Die 5 schönsten Wanderwege im Harz

Die 5 schönsten Wanderwege im Harz

5. August 2017

von: Claudia in Regionen

Das höchste Gebirge Norddeutschlands trumpft nicht nur mit dem höchsten Gipfel, dem Brocken (1.141 m). Neben den Bergen gibt es im Harz auch viel Wasser: wie beispielsweise die Ilsefälle, den Radau-Wasserfall und die Flüsse Innerste, Oker und Boder. Kein Wunder existiert ein Nationalpark, ein Naturpark und nicht zu vergessen die Oberharzer Teichen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Wanderliebhaber entdecken in dieser abwechslungsreichen Region eindrucksvolle Täler, eine Art Mini-Grand-Canyon und purer Genuß. Eine Mischung, die für Beginner aber auch für anspruchsvolle Wanderer attraktiv ist.

Ilsenburg: Über den Heinrich-Heine-Weg zum Brocken

Die Wanderroute für anspruchsvolle Wanderer folgt den Spuren einer der bekanntesten Dichter überhaupt: Heinrich Heine. Dieser besuchte den Harz 1824 und soll diese Wanderung zum Brocken selbst unternommen haben. Die Rundwanderung beginnt in Ilsenburg und folgt dem Gebirgsbachs Ilse. Auf Waldwegen geht es zu den eindrücklichen Ilsefällen. Diese haben schon Heine beeindruckt. Darum steht dort auch ein Heinrich-Heine-Denkmal. Auf dem ehemaligen Harzer Grenzweg geht es dann zu einem weiteren Highlight: Den Bismarckklippe und dem Kleinen Brocken (1019 m). Von da aus genießt man einen atemberaubenden Blick auf die Eckertalsperre und das nördliche Harzland. Nach einem strengen Aufstieg ist der Gipfel erreicht. Am besten eine erholsame Pause einlegen, denn der Abstieg ist auch nicht Ohne.

© Harzer Tourismusverband

  • Start: Ilsenburg
  • Länge: 11 km | Dauer: 3 h | Höhenmeter: 896 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: April bis September
  • Gut zu wissen: Nichts für Anfänger

Thale: Wanderung durch das Bodetal

Es gehört zu den spektakulärsten Tälern des Harzes: Das Bodetal. Mit seinen schroffen Felswänden, dem engen Flussbett und dem Hexentanzplatz auf den Gipfeln erinnert das Tal an einen Mini-Grand-Canyon. Der Höhepunkt für die erprobten Wanderer ist deshalb auch die Tour durch dieses eindrückliche Tal. Auf dem Weg sind etliche Höhenmeter zu überwinden, so sehr hat sich der Fluss über die Jahrtausende in die Felsen gegraben. Die Route führt durch eine Landschaft, die mit seltenen Tier- und Pflanzenarten auftrumpfen kann, auch weil das Bodetal zwischen Thale und Treseburg seit 1937 unter Naturschutz steht. Alles in allem ein Naturerlebnis der besonderen Art.

© Bodetal

  • Start: Thale
  • Länge: 10 km | Dauer: 3 h | Höhenmeter: 700 m
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Beste Jahreszeit: April bis November
  • Gut zu wissen: Meist fehlen auf den Wegweisern Angaben zur Entfernung oder der Wanderzeit

Bad Harzburg: Wandertour durch den Nationalpark Harz

Diese landschaftlich reizvolle, aber anspruchsvolle Wandertour führt erfahrene Wanderer zum Torfhaus-Gipfel. Auf der ersten Hälfte der Route bis zum Torfhaus wandert man auf dem Philosophenweg. Dabei passiert man den Gabbo-Steinbruch, der wegen seiner Mineralvielfalt bekannt ist, den Radau-Wasserfall, eine Schwefelquelle und die Basteborn-Quelle. Eine Pause beim idyllischen Radau-Wasserfall bietet sich nur so an. Beim Torfhaus angelangt eröffnet sich dem Bergliebhaber ein herrliches Panorama auf Wälder und den Brocken. Weiter geht es zur Eckertalsperre. Und auch hier wird der Wanderlustige mit fantastischen Aussichten belohnt. Ein kleiner Gang auf die Sperrmauer sollte man da keinesfalls verpassen.

© Bad Harzburg

  • Start: Parkplatz an der Burgberg-Seilbahn
  • Länge: 23 km | Dauer: 6,5 h | Höhenmeter: 646 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: April bis November
  • Gut zu wissen: Einkehrmöglichkeit bei Gaststätte Molkenhaus

Sieber: Wandern auf dem Baudensteigrundweg Nr. 4

Es gibt sie, die Genußwanderungen. Auch wenn böse Zungen behaupten, dass dies nichts ist für „richtige“ Wanderer. Dieser beliebte Rundwanderweg im Harz ist ideal für Anfänger oder für solche, die von schönen Pfaden genießen. Was nicht heißen mag, dass bei dieser Wanderung nicht geschwitzt wird. In Sieber geht es zuerst nach oben. Beim Großen Knollen (Aussichtsturm) wird man allerdings schon großzügig belohnt: Das Panorama erstreckt sich über den Harz bis nach Thüringen. Beim Abstieg durch die wunderschönen Buchenwälder geht es ins Siebertal. Und da wartet das Paradies – eine Gaststätte um das Danach zu genießen.

© Verkehrsverein Sieber

  • Start: Parkparkplatz am Tiefenbeek in Sieber
  • Länge: 11,3 km | Dauer: 4 h | Höhenmeter: 520 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Turmbesteigung gratis

Osterode: Auf dem Hexenstieg quer durch den Harz

Den Harz von West nach Ost zu durchqueren? Das geht mit dem Hexenstieg. Weil er so lange ist, lohnt es sich die Wanderrouten in Etappen zu erkunden. Die Route verläuft von Osterode über Buntenbock, den Brocken (1142 m) bis nach Königshütte und endet schließlich in Thale. Dabei gibt es ab der Königshütte zwei Varianten. Eine führt über Rübeland, die andere über Hasselfelde. Wer nicht die ganze Strecke gehen will, kann sich Teilstrecken aussuchen. Eine interessante Variante ist die 10 Kilometer lange Wanderung durch die Bodetalschlucht. Wer sich den Höhepunkt des Weges nicht entgehen lassen will, den Brocken, der entscheidet sich einfach für den direkten Aufstieg.

(c) Harzer Tourismusverband

  • Start: Osterode
  • Länge: 93 km | Dauer: flexibel | Höhenmeter: 700 m
  • Schwierigkeitsgrad: k.A.
  • Beste Jahreszeit: Herbst
  • Gut zu wissen: Teilstrecken sind immer möglich

Praktische Infos zum Harz

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