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Kuh vor Alm in den Bergen

Almen sind aus der Alpenlandschaft nicht wegzudenken. Aber was genau ist eigentlich eine Alm? Eine Alm ist ein relativ flaches Gebiet in den Bergen, auf dem Vieh weidet und es sich wunderbar wandern lässt. Auf diesen Bergweiden findet man oft urige Hütten, von denen aus man in aller Ruhe einen Blick auf die Bergwelt genießen und regionale Spezialitäten probieren kann. Eine Alm darf jedoch erst dann als Alm bezeichnet werden, wenn eine wichtige Voraussetzung erfüllt ist: Es muss Vieh vorhanden sein, das zur Herstellung tierischer Produkte wie Milch, Käse und Fleisch genutzt wird. 

Kurz zusammengefasst

  • Eine Alm ist eine Bergweide in den Alpen, auf der im Sommer Vieh wie Kühe, Schafe oder Ziegen gehalten wird. Erst durch die aktive Viehwirtschaft, etwa für Milch, Käse oder Fleisch, gilt eine Fläche offiziell als Alm.
  • Almen prägen die alpine Kulturlandschaft: Wanderer verbinden sie mit grünen Wiesen, urigen Hütten und regionalen Spezialitäten. Gleichzeitig profitieren Bauern von der naturnahen Haltung ihrer Tiere und der besonders kräuterreichen Vegetation in den Bergen.
  • Es gibt verschiedene Almformen, etwa private oder gemeinschaftlich genutzte Almen sowie Melk- und Sennalmen, auf denen Milch direkt vor Ort weiterverarbeitet wird. Bekannte Beispiele sind die Seiser Alm in Südtirol oder die Postalm in Österreich.

Grüne Bergweide

Langsam scheint die Sonne durch die Bäume und das Ende des Waldes rückt näher. Dann öffnet sich ein atemberaubendes Bergpanorama: eine große, grüne Wiese mit einer traditionellen Berghütte, aus deren Schornstein Rauch aufsteigt, umgeben von imposanten Bergen. Ein Paradies für BergliebhaberInnen und Wanderer. Viele Menschen haben genau dieses Bild im Kopf, wenn sie an eine Alm denken.

Verschiedene Arten von Almen

Viel wichtiger ist, dass sich auch Tiere auf der Bergweide befinden. Das Vieh muss im Sommer mindestens 60 Tage auf der Alm verbringen, damit der Landwirt Anspruch auf eine Prämie hat. Zudem müssen die Tiere zur Produktion von Milch, Käse oder Fleisch genutzt werden – ein Streichelzoo erfüllt diese Voraussetzung nicht. Die sogenannten „Milchvieh-Almen“ werden in Melkalmen und Sennalmen unterteilt. Auf einer Melkalm werden die Kühe gemolken und die Milch wird anschließend ins Tal transportiert. Auf einer Sennalm hingegen wird die Milch direkt vor Ort weiterverarbeitet, etwa zu Käse oder Butter. Natürlich ist es auch möglich, dass auf einer Alm Schafe, Pferde, Ziegen oder eine Kombination verschiedener Tiere gehalten werden.

Wanderer auf einer Alm
Wanderer genießen die Wege über Almen

Private Alm und Gemeinschaftsalm

Ein weiterer Unterschied zwischen Almen liegt in ihrer Organisationsstruktur. Eine Alm kann sich im Besitz eines einzelnen Landwirts befinden oder der lokalen Gemeinde gehören. Wenn die Gemeinde Eigentümerin der Fläche ist, nutzen oft mehrere Bauern das Gebiet gemeinsam. Dafür müssen die Landwirte ein sogenanntes Alpungsgeld zahlen, profitieren aber gleichzeitig davon, dass ihr Vieh auf der Alm grasen darf, nicht zugefüttert werden muss und durch die viele Bewegung gesund bleibt. Zum Vergleich: Im Tal wachsen etwa sieben verschiedene Kräuter und Blumen pro Quadratmeter – auf einer Alm sind es ganze 60 bis 70. Und das schmeckt man natürlich später in Käse oder Fleisch.

