Ein 43-jähriger Wanderer aus Tschechien ist in der Nacht unweit des Rifugio Coldai in der Provinz Belluno im Herzen der Dolomiten ums Leben gekommen. Der Mann war gegen Mitternacht nach draußen gegangen, um Nachtaufnahmen zu machen, und kehrte anschließend nicht mehr zurück.
Kurz zusammengefasst
- Ein 43-jähriger Wanderer aus Tschechien verunglückte in der Nacht unterhalb des Rifugio Coldai in der Provinz Belluno.
- Der Mann ging gegen Mitternacht nach draußen, um Nachtaufnahmen zu machen, und kehrte nicht zurück. Kurz vor 02.00 Uhr wurde der Notruf verständigt.
- Rettungskräfte entdeckten ihn mit einem Nachtsichtgerät rund 100 Meter unterhalb der Hütte auf etwa 2000 Metern Höhe.
- Nach ersten Erkenntnissen stürzte er von einer freien Fläche in der Nähe der Hütte in die darunterliegende Schlucht.
Gegen Mitternacht für Nachtaufnahmen nach draußen gegangen
Der Unfall ereignete sich in der Nacht unterhalb des Rifugio Coldai, einer Berghütte in der Provinz Belluno in den Dolomiten. Nach ersten Berichten war der Mann gegen Mitternacht nach draußen gegangen, um Nachtaufnahmen zu machen.
Als er nicht zurückkehrte und auch nicht auf Anrufe seiner Begleiter reagierte, alarmierten diese kurz vor 02.00 Uhr die Rettungskräfte.
Daraufhin begann eine nächtliche Suchaktion, an der neben der Bergrettung auch die Feuerwehr und die Carabinieri beteiligt waren. Ein Rettungsteam aus dem Val di Zoldo fuhr zunächst bis zur Malga Pioda und setzte die Suche anschließend zu Fuß in Richtung Val de Ziolere fort.
Mit Nachtsichtgerät gefunden
Mit einem Nachtsichtgerät entdeckten die Einsatzkräfte den vermissten Mann schließlich rund 100 Meter unterhalb des Rifugio Coldai auf etwa 2000 Metern Höhe.
Nach ersten Erkenntnissen soll er von einer freien Fläche in der Nähe der Hütte in die darunterliegende Schlucht gestürzt sein.
Die Rettungskräfte blieben während der Nacht beim Verstorbenen. Bei Tagesanbruch wurde der Mann mit dem Rettungshubschrauber „Falco 2“ geborgen und nach Palafavera gebracht. Dort übernahmen die Carabinieri und die Feuerwehr die weiteren Maßnahmen.
Wo sich der Unfall ereignete
Das Rifugio Coldai liegt in der Civetta-Gruppe, einem beliebten Wandergebiet in den Dolomiten, das in den Sommermonaten von zahlreichen Bergwanderern besucht wird. Rund um Berghütten verlaufen Wege teilweise nahe an steilen Hängen und Geländekanten. Was tagsüber gut zu erkennen ist, kann bei Dunkelheit deutlich schwieriger einzuschätzen sein.
Fehltritt in der Dunkelheit
Der Unfall zeigt, wie schnell ein Fehltritt bei Dunkelheit gefährlich werden kann – selbst in unmittelbarer Nähe einer Berghütte, wo das Gelände tagsüber übersichtlich und belebt wirkt.
Wer nachts nach draußen geht, beispielsweise um den Sternenhimmel zu fotografieren, kann steile Hänge, Geländekanten und andere Gefahrenstellen im hochalpinen Gelände der Dolomiten deutlich schlechter erkennen.
Der genaue Unfallhergang wird noch untersucht. Nach aktuellem Stand gibt es keine Einschränkungen bei der Erreichbarkeit des Gebiets oder der Berghütte.