Die Saarschleife, die auch als große Schleife der Saar bekannt ist, ist die bekannteste Flussschleife Deutschlands. Die „Große Saarschleife“ liegt im Saarland, ganz in der Nähe des Dreiländerecks mit Luxemburg und Frankreich. Sie ist die berühmteste Sehenswürdigkeit des kleinsten Bundeslandes Deutschlands. Für viele ist die 180-Grad-Schleife auch das Wahrzeichen des Saarlandes. Am besten lässt sich die Saarschleife vom Aussichtspunkt Cloef aus betrachten. Auch vom Ufer, mit dem Fahrrad oder zu Fuß ist die Schleife in der Saar absolut sehenswert. In diesem Blogartikel erfährst du, was du dort unternehmen kannst, welche Wanderung zu dir passt und was du über Parken, Preise und die Erreichbarkeit der Saarschleife wissen solltest.
Kurz zusammengefasst
- Den bekanntesten und kostenlosen Blick auf die Saarschleife hast du vom Aussichtspunkt Cloef in Orscholz.
- Für ein höheres und barriereärmeres Panorama kannst du den Baumwipfelpfad Saarschleife nutzen.
- Wanderer entscheiden sich vor allem zwischen dem Cloefpfad mit 8 km und der Saarschleife Tafeltour mit 16,4 km Länge.
Was ist die Saarschleife genau?
Die Saarschleife ist eine natürliche Schleife im Fluss Saar, entstanden, weil sich der Fluss im Laufe von Millionen Jahren durch das Gestein gegraben hat. Der Ort gilt als landschaftliches Wahrzeichen des Saarlandes. Der Aussichtspunkt Cloef liegt etwa 180 Meter über dem Fluss auf einem Felsen aus Taunus-Quarzit, und die Saarschleife mit der Cloef ist seit 2006 ein nationales Geotop.
Die berühmte Schleife beginnt direkt hinter Besseringen und endet in Mettlach. Luftlinie liegen diese beiden Orte nur zwei Kilometer voneinander entfernt, doch die Saar macht einen Umweg von fast zehn Kilometern. Entlang der Saarschleife gibt es einen Wander- und Radweg, außerdem befinden sich die Ruinen der Burg Montclair und der Baumwipfelpfad in der Nähe der bekannten Flussschleife.
Wo hast du den schönsten Blick auf die Saarschleife: Cloef oder Baumwipfelpfad?
Aussichtspunkt Cloef
Für die meisten BesucherInnen ist der Aussichtspunkt Cloef der beste erste Halt. Das ist der klassische Aussichtspunkt auf die Saarschleife, kostenlos zugänglich und Tag und Nacht geöffnet. Von dort aus überblickst du das berühmte Panorama, für das das Saarland bekannt ist. Etwa 500 Meter entfernt liegt außerdem die Kleine Cloef, ein zusätzlicher Aussichtspunkt, der leicht erreichbar ist.
Baumwipfelpfad Saarschleife
Wenn du die Aussicht höher, weiter und barriereärmer erleben möchtest, ist der Baumwipfelpfad Saarschleife eine naheliegende Ergänzung. Der Weg ist 1.250 Meter lang, führt durch den Wald und endet in einem 42 Meter hohen Aussichtsturm. Die Strecke ist barrierefrei angelegt, mit einer maximalen Steigung von 6 %, sodass sie sich auch für viele BesucherInnen mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Gehhilfe eignet.
Was ist die beste Wahl?
Die Entscheidung hängt also vor allem von deinem Tagesplan ab. Wenn du schnell und kostenlos diesen berühmten Ausblick genießen möchtest, fahre zum Aussichtspunkt Cloef. Wenn du aus deinem Besuch einen richtigen Ausflug machen und unterwegs auch Informations- und Erlebnisstationen mitnehmen möchtest, dann bietet der Baumwipfelpfad eindeutig einen Mehrwert. Für Familien ist Letzteres besonders interessant, auch weil sich neben dem Pfad ein Adventure Forest mit mehr als 25 Spiel- und Lernstationen auf über 7.000 m² befindet.
Ausflug zum Baumwipfelpfad Saarschleife
Der 1.250 Meter lange Baumwipfelpfad Saarschleife befindet sich bei Orscholz und ist zu Fuß vom Aussichtspunkt Cloef gut erreichbar. Einer der Höhepunkte des Baumwipfelpfads Saarschleife ist der beeindruckende Aussichtsturm. Du wanderst dabei bis zu 23 Meter über dem Boden und genießt die Saarschleife sowie die umliegende Natur aus einer einzigartigen Perspektive. Bei klarem Wetter ist es sogar möglich, bis zu den Vogesen in Frankreich zu sehen. Auf dem Baumwipfelpfad triffst du auf verschiedene Lern- und Erlebnisstationen, an denen du mehr über den Wald und die Umgebung erfährst. Der Baumwipfelpfad Saarschleife ist das ganze Jahr über geöffnet.
