Typische Schmerzen beim Wandern und was dagegen hilft

Typische Schmerzen beim Wandern und was dagegen hilft

6 November 2020

von: Sarah in Allgemein

Für viele gibt es nichts Schöneres, als stundenlang durch den Wald zu gehen, Felsen zu erklimmen und sich bis zum Gipfelkreuz hochzuarbeiten, um sich dann anschließend mit einer grandiosen Aussicht über das Tal zu belohnen. Ja, es könnte so schön sein, wenn da nur eine Sache nicht wäre – und zwar die Schmerzen. Es gibt einfach Schmerzen, die jeder Wanderer kennt und am liebsten so gut es geht vermeiden möchte. IndenBergen.de stellt deswegen die typischen Schmerzen beim Wandern zusammen und erklärt, was dagegen hilft.

1. Blasen

Es ist der Albtraum eines jeden Wanderers. Irgendwann fallen die heißgeliebten, bequemen und vor allem eingelaufenen Wanderschuhe auseinander und ein neues Paar muss her. Damit sollten Wanderer auf keinen Fall direkt auf den nächsten Dreitausender starten, denn wenn sie sich unterwegs eine Blase mit den neuen Schuhen laufen, wird es ein sehr langer und qualvoller Rückweg. Lieber die Schuhe erst auf kurzen Strecken einlaufen und gerne auch mehrere dicke Paar Socken übereinander anziehen, damit sich der Schuh weitet.

Gute Schuhe und Socken gegen Blasen

2. Rückenschmerzen vom Rucksack

Selbst wenn Wanderer nicht ihren ganzen Haushalt mit auf den Berg schleppen, können auch die Brotzeit, die Wasserflasche und das Fernglas irgendwann schwer werden. Wenn die Schultern schmerzen und der Nacken sich verspannt, liegt dies häufig daran, dass der Rucksack nicht richtig sitzt, denn das Gewicht sollte auf keinen Fall nur an den Schultern hängen. Stattdessen lieber einen Rucksack mit Hüftgurt kaufen, damit der schwerste Teil dort aufliegt.

3. Kopfschmerzen

Auch wenn man denken könnte, Wandern sei ja eigentlich nichts anderes als ein Spaziergang durch den Wald, meldet sich der Körper schnell bei zu großer Anstrengung, zum Beispiel mit Kopfschmerzen. Diese können dadurch zustande kommen, dass Wanderer sich nicht richtig in der Höhe akklimatisiert haben und gleich am ersten Tag zu viel gewollt haben, oder eben einfach dadurch, dass der Körper durch die sportliche Bewegung und das Schwitzen zu viel Wasser verloren hat und sich mit Kopfschmerzen darüber beschwert. Deswegen alles ruhig angehen lassen und immer ausreichend trinken.

4. Blauer Zehnagel

Ist der Wanderschuh nur wenige Millimeter zu kurz, stoßen die Zehennägel gerade beim Bergabgehen vorne an und das kann nach einer Weile wirklich höllisch wehtun. Es droht ein blauer Nagel oder im schlimmsten Fall verlieren Wanderer den Zehnagel ganz. Deswegen die Nägel immer kurzhalten und einen Nagelknipser im Rucksack mitführen, damit beim ersten Schmerz sofort eingegriffen werden kann.

Wenn die Füße schmerzen einfach mal auf Sandalen wechseln

5. Verstauchung

Einmal kurz nicht aufgepasst und einen kleinen Stein übersehen, schon ist es passiert. Der Wanderer ist umgeknickt und hat sich den Knöchel verstaucht. Das ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch sehr ärgerlich, denn mit dem Wandern ist es in den nächsten Tagen erst einmal vorbei. Stattdessen den Fuß hochlegen, kühlen und schonen. Zur Vorbeugung wird auch empfohlen, hohe Wanderschuhe zu tragen, die die Knöchel zusätzlich stabilisieren.

6. Brennnessel

Da will man sich nur kurz für eine Brotzeit ins Gras setzen und schon ist es passiert. Hat man nicht richtig hingeschaut, kann es schnell passieren, dass man aus Versehen in eine Brennnessel greift und das tut tierisch weh. Vielleicht bilden sich auf der Haut auch weiße Pusteln, die nicht nur schmerzen, sondern auch jucken. Dafür sollten Wanderer immer eine Heilsalbe im Rucksack haben, die am Besten auch bei Mückenstichen hilft, denn beides kann wirklich die schönste Wandertour versauen.

7. Muskelkater

Dieses Elend ist fast schon unvermeidlich, kann aber zumindest etwas gelindert werden. Wer also am Tag einen Gewaltmarsch unternommen hat, sollte sich am Abend unbedingt in die Sauna begeben, um den erschöpften Muskeln etwas Erholung zu bieten. Vorsichtiges Dehnen kann ebenso helfen, dabei aber bitte ganz sanft vorgehen. Wer möchte, kann sich auch vor dem Schlafengehen die Beine noch eincremen, zum Beispiel mit einem Gel aus Rosskastanie.

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