Vulkaneifel: Malerische Landschaft mit Heilwirkung

Vulkaneifel: Malerische Landschaft mit Heilwirkung

16. Oktober 2017

von: Sarah in Regionen

Bei dem Stichwort Vulkaneifel denken Wanderer sicher zuerst an sanfte Hügel, leuchtendes, sattes Grün und dazwischen romantische Seen. Oft wird die Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz wegen ihrer malerischen Landschaft auch für gesundheitliche und therapeutische Zwecke genutzt. Denn in der Vulkaneifel, lässt sich einfach entschleunigen, um sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Ob beim Wandern auf dem Eifelsteig oder beim Radfahren am Laacher See. In dieser Region ist Hektik ein Fremdwort, im Zentrum steht die Natur pur. Was es sonst noch alles in der Region zu entdecken gibt und was die Vulkaneifel so besonders macht, fasst IndenBergen für Sie zusammen.

Berge und Maare in der Vulkaneifel

Die Vulkaneifel liegt in Rheinland-Pfalz auf einer Höhe von bis zu knapp 700 Metern und ist besonders von vulkanischer Aktivität geprägt. Charakteristisch für die Landschaft sind die typischen Eifelmaare, also Seen, die in einer Mulde vulkanischen Ursprungs entstanden sind. Die Vulkaneifel ist heute immer noch vulkanisch aktiv und der Austritt der Gase lässt sich sehr gut im Laacher See beobachten. Die gesamte Vulkaneifel erstreckt sich über ein Gebiet von 2000 Quadratkilometern und viele Teile sind touristisch erschlossen.

Maare Vulkaneifel
Abendstimmung in der Vulkaneifel. © geopark-vulkaneifel.de

Teile der Vulkaneifel anerkannter UNESCO Global Geopark

Ein Großteil der Vulkaneifel liegt im Geo- und Naturpark Vulkaneifel. Im November 2015 erkannte die UNESCO den Natur- und Geopark Vulkaneifel sowie fünf weitere Regionen in Deutschland offiziell als UNESCO Global Geoparks an. Für eine Zertifizierung gelten die drei Ziele Bewahrung der intakten Umwelt, Impulse für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und geowissenschaftliche Wissensvermittlung. Das Gebiet liefert eine touristische Vielfalt mit Infozentren und Museen sowie geologischen, kulturhistorischen und industriegeschichtlichen Natur- und Kulturdenkmälern zum Thema Eifelvulkanismus.

Tourismus in der Vulkaneifel

Ein besonders wichtiger Faktor der Eifel als Urlaubsregion ist die Erkenntnis, dass deren Landschaft zur Besserung und Erhaltung der Gesundheit beitragen kann. Dadurch, dass die Vulkaneifel zwar über sanfte Steigungen, aber nicht über extreme Höhen verfügt, sind Wanderungen und Radtouren auf jeder Konditionsstufe möglich. Die frische Luft und das klare Wasser werden auch von vielen Kurorten genutzt.

Maare im Geopark Vulkaneifel
Unterwegs im Land der Maare und Vulkane © geopark-vulkaneifel.de

Wandern in der Vulkaneifel

Die Vulkaneifel lässt das Herzen jedes Wanderers höherschlagen, denn die Auswahl an Wegen, die es zu erkunden gilt, ist schier grenzenlos. Die Region verfügt über zahlreiche Rundwege, Thementouren, zertifizierte Wanderwege, wie etwa den Eifelsteig, und auch Mehrtageswanderungen. Einige Ortsgruppen des Eifelvereins bieten auch Gesundheitswandern an, wobei das herkömmliche Wandern mit Übungen aus der Physiotherapie kombiniert wird.

Blick auf Wanderer in der Eifel
Qual der Wahl für Wanderer in der Vulkaneifel. © www.eifel.info

Gut zu wissen

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Vulkanpark in Saffig, der sich rund um den Laacher See erstreckt. Besonders beeindruckend ist der Geysir Andernach, der mit 60 Metern Höhe größte Kaltwassergeysir der Welt. Im Lava-Dome und im Lava-Keller erleben Besucher multimediale Vulkanausbrüche und steigen danach 150 Stufen hinab in einen erkalteten Lavastrom. Wem das Ganze zu heiß ist, der kann sich mit Mendiger Braukunst abkühlen. Auch ein beliebter Ausflugsort ist das Holzmaar. Mit einer Größe von ca. 6,8 Hektar bei einem Durchmesser von 325 Metern und einer Tiefe von 21 Metern ist es fast völlig von Wald umschlossen.

Blick auf Touristen rund um Geysir
Die Attraktion im Vulkanpark, der 60 Meter hohe Kaltwassergeysir. © www.geysir-andernach.de

Praktische Infos zur Region

Die Region der Vulkaneifel eignet sich sowohl für Tagesausflüge als auch für längere Aufenthalte. Es verkehren Regionalbusse, die von April bis Oktober auch Fahrradanhänger mitführen. Vor Ort bietet sich auch ein Besuch der Städte Gerolstein, Trier oder Koblenz an. Wer die Natur so hautnah wie möglich erleben möchte, hat auch die Möglichkeit, Naturcamping zu machen, anstatt in einer der vielen Unterkünfte zu übernachten. Für Abwechslung neben dem Wandern in der Region ist auch gesorgt, denn in der Region finden auch zahlreiche Veranstaltungen statt, so etwa die Genießerwochen im Oktober oder Weihnachtsmärkte in historischen Altstädten.

Urlaub in den Bergen