Die 5 schönsten Wanderwege Westerwald

Die 5 schönsten Wanderwege Westerwald

6. Juni 2018

von: Marlene in Regionen

Im Westerwald bekommt Draußen sein eine ganz neue Bedeutung: Saftig grüne Wiesen, schattige Waldflächen und angenehme Hügel erwarten im Mittelgebirge Deutschlands Wanderer aber auch Naturliebhaber. Auf schmalen Pfaden kann im Herzen Deutschlands zu Fuß oder per Mountainbike erkundet werden. So entdeckt die ganze Familie die Westerwälder Seenplatte über den Sechs-Weiher-Pfad. Ambitionierte Wanderer wagen sich hingegen an den mehrtägigen Westerwaldsteig. IndenBergen stellt die 5 schönsten Wanderungen im Westerwald zwischen Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor und berichtet über Besonderheiten, die Sie im Sommerurlaub auf keinen Fall verpassen sollten.

Fuchskaute: Wanderung zum höchsten Punkt übers Dreiländereck

Die Fuchskaute ist mit 657 Metern der höchste Berg im Westerwald. Über 10 Kilometer ist der Rundwanderweg, der durch blühende Weideflächen und verschiedene Waldarten führt. Immer wieder bleibt der Blick an Basaltformationen hängen. Die Basaltfelder sind Überbleibsel aus der Zeit, in der die Fuchskaute noch ein aktiver Vulkan war. Der Beschilderung folgend nähern sich die Wanderer dem Dreiländereck, dass die drei Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vereint. Am Ende der Rundtour lohnt sich eine Einkehr im Restaurant Fuchskaute, das direkt am Startpunkt und Parkplatz liegt.

Fuchskaute Wandern
An der Fuchskaute genießen Wanderer die Ruhe. © Fuchskaute Lodge

  • Start: Parkplatz Fuchskaute Lodge
  • Länge: 10,7 km | Dauer: ca. 3 Stunden | Höhenmeter: 124 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: April bis September
  • Gut zu wissen: Die Fuchskaute Lodge lädt nicht nur zum Essen, sondern auch zum Übernachten in stylischer Atmosphäre ein.

Westerwaldsteig: Weitwanderung in Tagesetappen

Der Westerwaldsteig zählt zu den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands. Die insgesamt 235 Kilometer erstrecken sich auf 16 Etappen. Währenddessen passieren Fernwanderer die Westerburg, die Westerwälder Seenplatte und lassen die Fuchskaute hinter sich. In Tagesetappen sind verschiedene Rundwege und Schleifen machbar. Insgesamt gibt es neun dieser sogenannten Erlebnisschleifen. So beispielsweise die fünfstündige Rundwanderung, die von der Stadt Rennerod aus über die Holzbachschlucht und an 30 m hohen Felswänden vorbeiführt.

  • Start: Marktplatz Herborn
  • Länge: 235 km | Dauer: ca. 70 Stunden | Höhenmeter: ca. 4.700 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: April bis September
  • Gut zu wissen: Der Weitwanderweg führt durch verschiedene Naturschutzgebiete. Deswegen sollten Wanderer unbedingt auf den Wegen bleiben und auf die entsprechenden Beschilderungen achten.

Monrepos: Fürstliche Wanderung vorbei am Barockschloss

Bis zum Ort Altwied führt der Fürstenweg durch Waldstücke und über Wiesenwege. Am Wegesrand gibt es ein Insektenhotel zu entdecken, in dem immer reges Treiben herrscht. Nach einer Steinbrücke, die die Wied überquert, rücken die Ruinen der einstigen Burg in Altwied ins Blickfeld. Die ehemalige Festung ist noch immer im Besitz der Familie Wied und nicht zugänglich. Stattdessen laden am Wegesrand der Rundwanderung fünf Lokale zum Einkehren, Genießen und Ausruhen ein. Dadurch, dass die Wandertour in knapp 4 Stunden machbar ist, kann sie mit einem anschließenden Museumsbesuch im Forschungszentrum Monrepos kombiniert werden.

Monrepos Nebel
Am Rückweg lohnt sich der Besuch des ehemaligen Barockschlosses Monrepos. © Monrepos

  • Start: Museum Monrepos Neuwied
  • Länge: 11 km | Dauer: 4 Stunden | Höhenmeter: ca. 350 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: April bis September
  • Gut zu wissen: Nach der Wanderung lohnt sich ein Besuch im Museum Monrepos. Die Dauerausstellung läuft unter dem Titel: "Menschliches Verstehen"

Sechs-Weiher-Weg: Beliebte Familienwanderung mit Waldspielplatz

Über den sogenannten Sechs-Weiher-Weg werden auf 16 Kilometer sechs der insgesamt sieben Seen der Westerwälder Seenplatte erkundet. Dabei ist er nur halb so lang wie der Sieben-Weiher-Weg und so ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. Besonders schön ist der Trampelpfad entlang des Ufers des größten Sees am Dreifelder Weiher. Doch nicht immer führt der Pfad am Ufer entlang. Zwischendurch geht es durch Laub- und Mischwälder. Start und Ziel der Tour ist der Waldspielplatz in Steinen. Wenn der Nachwuchs nach der knapp vierstündigen Wanderung noch nicht vollends ausgepowert ist, lädt der Abenteuerspielplatz anschließend noch zum Toben und Spielen ein.

Haldenweiher Sechs-Weiher-Weg
Der Weg führt unter anderem am Haidenweiher vorbei. © Westerwälder Seenplatte

  • Start: Waldspielplatz Steinen
  • Länge: 16 km | Dauer: 4 Stunden | Höhenmeter: ca. 130 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: April bis September
  • Gut zu wissen: Am größten See in Dreifelden ist die kleine Kirche sehenswert.

Bärenkopp: Anspruchsvolle Wanderung zum Aussichtspunkt

Die Rundwanderung zum Bärenkopp zählt zu den schwersten Wanderungen im Westerwald. Fast 500 Höhenmeter gilt es auf einer Strecke von 12 Kilometern zu überwinden. Dafür wartet sowohl am Aussichtsfelsen, der auf dem Weg liegt, als auch am Gipfelkreuz selbst ein lohnenswerter Weitblick. Außerdem lohnt sich ein Besuch des gotischen Klosters St. Marienhaus, dessen Türme schon von Weitem zu sehen sind. Die steilsten Passagen können darüber hinaus über einen einfacheren Weg umgangen werden, sodass die Rundtour trotz der Schwierigkeit auch für weniger erfahrene Wanderer geeignet ist.

Aussicht Bärenkopp
Vom Bärenkopp aus haben Wanderer eine herrliche Aussicht auf das Umland. © Westerwald.info

  • Start: Waldbreitbach
  • Länge: 11,6 km | Dauer: 3,5 Stunden | Höhenmeter: 450 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: April bis September
  • Gut zu wissen: Die Wanderung zum Bärenkopp ist eine der Wäller Touren, die die Rundwanderwege der Region bezeichnen.

Weiterführende Infos zur Region Westerwald

Das Mittelgebirge Westerwald in der Mitte Deutschlands am Dreiländereck von Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist ländlich geprägt. Wer auf der Suche nach Hektik und Stadtleben ist, ist in der beschaulichen Region an der falschen Adresse. Naturliebhaber und Urlauber, die sich nach Ruhe sehnen fühlen sich hingegen umso wohler. Die meist kurzen Wanderungen lassen sich mit einem Besuch im Museum oder eine Schlossbesichtigung kombinieren. Zudem gibt es etliche Flüsse und Seen zu entdecken, die an heißen Sommertagen für Abkühlung sorgen.

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