Ein Tag in Innsbruck: Zwischen Natur und Kultur

Ein Tag in Innsbruck: Zwischen Natur und Kultur

6 Oktober 2019

von: Marlene in Regionen

Innsbruck ist die heimliche Hauptstadt der Alpen. Von Sommer bis Winter ist die Stadt als Ausgangspunkt für sämtliche Bergsportaktivitäten bekannt. Im Herbst lockt sie vor allem Wanderer und Mountainbiker an. IndenBergen-Bloggerin Marlene hat im September einen Tag in Innsbruck verbracht und das Stadtleben inklusive Sightseeing genauso genossen wie die Zeit an der nahegelegenen Serles und berichtet über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.

Innsbruck: die Hauptstadt Tirols

Innsbruck steht synonym für die Nähe zu den Bergen und ist vor allem für die zahlreichen Skigebiete rund herum bekannt. Dort, wo man im Winter Skifahren kann, gibt es in der schneefreien Jahreszeit zahlreiche Wanderwege zu entdecken. Nach einem abwechslungsreichen Tag in den umliegenden Alpen wartet auf Urlauber in Innsbruck dann ein entspannter Abend in der Stadt, die mit all den Vorzügen des urbanen Lebens punktet. Besucher haben die Wahl zwischen zahlreichen Restaurants und Cafés. Außerdem können sich Gäste auf ein buntes Kulturprogramm mit Theater, Museen und geschichtlichen Sightseeing-Highlights freuen.

Stadt und Berge könnten nicht näher beieinanderstehen (Foto: © Marlene Vey)

In zwei Stunden von München nach Innsbruck

Aus München kommend dauert die Anreise nach Innsbruck knapp zwei Stunden. Wir wählen die Route über Garmisch-Partenkirchen. Die Anfahrt über Kufstein ist jedoch zeitlich nicht länger. An der Grenze halten wir nochmal, kaufen eine Vignette. Dann geht es bei strahlendem Sonnenschein weiter in Richtung Berge. Der Stadtverkehr ist am Vormittag entspannt. Alle Ampeln sind grün. Wir erreichen das Parkhaus in der Innenstadt, stellen das Auto ab und machen uns auf die Suche nach einem Café. Der Magen knurrt. Ich habe noch nichts gefrühstückt.

Blick auf die Nordkette

Ich schiebe die Sonnenbrille auf die Nase. Das Wetter ist super und es ist ein sommerlich-warmer Septembertag. Ich hebe den Blick und staune: Vor mir liegt die Nordkette. Mächtig zeichnet sie sich vor dem strahlend blauen Himmel ab und thront über den Dächern von Innsbruck. Davor glitzert die Annasäule in der Sonne. Das ist das Motiv, das Postkarten ziert. So ist auch mein Handy schnell gezückt. Dann kehren wir in den Breakfast Club ein, nehmen auf der Sonnenterrasse Platz und kommen bei Porridge, Waffeln und einem großen Kaffee erst so richtig an. Jetzt kann der Tag starten.

Ausflug in die Natur

Gestärkt und voller Tatendrang geht es weiter zur Serlesbahn. Für eine große Wanderung sind wir heute schon zu spät dran. Ein bisschen Natur wollen wir trotzdem noch erleben. Wir fahren mit der Gondel nach oben und laufen an einem Höhenwanderweg entlang. Wir starten und enden die Tour an einem Speichersee. Quer darüber hinweg ist ein Tau gespannt. Darunter liegt ein Floß, das per Muskelkraft von einer Seite zur anderen gezogen werden kann. Das lass ich mir nicht entgehen. Die Attraktion ist zwar eigentlich für Kinder gedacht, doch auch ich muss einmal hin- und herschippern. Ahoi.

Kombination aus Natur und Kultur

Ich fülle meine Kraftreserven in der Natur wieder auf. In den Bergen kann ich durchatmen und den Moment genießen. Trotzdem mag ich die Vorzüge des Stadtlebens. Ich mag es, mir das Essen aussuchen zu können. Ich mag einen Abend in einer Bar oder den Besuch eines Kinos. Deshalb finde ich auch die Lage von Innsbruck so besonders. Und wenn ich hier schon nicht lebe, so kann ich die Kombination aus Bergen und Stadt zumindest am Wochenende oder im Urlaub genießen. So muss ich mich auch nicht für eine Bergregion entscheiden, sondern kann jeden Tag eine andere Himmelsrichtung besuchen.

Floß über den Speichersee, ein Riesenspaß für Groß und Klein (Foto: Marlene Vey)

Praktische Tipps zu Mountainbiken in Innsbruck

Die Stadt ist auch Ausgangspunkt für Mountainbiker. Ein Tipp für alle Bikeliebhaber ist der neue Arzler Alm Trail, der zu den Great Trails in Tirol gehört. Der Singletrail an der Nordkette startet an der Arzler Alm auf über 1.000 m und führt über knapp 3 Kilometer abwechslungsreich in Richtung Innsbruck zurück. Anliegerkurven treffen auf flowige Passagen mit Sprüngen und es gilt Wurzelfelder zu meistern. Bewertet wird er mit der Schwierigkeit S2. Das bedeutet, dass der Trail als mittelschwer einzustufen ist. Wer noch keine Erfahrung auf dem Mountainbike hat, sollte sich langsam herantasten. Für Interessierte gibt es kostenlose Workshops z.B. bei BikeHow. Dort erklären erfahrene Guides die richtige Bremstechnik und zeigen, wie Kurven richtig ausgefahren werden.

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