Die 5 schönsten Wanderwege in der Fränkischen Alb

Die 5 schönsten Wanderwege in der Fränkischen Alb

25. Mai 2018

von: Marlene in Allgemein

Fränkische Alb, Frankenjura, Fränkische Jura, Frankenalb: Das bayerische Mittelgebirge ist unter vielen Namen bekannt. Schroffe Kletterfelsen, zahlreiche Burgen und Höhlen sowie etliche Rennradstrecken und Aussichtspunkte machen die Region zum beliebten Ausflugsziel für Kletterer, Radfahrer und erholungssuchende Naturliebhaber. Besonders Wanderer wissen das breite Angebot und das gut ausgebaute Netz an Wanderwegen zu schätzen. Soll es auf den Hesselberg, den Moritzberg oder auf die Vogelinsel gehen? Damit Ausflugsgäste bei der großen Auswahl nicht den Überblick verlieren, stellt IndenBergen die 5 schönsten Wanderwege in der Fränkischen Alb vor.

1. Hesselberg: Genusswanderung um den höchsten Berg

Der Hesselberg ist mit 689,4 Metern die höchste Erhebung in der Fränkischen Alb. Wanderer, die die Aussicht von allen Seiten genießen möchten, wählen zum Aufstieg den Hesselberg-Pfad. Mit rund 100 Höhenmetern bergauf und bergab ist er auch für weniger konditionsstarke Wanderer gut machbar. Der Rundweg führt auf einer Strecke von 4,8 Kilometern an den schönsten Aussichtspunkten vorbei. Bei besonders klaren Wetterverhältnissen sind vom Gipfel aus die Alpen zu sehen. Für Wissensdurstige gibt es am Wegesrand außerdem weitere Informationen zur geologischen Entstehung und zur Natur. Genusswanderer sollten etwa die doppelte Zeit einplanen.

Familie Wiese
Aussicht vom Hesselberg © Frankentourismus/ROM/Hub

  • Start: Hesselberg-Haus
  • Länge: 4,8 km| Dauer: 1,5 Stunden | Höhenmeter: 100 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Bei gutem Wetter sind die Alpen vom Hesselberg aus zu sehen.

2. Moritzberg: Markanter Gipfel mit Einkehrmöglichkeit

Der Moritzberg ist aufgrund seiner markanten Erscheinung schon von Weitem zu sehen. Aus Diepersdorf östlich von Nürnberg geht es über etwa 250 Höhenmeter bergauf. Zuerst führen die roten Markierungen durch einen dichten Kiefernwald, dann über freie Felder und schließlich vorbei an alten Laubbäumen bis zum Gipfel. Der Aussichtsturm, der in den Sommermonaten sonntags geöffnet ist, ist schon von Weitem zu sehen. Nach der Aussicht lohnt sich eine Einkehr im Berggasthof Moritzberg. Bei einem kühlen Kaltgetränk im Biergarten und eine Kleinigkeit von der fränkischen Speisenkarte werden die Kraftreserven wieder aufgefüllt. Wer nicht den selben Weg zurücklaufen möchte, folgt bergab den grünen Markierungen rechts vom Aussichtsturm.

  • Start: Diepersdorf
  • Länge: 11,6 km| Dauer: 2 Stunden | Höhenmeter: 250 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: März bis November
  • Gut zu wissen:Der Aussichtsturm ist in den Sommermonaten jeden Sonntag geöffnet und begehbar.

3. Familienwanderung über die Vogelinsel am Altmühlsee

Ein Ausflugstipp für die ganze Familie ist die Wanderung zur Vogelschutzinsel im Altmühlsee. Von Gunzenhausen verläuft die Wanderung zuerst am rechten Ufer des Altmühlsees im Fränkischen Seenland. Am gegenüberliegenden Ufer führt ein Weg, der auch mit Kinderwagen und Rollstuhl begehbar ist, auf den zugänglichen Teil der Insel des Vogelschutzgebiets. Zahlreiche Tafeln informieren über Flora, Fauna und geschützte Arten. Für einen besseren Blick auf das Naturschutzgebiet erklimmen Wanderer die hölzerne Aussichtsplattform. Die Wanderung kann an dieser Stelle über den gleichen Weg zum Ausgangspunkt zurückführen, oder durch einen Abstecher nach Muhr am See erweitert werden. Im kleinen Dorf stehen die Überreste eines Wasserschloss aus dem 12. Jahrhundert.

