Bastei: Spektakuläre Felsformation in der Sächsischen Schweiz

Bastei: Spektakuläre Felsformation in der Sächsischen Schweiz

3. Januar 2018

von: Katharina in Regionen

Die Bastei ist der älteste und zugleich auch berühmteste Touristenanziehungspunkt in der Sächsischen Schweiz. Die außergewöhnliche Felsformation mit der bekannten Aussichtsplattform und der Basteibrücke liegt auf dem Gemeindegebiet von Lohmen in einer Höhe von 305 Meter über dem Elbspiegel. Von dort aus haben die Besucher einen einmaligen Blick über das Elbtal und das Elbsandsteingebirge. Das Basteigebiet ist das gesamte Jahr über ein lohnendes Ausflugs- und Wanderziel. Indenbergen hat alles Wissenswerte rund um den imposanten Aussichtspunkt für Sie zusammengestellt.

Bastei: Naturspektakel der Sächsischen Schweiz

Jährlich besuchen rund 1,5 Millionen Touristen die Bastei. Von den Aussichtsfelsen aus bietet sich bei gutem Wetter ein hervorragender Ausblick über das Elbtal bis in die benachbarte Landschaft des Lausitzer Berglandes und des Osterzgebirges. Zu den Highlights zählt der Blick auf den Lilienstein und den Königstein. Über die Felsen führt eine sandsteinerne Brücke aus dem Jahr 1851. Mit einer Länge von 76,5 Meter überspannt die Basteibrücke, die älteste rein touristisch genutzte Brücke Europas, eine circa 40 Meter tiefe Schlucht genannt Mardertelle. Über die Basteibrücke gelangt man auch zu der bekannten Ruine der Felsenburg Neurathen. In unmittelbarer Nähe laden zudem Restaurants und ein schönes Hotel zum Verweilen ein.

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Bastei-Wunder: Felsen mit Profil @pixabay

Bastei, Touristenmagnet von Beginn weg

Im Mittelalter war die markante Felsformation in den Verteidigungsring der Felsenburg Neurathen eingebunden. 1592 wurden die steil aufragenden Felsen im Zuge der Ersten Kursächsischen Landesaufnahme erstmals detailliert beschrieben. Schon im 18. Jahrhundert zog die Bastei Abenteurer an, welche die herrliche Aussicht genossen. Zunächst waren die Felsen für Jedermann nur von Lohmen und Stadt Wehlen aus zu erreichen. Seit 1814 führt eine Treppe mit 487 Stufen auf den Felsen, so dass die Bastei auch vom Kurort Rathen aus ohne beschwerliche Klettereien besucht werden kann. Unter dem Namen „Basteibrücke“ entstand 1826 eine erste, hölzerne, über die „Mardertelle“ gebaute Brücke, die 1851 durch die noch heute existierende Brücke ersetzt wurde.

Gut zu wissen: Basteiaussicht zum Teil gesperrt

Im Mai 2016 musste der vordere, zehn Meter lange Teil der Basteiaussicht für Besucher gesperrt werden, da in diesem Teil Verwitterungsstellen im Sandstein festgestellt wurden, welche die Standsicherheit des Felsen erheblich gefährden könnten. Im Laufe der geologischen Untersuchungen stellte sich heraus, dass der Felsen mit technischen Mitteln nicht mehr vollständig zu sichern ist. Dieser Aussichtspunkt ist daher nun dauerhaft nicht mehr für Besucher zugänglich. Schutzzäune gegen Steinschlag wurden unterhalb der Plattform errichtet. In naher Zukunft soll eine neue, aufwendig konstruierte Aussichtsplattform gebaut werden, die nur auf sicherem Gestein steht und im vorderen, unsicheren Teil in der Luft schwebt.

Anreise, Preise und Zeiten

Sowohl von Rahten wie auch von Wehlen aus führt ein gut ausgebauter Fußweg hinauf zur Bastei. Mit dem Auto fahren Sie über Rathewalde bzw. Lohmen bis zu einem circa drei Kilometer von der Bastei entfernten Parkplatz. Von dort aus bringt auf Wunsch ein Pendelbus die Besucher bequem bis in die unmittelbare Nähe der Aussichtspunkte. Der Bus verkehrt täglich halbstündlich zwischen 10.30 Uhr und 20.00 Uhr. Der Parkplatz kostet 3,00 Euro pro PKW. Die Kosten für Hin- und Rückfahrt mit dem Pendelbus betragen aktuell 1,50 Euro pro Peron.

Bastei Bruecke Nebel
Bastei und Brücke mystisch im Nebel. @urlaub-bastei.de

Praktische Informationen zur Region

Ein Besuch der Bastei lässt sich hervorragend in einen Ausflug zu den Highlights der Sächsischen Schweiz einbinden. Unzählige Wanderrouten laden zu ausgedehnten Touren in den verschiedenen Schwierigkeitsgraden rund um die Bastei. Eine beliebte Wanderung führt zum Beispiel von Wehlen über die Bastei bis zum Kurort Rathen. „Das goldene Dreieck“ führt auf gut ausgebauten Wanderwegen zu den Haupt-Sehenswürdigkeiten der Region. Neben der Bastei liegen auch weitere Highlights, wie die Burgruine Stadt Wehlen und die Schwedenlöcher, auf dem Weg. Selbstverständlich lässt sich die Wanderung auch in entgegengesetzter Richtung absolvieren.

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Die Basteigegend: Paradies für Wanderer. @ Oberelbe

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