Eintrittspreise Baumwipfelpfad Saarschleife (2026)
- Erwachsene: 13,- €
- Kinder 6–14 Jahre: 11,- €
- Unter 6 Jahre: kostenlos
Wandern an der Saarschleife: Das sind die besten Routen
Wer an der Saarschleife wandern möchte, landet schnell bei zwei Touren. Die kürzeste und naheliegendste ist der Cloefpfad. Diese Rundwanderung ist etwa acht Kilometer lang, dauert rund 3,5 Stunden und umfasst 261 Höhenmeter. Die Route startet am Cloef Atrium und verbindet die bekannten Panoramen mit einem Abstieg durch das Steinbachtal.
Der Cloefpfad ist aufgrund der Steigung und Wegbeschaffenheit nicht für einen entspannten Familienausflug geeignet. Die offizielle Routeninformation warnt vor einem steilen Anstieg von etwa 200 Höhenmetern von der Saar wieder hinauf, wobei eine gute Kondition und Trittsicherheit nötig sind. Dadurch eignet sich diese Route vor allem für Wanderer, die wirklich einen halben Tag unterwegs sein wollen und nicht nur für das Fotomotiv vorbeikommen.
Wenn du eine längere und abwechslungsreichere Tour suchst, ist die Saarschleife Tafeltour die bekannteste Wahl. Diese Route ist 16,4 Kilometer lang, dauert ungefähr fünf Stunden und überwindet mehr als 500 Höhenmeter. Unterwegs verbindest du die Saarschleife mit Burg Montclair, dem stillen Steinbachtal und einer Überfahrt mit dem Fährschiff Welles, der einzigen Fähre auf der Saar.
Praktische Infos zur Saarschleife: Parken, Preise und öffentlicher Nahverkehr
Die Saarschleife und der Aussichtspunkt Cloef sind das ganze Jahr über, 24 Stunden am Tag, geöffnet. Der Zugang zur Saarschleife und zum Aussichtspunkt ist kostenlos. Rund um die Cloef und den Baumwipfelpfad gibt es gut ausgeschilderte, öffentliche Parkplätze. Für Autos gelten derzeit folgende Tarife: bis zwei Stunden 1,50 €, bis vier Stunden 3,- €, bis sechs Stunden 4,50 € und eine Tageskarte kostet 6,- €
Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommst du hin, allerdings ist die Verbindung eingeschränkter. Von Merzig fährt die Buslinie 250 bis zur Haltestelle Cloef, Orscholz Mettlach. Von dort sind es etwa fünf Minuten zu Fuß zum Eingang des Baumwipfelpfads und rund zehn Minuten bis zum Aussichtspunkt. Am Wochenende ist die Verbindung schlechter als unter der Woche.
Was kannst du vor Ort noch unternehmen?
Ein Besuch der Saarschleife muss nicht bei einem einzigen Aussichtspunkt bleiben. Die Ruine von Burg Montclair liegt mitten in der Flussschleife auf einem Höhenrücken etwa 290 Meter über der Saar. Das macht sie zu einem naheliegenden zusätzlichen Stopp bei längeren Wanderungen. Die Burg hat außerdem ein Museum und eine Gastronomie, sodass sie wirklich ein weiteres Highlight unterwegs ist und nicht nur eine Ruine im Wald.
Auch eine Fahrt übers Wasser ist möglich. Die Fähre Welles liegt direkt in der Saarschleife und bringt Wanderer und RadfahrerInnen ans andere Ufer. Von April bis Oktober fährt die Fähre täglich zwischen 10.00 und 17.45 Uhr, montags ist Ruhetag; im November und März nur an Wochenenden und Feiertagen. Gerade dank dieser Kombination aus Panorama, Wald, Burg und Wasser ist die Saarschleife mehr als ein kurzer Zwischenstopp.
Beste Reisezeit für einen Besuch der Saarschleife
Nur um die Aussicht zu genießen, kannst du dort das ganze Jahr über hinfahren, denn der Aussichtspunkt Cloef ist 24 Stunden täglich zugänglich. Wenn du jedoch wandern, die Fähre nutzen und möglichst viel erleben möchtest, sind Frühling bis Herbst die besten Jahreszeiten. In dieser Zeit sind die Routen in der Regel am angenehmsten zu begehen und die Fähre fährt am regelmäßigsten.
Der Herbst ist besonders attraktiv für alle, die das Farbenspiel der Landschaft mögen: Dann kommen die bewaldeten Hänge rund um die Flussschleife am stärksten zur Geltung. Für Familien oder für einen kurzen Zwischenstopp unterwegs sind trockene Tage im Frühling und Sommer ideal, weil sich Cloef, Baumwipfelpfad und Spielangebote dann leicht in einem Besuch verbinden lassen.
Mehr Informationen über die Saarschleife und das Saarland
Die Saarschleife liegt im Nordwesten des kleinsten deutschen Bundeslandes, dem Saarland. Die Region ist nicht nur bei Wanderern und RadfahrerInnen beliebt, sondern auch bei Kulturinteressierten. In der Umgebung liegen mehrere interessante Städte wie Trier, Luxemburg und Saarbrücken. Eine weitere Empfehlung ist Merzig mit seinem historischen Stadtkern. Auf dem Kreuzberg steht die gleichnamige Kreuzbergkapelle, die 1858 erbaut wurde. Von dort hast du einen wunderschönen Blick auf die Stadt und das Saarland.