Alpen?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt gemütliche Panoramawege genauso wie anspruchsvolle Bergtouren mit vielen Höhenmetern. Vor jeder Wanderung sollte man Strecke, Dauer und Schwierigkeit prüfen.

Was sollte man beim Wetter in den bayerischen Bergen beachten?

Das Wetter kann sich in den Bergen schnell ändern. Gewitter, Nebel oder starke Temperaturunterschiede sind keine Seltenheit. Deshalb sollte man immer den aktuellen Wetterbericht prüfen und lieber früh starten.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten auf den Wanderungen in Bayern?

Ja, viele Wanderwege führen an Almhütten, Berggasthöfen oder Biergärten vorbei. Dennoch sollte man Öffnungszeiten vorher prüfen und immer etwas Wasser und Snacks dabeihaben.

Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.