Wandern über eine Alm in Filzmoos
Wandern über eine Alm in Flizmoos

Bekannte Almen in den Alpen

Die Alpen sind reich an traditionellen und eindrucksvollen Almen, die nicht nur landwirtschaftlich genutzt werden, sondern auch beliebte Ausflugsziele für Wanderer und NaturliebhaberInnen sind. Zu den bekanntesten Almen gehören:

  • Seiser Alm (Südtirol, Italien) – die größte Hochalm Europas, bekannt für ihr weites Panorama und ihre Blütenpracht im Sommer.
  • Postalm (Salzburg, Österreich) – das zweitgrößte Almengebiet Österreichs mit vielen Wanderwegen und urigen Hütten.
  • Eng-Alm (Tirol, Österreich) – idyllisch gelegen im Naturpark Karwendel, mit einer eigenen Schaukäserei.
  • Kallbrunnalm (Berchtesgadener Land, Deutschland) – eine der größten Gemeinschaftsalmen Bayerns, umgeben von beeindruckender Bergkulisse.
  • Tratzberg Alm (Tirol, Österreich) – eine weniger touristische Alm mit aktiver Viehwirtschaft und traditioneller Käseproduktion.

Diese Almen zeigen die Vielfalt und Bedeutung der alpinen Kulturlandschaft – sowohl als Lebensraum für Mensch und Tier als auch als Erholungsraum für BesucherInnen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Almen

Was genau ist eine Alm?

Eine Alm ist eine saisonal genutzte Bergweide im Alpenraum, auf der Nutztiere wie Kühe, Schafe oder Ziegen während der Sommermonate grasen. Sie liegt meist oberhalb der dauerhaft bewirtschafteten Täler und wird traditionell von Bauern genutzt, um ihre Tiere auf kräuterreiche Hochweiden zu bringen. Typisch für eine Alm sind offene Wiesen, Almhütten und oft auch eine eigene Bewirtschaftung vor Ort, durch Hirten oder SennerInnen, die Milch zu Käse, Butter oder anderen regionalen Produkten verarbeiten.

Wichtig: Nicht jede Bergwiese ist automatisch eine Alm. Erst wenn dort tatsächlich Landwirtschaft und Viehhaltung betrieben werden, spricht man offiziell von einer Alm. Neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung prägen Almen auch die Kulturlandschaft der Alpen und sind beliebte Ziele für Wanderer und UrlauberInnen.

Was bedeutet die Abkürzung Alm?

„Alm“ ist keine Abkürzung, sondern ein eigenständiges Wort. Es stammt aus dem Althochdeutschen „alba“ beziehungsweise dem mittelhochdeutschen „alm“ und bezeichnet eine hochgelegene Weidefläche im Gebirge.

Je nach Region werden ähnliche Begriffe verwendet:

  • In Bayern und Österreich meist „Alm“
  • In der Schweiz häufiger „Alp“
  • Im Allgäu oft „Alpe“

Alle meinen im Grunde dasselbe: eine sommerlich bewirtschaftete Bergweide für Nutztiere.

Wo sagt man Alm?

Den Begriff „Alm“ verwendet man vor allem in den östlichen Alpenregionen:

  • In großen Teilen von Österreich
  • In Bayern, besonders Oberbayern
  • In Teilen von Italien, etwa in Südtirol

In anderen Alpenregionen sagt man dagegen häufiger:

  • „Alp“ in der Schweiz
  • „Alpe“ im Allgäu und in Teilen Vorarlbergs

Gemeint ist jeweils dasselbe: eine Bergweide, die im Sommer für Vieh genutzt wird.

Was sagt mir der Name Alm?

Der Name „Alm“ vermittelt sofort Bilder von Bergen, Natur und traditioneller Alpenkultur. Er steht für:

  • Ruhe und Ursprünglichkeit
  • grüne Bergwiesen und frische Luft
  • regionale Tradition und Handwerk
  • Sommerweiden mit Kühen, Schafen oder Ziegen
  • gemütliche Hütten und alpine Gastfreundschaft

Sprachlich weist der Begriff darauf hin, dass ein Ort oder eine Fläche landwirtschaftlich als Bergweide genutzt wird. In Namen von Hütten, Restaurants oder Unterkünften soll „Alm“ oft ein authentisches, naturnahes und gemütliches Gefühl transportieren.

Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.