Familie wandern Vogelinsel
Vogelinsel: Wanderungen für Groß und Klein.© Stadt Gunzenhausen am Altmühlsee

  • Start: Gunzenhausen am Altmühlsee
  • Länge: 9,5 km| Dauer: 2,5 Stunden | Höhenmeter: 38 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Badesachen nicht vergessen. Es gibt auch eine Surfschule am Ufer.

4. Streitberg: Zwischen Tropfsteinen und Burgruinen

Der Ort Streitberg ist ein Eldorado für Wanderliebhaber. Nordwestlich liegt die Binghöhle. Der Besuch der eindrucksvolle Tropfsteinhöhle, die seit 1906 besichtigt werden kann, lohnt nicht nur zur Abkühlung an heißen Sommertagen. Anschließend führt der Weg nach Streitberg zurück und dann rechts in Richtung Ruine Streitburg. Von der ehemaligen Adelsfestung aus haben Wanderer einen guten Blick auf eines der Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz, die Burgruine Neideck. Der Turm, der ehemaligen Burg aus dem 12. Jahrhundert liegt auf der gegenüberliegenden Seite von Streitberg und ist das letzte Ziel der Rundwanderung. Das beliebte Fotomotiv ist nicht nur von unten beeindruckend. Vom Turm aus erleben Ausflugsgäste einen Ausblick der Extraklasse.

Ruine Streitburg
Ruine Streitburg: Altes Bauwerk inmitten der Natur. © Fränkische Schweiz

  • Start: Dorfplatz Streitberg
  • Länge: 9,2 km| Dauer: 3,5 Stunden | Höhenmeter: 390 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Die beste Aussicht der Region haben Wanderer vom Turm der Ruine Neideck.

5. Kirchsittenbach: Wanderung zur Burg Hohenstein

Die Burg Hohenstein, die über dem urigen Örtchen Kirchsittenbach trohnt, steht dort bereits seit dem 11. Jahrhundert. Erreichbar ist die alte Festung über einen rund 10 Kilometer langen Wanderweg von Kirchsittenbach aus. Die rund 400 Höhenmeter, die während des Aufstiegs zurückgelegt werden, haben es in sich. Doch es lohnt sich. Schließlich gilt die Festung als einer der besten Aussichtspunkte. Wer anschließend noch Zeit hat, sollte sich unbedingt noch in Kirchsittenbach umsehen. Besonders interessant ist eine Besichtigung der romanisch-gotischen Bartholomäuskirche.

burg hohenstein
Burg Hohenstein: Bester Aussichtspunkt für Wanderer. ©Burg Hohenstein

  • Start: Kirchensittenbach
  • Länge:10,8 km| Dauer: 3,5 Stunden | Höhenmeter: 379 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Wanderer sollten unbedingt Zeit für eine Besichtigung des Ortes Kirchsittenbach einplanen.

Weiterführende Informationen zur Fränkischen Alb

Das bayerische Wanderparadies hält weit über 1.000 verschiedene Wanderwege bereit. Hinzu kommen Weitwanderwege und Pilgerpfade. Doch nicht nur durch die verschiedenen Routen, sondern vor allem durch die wechselnde Landschaft kommt beim Urlaub in der Fränkischen Alb keine Langeweile auf. Der stetige Wechsel zwischen Laub- und Mischwäldern, weiten Feldern und markanten Felstürmen lässt den Ausflug in die Frankenjura zur Entdeckungstour werden. Im Hochsommer spenden zudem zahlreiche Höhlen Schatten, während Badeseen und Flüsse zum Abkühlen einladen.

Urlaub in den Bergen