Die 7 schönsten Seen der Alpen

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Die 7 schönsten Seen der Alpen

7 April 2020

von: Sarah in Wissen

Eiskalt und türkisblau – so einfach lassen sich die meisten Seen in den Alpen beschreiben. In ihrer Schönheit stehen sie sich in nichts nach, doch unterscheiden sie sich in Größe, Lage, Höhe und Temperatur um einiges. An welchem See in den Alpen kann man am besten baden, wo am besten spazieren und wo am besten mountainbiken? Wo kommen Romantiker und Sportler gleichermaßen auf ihre Kosten? IndenBergen hat für Sie die 7 schönsten Seen der Alpen herausgesucht und bietet Inspiration nicht nur für die heißesten Wochen des Jahres.

1. Pragser Wildsee: Pragser Dolomiten

Wer in Südtirol weilt, sollte sich schnell in die Pragser Dolomiten aufmachen. Dort warten nicht nur spektakuläre Wanderungen und der ein oder andere Klettersteig, sondern auch der wunderschöne Pragser Wildsee auf 1.494 Metern Seehöhe. Am besten fährt man mit dem Auto direkt zum Hotel Pragser Wildsee, dort kann man sich hervorragend stärken und gemütlich übernachten. Zum Auftakt lockt die Wanderung rund um den See, die in einer guten Stunde bewältigt werden kann. Wer etwas mehr Betätigung braucht, der steigt in knapp 4 Stunden über die Ofenscharte auf den Seekofel. An besonders heißen Tagen lohnt es sich bei maximal 18 Grad zur Erholung ein kurzes Bad im See zu nehmen.

Pragser Wildsee
Pragser Wildsee ist ein atemberaubendes Wanderziel in den Dolomiten (Foto: © Unsplash)

2. Achensee: Tirol

Ein echter Klassiker in Tirol, der Achensee umgeben von den Dörfern Achenkirch, Pertisau und Maurach. Der See ist sowohl im Winter als auch im Sommer ein hervorragender Anlaufpunkt für Aktive. Wenn der Schnee liegt, locken Langlaufloipen und Winterwanderwege, im Sommer gibt es unzählige Wanderungen am Achensee und Klettersteige sowie danach die Belohnung in köstlichen Almhütten. Auch der See selbst ist die beste Adresse für Wassersportler. Ob SUP, Kanu, Segelboot oder Kitesurfen – alles ist möglich und eine Erfrischung im 18 Grad kalten Wasser stets verfügbar. Besonders spannend ist die ca. 21 Kilometer lange Route rund um den See.

3. Gleinkersee in Oberösterreich

In Oberösterreich gelegen, eignet sich der Gleinkersee auf 804 Metern Höhe im Sommer hervorragend als Badesee. Wenn die Sonne den ganzen Tag vom Himmel brennt, kann das Wasser bis zu 25 Grad erreichen und ist somit ein schönes Ausflugsziel für Familien. Wer sich vorher sportlich betätigen will, der wandert in 2 Stunden auf die Dümlerhütte. Wem das noch nicht genug ist, der steigt zum Warscheneck auf. 5 Stunden und fast 1.500 Höhenmeter werden dann mit einer fabelhaften Aussicht belohnt. Es gibt Boote zum Leihen, einen Campingplatz und ein hervorragendes Bio-Restaurant direkt am Ufer.

4. Essersee: Salzburger Land

Was man im Salzburger Land auf 2.088 Metern Höhe sicherlich nicht erwartet, ist ein Bergsee, der warm genug ist zum Schwimmen. Doch genau das bietet der Essersee in Österreich. Da er maximal 1,5 Meter tief und ein stehendes Gewässer ist, eignet er sich hervorragend als Bergbadewanne. Vor allem, wenn man als Belohnung für den Aufstieg zum 2.680 Meter hohen Mosermandl ein Bad nimmt. Von dort hat man den schönsten Blick auf den wunderschönen See. Ebenfalls unvergesslich, die Einkehr in der nahe gelegenen Franz-Fischer-Hütte. Dort gibt es kulinarische Spezialitäten aus der Region und sie ist Ausgangspunkt für weitere Bergwanderungen.

5. Drachensee: Tirol

Endlich ein Bergsee, wie man ihn sich vorstellt. Eiskalt, türkisblau und umgeben von hohen Gipfeln präsentiert sich der Drachensee bei Ehrwald in Tirol. Erreichen kann man ihn außerdem nur zu Fuß und zwar in knapp 2,5 Stunden von der Bergstation der Ehrwalder Almbahn. Wer dann noch weiter will, steigt in 2 Stunden zum Vorderen Drachenkopf auf. Selbst an Hochsommertagen ist der See eiskalt, aber die Füße abkühlen, das geht allemal. Vielleicht mit einem frischen, alkoholfreien Weizenbier in der Hand. Das bekommen Wanderer in der Coburger Hütte direkt am See und natürlich leckere Speisen und Übernachtungsmöglichkeiten für 80 Gäste. Richtige Extremsportler können hier in rassige Klettersteige einsteigen.

6. Schrecksee: Bayern

In Bayern auf 1.813 Meter gelegen, macht der Schrecksee seinem Namen alle Ehre. Mit maximal 14 Grad im Sommer, wird ein Bad im See eisig kalt und jagt einem Schrecken über den nackten Körper. Dafür überzeugt er umso mehr mit seiner perfekten Lage. Von Hinterstein gelangt man in 3 Stunden zu dem wunderschönen See in den Allgäuer Alpen. Eingebettet in einen Kessel, eignet sich das Ufer perfekt, um die Mühen des Aufstiegs und die Sorgen aus dem Tal zu vergessen. Einkehren kann nur, wer noch 1 Stunde weiter läuft, um dann in der Landsberger Hütte seine Belohnung zu genießen.

Schrecksee
Das eisig kalte Wasser kann einen echt erschrecken - Schrecksee (Foto: © Pixabay)

7. Lünersee: Vorarlberg

Im österreichischen Vorarlberg gelegen, überzeugt der Lünersee mit absolut traumhaftem, türkisblauem Wasser. Und er eignet sich auch für alle, die nicht ganz so gut zu Fuß sind, denn er ist bequem mit der Lünerseebahn erreichbar. Wer dann gemütlich Kaffee und Kuchen trinken will, kann das in der Douglass Hütte direkt an der Bergstation tun. Für alle die hoch hinaus wollen, empfiehlt sich eine Wanderung auf die Schesaplana in 3,5 Stunden. Außerdem immer einen Spaziergang wert, der Weg rund um den See, den man am besten im Uhrzeigersinn läuft.

Die Alpen sind das perfekte Ziel für Seefans

Sie meinen, das war schon alles? Noch lange nicht! Es gibt noch viele andere Bergseen in den Alpen. Wunderschön sind sie alle, nur nicht immer so leicht zugänglich. So muss man sich vorher entscheiden, ob man den schweißtreibenden Aufstieg wählt oder bequem mit der Bergbahn hinauffährt. Eins haben alle gemeinsam: Sie sorgen für absolute Entspannung und bieten eine willkommene Abwechslung zum hektischen Alltag. Und von den Gipfeln ringsum hat man einfach fantastische Blicke in die Tiefe. Eins steht allerdings fest: Bergseen in den Alpen sind nichts für Warmduscher!

Urlaub in den Bergen