Wandertechnik in den Bergen

Wandertechnik in den Bergen

7 Juni 2019

von: Sarah in Alpinismus

In den Bergen wandern sieht ja eigentlich ganz einfach aus. Schließlich lernt man schon als Kind, wie das mit dem Laufen geht. Einfach einen Fuß vor den anderen setzen und irgendwann kommt man dann oben an. So ist es natürlich auch, aber es kann sicher nicht schaden, trotzdem beim Wandern einige grundlegende Techniken zu beachten. IndenBergen hat einige wichtige Tipps, um die eigene Wandertechnik zu verbessern.

Kleine Schritte und ein ruhiger Rhythmus

Sowohl am Anfang als auch im Verlauf der Wanderung ist es wichtig, seinen eigenen, entspannten Rhythmus zu finden und kleine Schritte zu machen. Wer schon am Anfang gleich durchstartet, ist viel zu schnell außer Atem und gibt vielleicht auf halbem Wege auf. Auch machen viele Wanderer den Fehler, zu große Schritte zu machen. Dies liegt vorallem daran, dass sie üblicherweise ebenerdiges Terrain laufen und deswegen die Steigung nicht gewöhnt sind. Dadurch tritt die Erschöpfung schneller ein und es entwickelt sich kein stabiler Herzschlag in einem ruhigen Laufrhythmus. Deswegen ist es ratsam, eher etwas langsamer zu starten und das Tempo nach 20 Minuten anzupassen, wenn die Kondition es erlaubt. Wichtig ist es auch, keine hektischen Bewegungen mit den Armen zu machen, sondern sich bedächtig zu bewegen.

In einer Gruppe in es besonders wichtig, auf das Tempo zu achten

Den eigenen Schwerpunkt über den Füßen halten

Auch dieser Tipp ist besonders wichtig für Wanderer: Den eigenen Schwerpunkt über den Füßen zu halten. Viele Wanderer neigen dazu, sich beim Anstieg auf den Berg nach vorne zu beugen, wodurch sich der Schwerpunkt des Körpers vor den Füßen befindet. Das ist eine zusätzliche Anstrengung und ist auch nicht gut für das Gleichgewicht. Am besten ist es (genau wie bei Skifahrern), sich ein bisschen in Richtung Tal zu lehnen. Dadurch stehen Wanderer fest in ihren Schuhen und die Balance ist besser. Dadurch, dass das Gewicht auf den gesamten Sohlen liegt, rutschen Wanderer auch seltener aus.

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Kraft einteilen

Wenn die Wahl besteht zwischen einer längeren, aber flacheren Strecke oder einem kürzeren, aber steileren Anstieg, dann sollten Wanderer sich immer für die flache Option entscheiden, um Kräfte zu sparen. Auch sollten Wanderer nicht darauf hoffen, dass sie eben dieses kleine steile Teilstück überwinden können und danach geht es flach weiter. Oft ist es nämlich so, dass es annschließend auch steil weitergeht. Deswegen sollte gut überlegt werden bei der Wahl der Route, der kürzeste Weg ist nämlich nicht immer der einfache. Wanderer sollten auch etwa alle 2 Stunden eine Pause einplanen, um etwas zu essen und zu trinken. Für den Körper ist eine Pause von 2 Minuten am effektivsten, aber natürlich wollen Wanderer auch gerne die Aussicht der Berge genießen. 20 Minuten sind daher perfekt für eine Pause. Wanderer sollten dabei aber darauf achten, dass sie nicht zu sehr auskühlen.


Ruhig und kontrolliert den Berg hinab

Wanderer sollten, bevor es wieder den Berg hinuntergeht, ihre Wanderschuhe noch einmal neu und fest schnüren. Dabei ist es wichtig, die Ferse fest in den Schuh zu drücken und das Gewicht auf den ganzen Schuh zu verteilen. Weiter ist es sinnvoll, beim Abstieg kleine Schritte zu machen und kontrolliert zu gehen. Das bedeutet, immer erst zu prüfen, aber der Fuß sicher steht, bevor er komplett belastet wird. Außerdem sollte der Fuß beim Absetzen ganz normal über die Zehen abgerollt werden. Viele Wanderer machen den Fehler, dass sie mit gestrecktem Bein mit der Ferse aufsetzen. Das ist allerdings schädlich für Knie und Hüfte.

Ganz gemütlich nach unten

Gute und feste Wanderschuhe

Die Basis für jede gute Wandertechnik sind ein Paar solide Wanderschuhe mit einer starken Profilsohle. Abhängig von dem Terrain, wo Wanderer unterwegs sind, sorgen Wanderschuhe mit Profilsohle für einen besseren Halt. Eben schnell den Berg hinauf mit Turnschuhen mit einer Plastiksohle? Auf keinen Fall. Hier findest du unsere Tipps zum Kauf der perfekten Wanderschuhe >

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