Irgendwann kommt jeder Wanderer einmal an den Punkt, da reichen kurze Touren und Tageswanderungen vielleicht nicht mehr aus. Stattdessen wirkt die Idee, auf einer Berghütte zu übernachten und anschließend am nächsten Morgen weiter aufzusteigen, immer verlockender. Wanderer, die sich dies vornehmen, haben jedoch meist die ein oder andere Frage oder wissen nicht genau, was sie dafür einpacken müssen. IndenBergen hat deswegen einmal zusammengestellt, was Wanderer für die erste Übernachtung auf einer Berghütte alles wissen müssen.
Kurz zusammengefasst
- Für die erste Hüttenübernachtung empfiehlt sich eine bewirtschaftete Hütte: So musst du keinen Proviant für den Aufstieg mitnehmen.
- Reserviere deinen Schlafplatz frühzeitig, besonders bei beliebten Hütten und in der Hochsaison und sag bei einer Absage unbedingt telefonisch Bescheid.
- Packe Hüttenschlafsack, schnelltrocknendes Handtuch und Ohrstöpsel ein. Eine Taschenlampe hilft, wenn du früh losgehst.
- Packe den Rucksack schon am Vorabend, leg die Kleidung bereit und bezahle möglichst vorher. Beachte, dass auf vielen Hütten nur Barzahlung möglich ist. Stelle dich außerdem auf wenig Privatsphäre im Schlaflager ein.
Die richtige Hütte auswählen
Gerade in bekannten Wanderregionen der Alpen ist es nicht ganz einfach, die richtige Hütte für die erste Übernachtung am Berg zu finden. Die Auswahl scheint auf den ersten Blick einfach zu groß. Daher sollten sich Wanderer zuerst einmal die Frage stellen, was sie genau möchten. Denn es gibt Berghütten für Selbstversorger oder Hütten mit Verpflegung gegen Aufpreis. Für das erste Mal raten wir, die Hütte mit Verpflegung zu nehmen, damit alles etwas entspannter abläuft und man nicht gleich beider ersten Hüttenübernachtung den gesamten Proviant den Berg hinaufschleppen muss.
Die Übernachtung in der Berghütte vorab reservieren
Sicher gibt es auch Hütten, die ein Notlager zur Verfügung stellen, falls spontan jemand einkehrt, aber wir können nur jedem raten, einen Schlafplatz in der Hütte der Wahl zu reservieren, sobald die Tour feststeht. Denn gerade bei beliebten und bekannten Hütten kann es sein, dass sonst in der Hochsaison alles belegt ist. Außerdem ist ja gerade auch bei kleinen Hütten der Schlafplatz begrenzt. Wenn du im Voraus buchst, hast du beim Aufstieg nicht die Sorge, dass sich der Hüttenwirt oder die Hüttenwirtin nicht über dein Erscheinen freut. Wichtig: Wer doch nicht anreisen kann, sollte telefonisch bei der Hütte Bescheid sagen, damit der Platz anderweitig vergeben werden kann!
Packliste für die erste Übernachtung auf einer Berghütte
Muss man eigentlich auf eine Berghütte einen Schlafsack mitbringen? Eine der wichtigsten Fragen, die man sich vor seiner ersten Hüttentour stellt. Die Antwort lautet: Ja! Ein Hüttenschlafsack muss mitgebracht werden. Wer keinen hat, kann in vielen Hütten auch einen kaufen. Zudem sollte ein schnelltrocknendes Handtuch eingepackt werden. Da viele Hütten nur über ein Bettenlager verfügen und man mit vielen Personen in einem Raum schläft, raten wir zudem ganz dringend zu Ohrenstöpseln. Wenn du am nächsten Morgen früh los willst, lege eine Taschenlampe neben deinem Bett bereit, damit du nicht alle wecken musst, um deine Sachen zu finden.
Diese Dinge gehören unbedingt in deinen Rucksack
- Hüttenschlafsack (vorher Anforderungen der Hütte prüfen)
- Wechselwäsche und warme Kleidung für den Abend
- Schnelltrocknendes Handtuch
- Zahnbürste, Zahnpasta und kleine Hygieneartikel
- Ohrstöpsel
- Stirnlampe oder kleine Taschenlampe
- Wasserflasche
- Bargeld und Ausweis
- Handy mit Ladekabel und ggf. Powerbank
Für den Hüttenabend und Morgen
- Hüttenschuhe, falls nicht vorhanden
- Schlafkleidung
- Kleidung für den nächsten Wandertag griffbereit
- Medikamente und Blasenpflaster
- Sonnen- und Wetterschutz für die Tour
Vorher prüfen: Schlafplätze reservieren, Zahlungsart und Verpflegung klären sowie nachsehen, ob es auf der Hütte Decken, Hüttenschuhe oder einen Hüttenschlafsack zum Ausleihen gibt. Leicht packen, denn der Rucksack muss den Berg hinauf.
Unser Tipp für den nächsten Morgen auf der Hütte
Wer schon einmal in einem Schlafsaal übernachtet hat, weiß, wie nervtötend es sein kann, wenn jemand am frühen Morgen anfängt, seine Sachen zusammenzusuchen und zu packen. Damit dir das bei deiner ersten Übernachtung auf einer Berghütte nicht passiert, empfehlen wir dir, deinen Rucksack schon am Abend vorher fertig zu packen und die Kleidung für den Tag anziehfertig und griffbereit neben dein Lager zu legen. So hast du am nächsten Morgen mit Taschenlampe oder Handylicht alles griffbereit und weckst nicht die ganze Hütte auf. Bezahlen kannst du auch schon am Vorabend. Gut zu wissen: Auf vielen Hütten geht das nur in bar!
Kleiner Hinweis: Privatsphäre auf der Berghütte
Wer nicht gerade ein Privatzimmer für sich gebucht hat, schläft dicht an dicht mit fremden Menschen, denn je höher die Hüte liegt, desto weniger Komfort gibt es – soll heißen, man schläft durchaus auch einmal Nase an Nase mit einer unbekannten Person. Wer sich darauf einstellt und etwas Humor mitbringt, gewöhnt sich aber schnell daran und kann dabei definitiv mehr Spaß haben als isoliert in einem Privatzimmer.