Die richtige Ausrüstung fürs Winterwandern

Die richtige Ausrüstung fürs Winterwandern

23 Februar 2019

von: Karl in Wandern

Im Sommer müssen sich Wanderer nicht wirklich so viel Gedanken über ihre Kleidung machen. Eine kurze Hose, ein T-Shirt und etwas Warmes, falls es während der Tour plötzlich kalt werden sollte. Im Winter sieht die Sache beim Wandern aber schon etwas anders aus, denn schließlich wollen Winterwanderer nicht frieren, aber die vielen Kleidungsschichten sollen auch nicht sperrig sein und bei der Bewegung behindern. Da fällt die Wahl der richtigen Ausrüstung nicht ganz leicht. Indenbergen.de stellt deswegen zusammen, welche Ausrüstung Winterwanderer unbedingt brauchen.

1. Die richtigen Schuhe

Es gibt kaum etwas Schlimmeres beim Winterwandern als nasse und kalte Füße, denn dann macht die ganze Tour keinen Spaß mehr und im schlimmsten Fall wird man auch noch krank. Deswegen brauchen Winterwanderer stabile, wasser- und kälteresistente Bergschuhe. Daher wird eine feste Gummisohle empfohlen, die auch in Schnee und Matsch gut Halt gibt. Von Moonboots ist eher abzuraten, da diese oft sehr weich sind und nicht ausreichend Stabilität liefern. Wichtig ist auch, die Schuhe über Nacht immer mit Zeitung auszustopfen und gut trocknen zu lassen, da sonst im schlimmsten Fall Erfrierungen in den feuchten Schuhen drohen.

2. Grödeln für den perfekten Halt

Grödeln? Noch nie gehört. Ja, aber sicher schon gesehen, denn dabei handelt es sich um die Spikes aus Metall, die unter die Wanderschuhe geklemmt werden, damit Winterwanderer auf einer eisigen Straße oder einem gefrorenen Abhang nicht rutschen oder stürzen. Die Grödeln können ganz einfach über den Schuh übergestreift werden und bieten zusätzliche Sicherheit. Deswegen sollten Winterwanderer sie auch unbedingt im Rucksack dabeihaben.

Schuhe mit passenden Grödeln geben Sicherheit und halten die Füße warm und trocken (Foto: Pixabay)

3. Die perfekte Kleidung zum Winterwandern

Wer Winterwandern will, sollte sich ganz klar an den Zwiebellook halten. Das fängt schon bei der richtigen Unterwäsche an, die warm halten aber auch atmungsaktiv sein sollte, damit die Feuchtigkeit beim Schwitzen gut abgeführt werden kann. Darum sollte eine wärmende sowie ggf. winddichte oder feuchtigkeitsabweisende Kleidung getragen werden. Fleece eignet sich dafür sehr gut. Als äußere Schicht empfiehlt sich eine winddichte Jacke, die Schnee und Regen standhält, aber trotzdem die Feuchtigkeit nach außen transportiert. Auch die Hose sollte wind- und wasserdicht sein, aber gleichzeitig wärmen können und atmungsaktiv sein.

4. Handschuhe und Mütze

Für den Fall, dass es anfängt zu schneien oder der Himmel sich bedeckt, sollten Winterwanderer auch immer ein paar Handschuhe und eine Mütze sowie einen Schal im Rucksack haben. Sollen die Handschuhe nur wärmen, reicht die Variante aus Wolle, wenn es aber schneit, werden Goretex-Handschuhe empfohlen, da sie feuchtigkeitsabweisend sind. Für den Notfall ist es ebenfalls sinnvoll, eine Sturmhaube mitzunehmen. Allerdings sollte dringend der Rückweg angetreten werden, wenn diese zum Einsatz kommt, damit man sich nicht im Schneegestöber verläuft.

Handschuhe, Mütze und Sonnenbrille gehören in jeden Rucksack (Foto: Pixabay)

5. Wanderstöcke mit großen Tellern

Sind Wanderstöcke im Sommer noch optional, sollten sie im Winter unbedingt verwendet werden, um auf eisigen Wegen zusätzliche Sicherheit zu bieten. Dafür eignen sich neben Teleskopstöcken mit großen Wintertellern, die das Versinken im Matsch verhindern, auch Skistöcke. Um durch die Kälte, die von dem Metall des Stocks abgestrahlt wird, keine kalten Finger zu bekommen, kann der Stock einfach mit Leder umwickelt werden.

6. Sonnen- oder Gletscherbrille

Wer schon einmal im Schnee unterwegs war, als plötzlich die Sonne herauskam, und dann keine Sonnenbrille dabeihatte, weiß sicher, dass er das nicht noch einmal erleben möchte, denn das kann sehr schmerzhaft werden. Deswegen sollten Winterwanderer auch immer eine Sonnen- oder Gletscherbrille im Rucksack mitführen. Weiter empfiehlt es sich auch, Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor bei sich zu tragen, denn auch wenn es kalt ist, sollte man die Sonneneinstrahlung nicht unterschätzen.

7. Ausreichend Proviant und ein Sitzkissen

Wenn Wanderer im Sommer eine Pause einlegen wollen, setzen sie sich einfach auf die Wiese. Im Winter geht das nicht, denn der Untergrund ist nass und kalt. Deswegen ist es für Winterwanderer sinnvoll, immer ein kleines Gummikissen mit sich zu führen. Auch sollte ausreichend Flüssigkeit (am besten warmer Tee) mitgenommen werden, denn trotz der Kälte kommen Wanderer heftig ins Schwitzen und müssen den Verlust wieder ausgleichen. Außerdem wärmt der Tee richtig schön von innen.

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