Fotografieren in den Bergen: Nützliche Tipps für schöne Bilder

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 Fotografieren in den Bergen: Nützliche Tipps für schöne Bilder

18 August 2020

von: Miranda in Reisetipps

Fotografieren in den Bergen. Fast jeder Urlauber hat eine Kamera oder ein Smartphone dabei, um all die schönen Momente während des Urlaubs festzuhalten. Der Moment, in dem die Sonne hinter den Bergen verschwindet, die schöne Aussicht, oder der waghalsige Sprung mit dem Mountainbike. Aber bist du immer mit den Fotos zufrieden, wenn du nach Hause kommst? In den letzten Jahren habe ich als Hobbyfotografin einige Fotos in den Bergen gemacht. Es waren meistens ein paar schöne Bilder dabei, aber auch viele schlechte (übrigens immer noch ;-)). In der Zwischenzeit habe ich ziemlich viel geübt und die Fotos werden immer besser. Ich habe auch Fototipps von Profis gesammelt, die ich mit dir teilen möchte. Mit ein paar einfachen Tipps kannst du viel bessere Fotos in den Bergen machen.

# 1. Viele Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln nehmen

Möchtest du diese eine schöne Berghütte fotografieren? Dann mach nicht nur ein Foto, sondern zum Beispiel zehn. Drehe deine Kamera leicht nach oben oder unten, links oder rechts und klicke noch einige Male. Gehe tief in die Knie, setze ein paar Schritte zur Seite oder stelle dich auf einen Baumstamm, um die Hütte wieder aus einem anderen Blickwinkel zu fotografieren. Anschließend kannst du das beste Foto auswählen und den Rest löschen. Durch Ausprobieren lernst du immer noch etwas dazu. 

Bergkreuz fotografieren
   

# 2. Sich Zeit lassen

Ein schönes Foto zu machen braucht Zeit. Die Chance, dass man beim ersten Versuch und mit nur einem Klick ein schönes Bild aufnimmt, ist gering. Stell dich hin und nimm dir die Zeit, um das Bild und seine Komposition genauer anzusehen. Was willst du auf dem Bild haben und was kann besser herausgelassen werden?

# 4. Tiefe schaffen, indem man etwas in den Vordergrund stellt

Es ist schwierig, eine Berglandschaft so darzustellen, wie man sie erlebt, wenn man dort ist. Fotos fehlt oft das "Tiefengefühl". Du kannst dieses Gefühl erzeugen, indem du etwas im Vordergrund deines Fotos mit aufnimmst. Das können Menschen, Blumen, ein Felsen, ein Baumstumpf oder ähnliches sein.

Ins Tal fotografieren
   

# 4. Nah dran gehen und das Objekt groß ins Bild bringen

Auf einem Foto sieht ein Mountainbiker oft sehr klein aus. Du wirst feststellen, dass das Bild viel besser wird, wenn du darauf wartest, dass der Radfahrer näher kommt. Oder gehe noch einen Schritt weiter, um die Alpenkuh wirklich schön (groß!) auf das Bild zu bekommen. Versuche, nicht zu viel in einem Bild aufzunehmen, sondern konzentriere dich auf das wichtigste Objekt und lasse alles weg, was ablenken kann.

# 5. Die Komposition: Wende die Drittel-Regel an

Eines der ersten Dinge, die man in jedem Fotokurs lernt, ist die Aufteilung des Bildes in 9 gleiche Teile. Diese Teile werden für die Komposition des Fotos verwendet. Stelle das Motiv, das du fotografieren möchtest, nicht in die Mitte, sondern versuche es mit einem Abstand zum Rand von 1/3 der Bildlänge zu fotografieren. Das macht ein Foto viel spannender. Man kann dies auch zu Hause am Computer versuchen, indem man das Foto in einem Fotoprogramm etwas anders ausschneidet. Du wirst sehen, dass deine Fotos viel schöner sind, wenn du diese Regel anwendest.

Drittel-Regel beim Fotografieren
   

# 6. Feste Standposition und Kamera gerade halten 

Ein schiefer Berg oder Horizont sieht sehr unordentlich aus. Achte darauf, dass du eine feste Standposition auf beiden Beinen hast und versuche die Kamera beim Fotografieren so gerade wie möglich zu halten. Es sei denn natürlich, wenn du bewusst ein super schiefes Foto machen möchtest. Das kann auch ganz gut aussehen! Wenn der Berg oder Horizont doch schief sein sollte, kann man das mit einem Fotobearbeitungsprogramm (das jetzt sogar auf dem Smartphone verfügbar ist) ganz einfach bearbeiten. 

# 7. Auf das "Chaos" im Hintergrund achten

Obwohl es glücklicherweise meistens wenig Müll in den Bergen gibt, ist es immer gut, sich umzuschauen. Ist auf dem Bild nicht ein Mülleimer oder ein hässlicher Mast direkt hinter dem Kopf der Person, die man fotografieren möchte?

# 8. Genug Himmel auf einem Bergfoto lassen

Der Himmel lässt die Berge auf einem Foto schön aussehen. Je nach Himmel kann man mehr oder weniger Himmel visualisieren. Ein wunderschöner bewölkter Himmel über den Bergen kann ein Foto aufregend machen. Aber mehr als 1/3 klarer blauer Himmel auf einem Foto mit Bergen wird schnell langweilig.

Genug Himmel beim Fotografieren
  

# 9. Die "goldenen Stunden"nutzen

Die Stunden kurz nach Sonnenauf- und vor Sonnenuntergang haben das schönste Licht (warm und weich) und werden daher auch als "goldene Stunden" bezeichnet. Besonders in den Bergen kann das Licht zu diesen Tageszeiten zum Beispiel an Felswänden, aber auch auf einer Almwiese sehr schön sein.

# 10. Auf Bergfotos öfters Menschen einbinden

Eine Berglandschaft kann schön sein. Dennoch ist es nicht immer einfach, das Bild, das man mit bloßem Auge sieht, aufzunehmen. Ein Foto derselben Landschaft kann auch ziemlich "flach" sein. Ein Wanderer, Tier oder Mountainbiker kann einem Foto das gewisse Extra geben, wodurch es viel schöner wird. 

Menschen und Berge fotografieren
   

Vergleiche deine Fotos nicht mit denen eines professionellen Fotografen

Fotografie ist ein Beruf, ein sehr technischer Beruf. Ein Fotograf hat nicht nur ein Auge für Bild und Komposition, sondern auch eine technisch fortschrittliche Kamera, die er in jeder Situation richtig einzustellen weiß. Letztendlich sorgt eine professionelle Nachbearbeitung der Fotos für ein Ergebnis, das wir Urlauber und Hobbyfotografen niemals erreichen können. Die Fotos in diesem Artikel sind Hobbyfotos, die mit einem Smartphone oder einer digitalen Spiegelreflexkamera aufgenommen wurden, häufig im automatischen Modus. Diese können nicht mit denen eines professionellen Fotografen verglichen werden, das weiß ich. Es ist jedoch sehr schön zu sehen, dass das Endergebnis mit ein paar einfachen Tipps viel besser ist.

Urlaub in den Bergen