So schön ist Wandern in Montenegro

So schön ist Wandern in Montenegro

9 August 2019

von: Sarah in Reiseberichte

Als einer der kleineren Staaten Europas ist Montenegro touristisch zwar sehr gut erschlossen, jedoch noch nicht unangenehm überlaufen, sodass Wanderer und Trekking-Fans hier sicher auf ihre Kosten kommen. Denn das kleine Land hat alles, was sich Naturfreunde nur wünschen können, von Stränden, über Buchten und Wälder bis hin zu gigantischen Gipfeln, Schluchten und Bergseen. Und das Beste ist, dass Wanderer auf vielen Routen im Land keiner anderen Menschenseele begegnen und die Natur in vollen Zügen genießen können. Indenbergen stellt die schönsten Wanderziele in Montenegro vor.

Die schönsten Wanderziele in Montenegro

Für seine verhältnismäßig kleine Größe hat Montenegro eine Vielzahl an Ausflugszielen, Touren und Routen für Wanderer zu bieten. Die Vielfalt erstreckt sich vom Gletschersee Crno Jezero, über den Nationalpark Durmitor, bis hin zur Tara Gorge, dem unvergleichlich schönen Lake Skadar und der Bucht von Kotor. In Montenegro können Wanderer eine Woche oder einen ganzen Monat verbringen und werden trotzdem jeden Tag etwas anderes entdecken können. Die Wanderungen, wenn auch landschaftlich reizvoll, haben in der Regel ein moderates Niveau und sind für fortgeschrittene Wanderer, die sich nicht zum ersten Mal in der Natur der Bergwelt bewegen, perfekt passend.


Der Klassiker: Durmitor Nationalpark

Im Norden Montenegros an der serbischen Grenze liegt der Durmitor Nationalpark mit einem an mehreren Stellen über 2.000 Metern hohen Gebirge – also ein echtes Paradies für Wanderer. Besonders sehenswert in diesem Nationalpark ist der schwarze See Crno Jezero, ein Gletschersee auf einer Höhe von 1416 Metern. Der See ist vom Eingang des Parks in nur wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen, weshalb dort auch öfter geführte Reisegruppen eintreffen. Wer ein wenig mehr sportliche Herausforderung schätzt, wählt den Bobotov Kuk mit einer Höhe von 2522 Metern. Ab dem Durmitor Seldo auf 1908 Metern dauert der Aufstieg zum Gipfel knapp fünf Stunden. 

Wandern zur zweitgrößten Schlucht der Welt

Ebenfalls im Norden von Montenegro befindet sich die Tara-Schlucht, mit einer Länge von 78 Kilometern und stellenweise einer Tiefe von 1.300 Metern nach dem Grand Canyon die zweitgrößte Schlucht der Welt. Auch wenn ein Abstieg in die Schlucht nicht unbedingt empfehlenswert ist, lohnt sich eine Wanderung zur Schlucht ganz ohne Zweifel. Wanderer starten von Zabljak, einer Stadt im Durmitor-Nationalpark, zum Berg Curevac, der 1.625 Meter hoch ist. Die Strecke ist nur knapp 10 Kilometer lang, aber der Aufstieg hat es in sich und der Blick vom Gipfel in die Schlucht ist sicher nichts für schwache Nerven.


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Eine Tour zur berühmten Flussschleife

Wer sich über die Sehenswürdigkeiten von Montenegro informieren möchte, stößt früher oder später auf das Bild einer markanten Flussschleife. Diese gehört zum See Skadar und kann ebenfalls erwandert werden. Von Rijeka Crnojevica kann das Seegebiet zum Beispiel in 3 bis 4 Stunden erreicht werden. Ab Virpazar ist eine Tour mit einer Dauer von 5 bis 6 Stunden möglich. Allerdings ist die Fläche der Seenlandschaft so groß, dass es hier wirklich sinnvoll ist, eine geführte Tour auszuprobieren. Darin enthalten sind oft Stops, um sich in wunderschönen klaren grünen Seen zu erfrischen und eine Runde zu schwimmen.


Die Treppe von Kotor ersteigen

Die wunderschöne, authentische und gemütliche Stadt Kotor ist sowieso eine Reise wert, denn wer diesen Ort auf seiner Montenegro-Reise nicht gesehen hat, hat wirklich was verpasst, aber die kleine Hafenstadt hat Wanderern auch körperlich eine Herausforderung zu bieten – genannt die Treppe von Kotor. Auch wenn für den Aufstieg mehrere Stunden eingeplant werden sollten, ist die Aussicht jede einzelne Stufe wert. Allerdings lohnt sich hier ein frühes Aufstehen, da es tagsüber recht voll werden kann. Und noch ein Tipp: Wer im Stadtzentrum von Kotor keinen Eintritt für die Treppe bezahlen muss, nimmt einfach den geheimen Zugang außerhalb des Ortskerns.


Weiterführende Informationen zum Thema

Gerade in der Hochsaison im Sommer tummeln sich in den Küstenorten Tivat und Budva zahlreiche Touristen. Der Flughafen von Tivat wird zum Beispiel auch nur während der Sommermonate angeflogen. Wanderer, die es etwas beschaulicher mögen, sind deshalb gut damit beraten, im Spätsommer oder im Frühjahr nach Montenegro zu reisen, bevor die Touristenströme eintreffen. So besteht nicht nur die Chance, die Natur in aller Ruhe zu entdecken, sondern auch den besonderen Charme der Städte zu erleben.

Alle Fotos: (Foto: © Sarah Tekath)

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