Der höchste Berg des Mittelgebirges im Harz, der Brocken, ist eines der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands. Mit seinen 1.141 m ist „der Berg der Deutschen“ die höchste Erhebung Norddeutschlands und liegt eingebettet im Nationalpark Harz in der Nähe von Wernigerode. Bei gutem Wetter bietet er eine einmalige Aussicht, manchmal sogar bis zum Rothaargebirge und dem Fichtelberg im Erzgebirge. Wanderer und Naturbegeisterte haben den Berg schon lange für sich entdeckt. IndenBergen hat die spannendsten Informationen zusammengestellt, die Wanderer nicht missen sollten.
Kurz zusammengefasst
- Der Brocken ist mit 1.141 Metern der höchste Berg im Harz und Norddeutschlands; er liegt im Nationalpark Harz nahe Wernigerode und zählt zu Deutschlands beliebtesten Ausflugszielen.
- Bei gutem Wetter bietet der Gipfel weite Ausblicke bis zum Großen Inselsberg, teils sogar zum Rothaargebirge und Fichtelberg.
- Der Berg blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Die Brockenbahn fährt seit 1899, während der deutschen Teilung war der Gipfel zeitweise gesperrt und wurde zur Überwachung genutzt.
- BesucherInnen können den Brocken über verschiedene Wanderwege, mit der nostalgischen Brockenbahn oder ab Schierke per Pferdefuhrwerk erreichen, zudem ranken sich um den Berg zahlreiche Hexen- und Sagenmotive.
Der Brocken und seine Umgebung
Der Brocken, der im Volksmund auch Blocksberg genannt wird, liegt im Nationalpark Harz. Er erhebt sich ein paar Kilometer nordöstlich von Wernigerode und liegt an der Grenze zu Niedersachsen. Am Südostfuß des Brockens liegt der Kurort Schierke, der sich nach einer Wanderung als Erholungsoase anbietet. Nebenkuppen des Brockens sind unter anderem die Heinrichshöhe (ca. 1.045 m) im Südosten, der Königsberg (1.033,5 m) im Südwesten und der Kleine Brocken (1.018,4 m) im Norden. Seine Aussicht auf den großen Inselsberg in Thüringen und bei exzellenten Bedingungen auf das Rothaargebirge und den Fichtelberg machen den Brocken und den Harz bei Wanderern besonders beliebt.
Der Brocken und seine Geschichte
Der Brocken wurde schon im Mittelalter bestiegen, trotz alpinem Klima, das viel Schnee und Stürme kennt. Die noch heute existierende Brockenbahn wurde bereits am 27. März 1899 eröffnet. Der Bahnhof Brocken auf 1.125 m ist einer der höchstgelegenen Bahnhöfe Deutschlands. Ein botanischer Garten mit Namen Brockengarten wurde Ende des 19. Jahrhunderts als erster Alpengarten Deutschlands errichtet. Während des Krieges war der Brocken teilweise von US-Truppen besetzt, danach Sowjetische Besatzungszone und nicht immer für die Allgemeinheit zugänglich. Auch wurde der Brocken in den 60er-Jahren für Spionage- und Überwachungszwecke genutzt. Seit dem Fall der Mauer und der Renovierung der Brockenkuppe gehört der Berg mit Geschichte zu den beliebtesten Ausflugszielen der Deutschen.
Der Brocken und die Sagen
Ob es jetzt seine Gestalt ist, die ihm seinen Namen gab oder doch die hängengebliebenen Felsbrocken auf dem Gipfel – Deutungen gibt es viele, allerdings ist keine eindeutig. Früher sollen auf dem Brocken Hexenversammlungen stattgefunden haben. Auch wird wegen des vielen Nebel, der auf dem Gipfel anzutreffen ist, von Phänomenen wie Halo - einem Lichteffekt - und dem Brockengespenst gesprochen. Ein optischer Effekt, der einen gespenstischen Schatten wirft. Goethe, der im Winter den Brocken bestieg, beschreibt das Phänomen und verarbeitete seine Eindrücke in der Walpurgisnacht im Klassiker Faust. Heinrich Heine wurde mit einem Gedenkstein gewürdigt, denn auch er bestieg den Brocken und beschrieb seinen Aufstieg.
Viele Wege führen zum Brocken
Am schönsten und intensivsten ist es, den Gipfel zu Fuß zu erreichen. Ob anspruchsvoll und ganztägig oder lieber gemütlich und kurzweilig, Wanderungen auf den Brocken gibt es für jeden Geschmack. Ob der Aufstieg von Ilsenburg, Schierke oder Elend, am Ende finden sich alle auf dem Gipfel wieder. Eine bequemere Art zum Brocken zu reisen bietet die nostalgische Brockenbahn mit ihren historischen Dampfloks. Von Schierke aus kann aber auch das Pferdefuhrwerk als Transportmittel genutzt werden. Auf dem Brocken selbst sind keine motorisierten Fahrzeuge erlaubt.
Anreise zum Brocken
Wer mit dem Auto kommt, der parkt am besten in der Nähe des Starts der Wanderung. In Schierke und Elend, aber auch im Ilsetal ist genügend Parkfläche vorhanden. Von dort aus kann man wählen, ob man auf den Brocken zu Fuß erklimmen oder eine nostalgische Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn genießen möchte. Im letzten Fall sollte man vorab entscheiden, ob man eine einfache Fahrt oder gleich die Hin- und Rückfahrt bucht, um nachher nicht zuviel zu bezahlen. Sitzplatzreservierungen ab 10 Personen sind nur per schriftlicher Anfrage möglich, zudem kommt dann noch eine Reservierungsgebühr hinzu.
Weitere Informationen zur Region
Ein gut beschildertes Wanderwegenetz von über 10.000 km macht den Harz zu einem Wanderparadies. Ob kurze oder lange Strecken, schmale Pfade oder gut ausgebaute Wanderwege, anspruchsvolle oder leichte Wegeführung - im Harz findet jeder seinen Weg. Der Brocken, einer der beliebtesten Berge Deutschlands, liegt eingebettet im Nationalpark Harz und kann wegen seiner markanten Brockenkuppe kaum übersehen werden. Klimatisch ist der Berg im Norden Deutschlands einmalig. Raue Winde und niedrige Temperaturen erinnern an das Klima der Berge in Island. Im Winter ist der Harz ein beliebtes Ziel für einen Winterurlaub in Deutschland.
Tipps für einen gelungenen Wandertag am Brocken
Ein Wandertag auf dem Brocken ist ein besonderes Erlebnis für alle, die Natur, frische Bergluft und weite Ausblicke lieben. Mit seinen 1.141 Metern ist der Brocken der höchste Berg im Harz und zugleich die höchste Erhebung Norddeutschlands. Rund um den Gipfel erwarten Wanderer abwechslungsreiche Wege, eine beeindruckende Landschaft und spannende Geschichten über Hexen, Dichter und das sagenumwobene Brockengespenst.
Damit der Ausflug auf den Brocken zu einem rundum gelungenen Erlebnis wird, sollten Wanderer die Tour gut vorbereiten. Die folgenden Tipps helfen dabei, den Tag entspannt und sicher zu genießen.
- Die passende Route auswählen: Viele Wege führen auf den Brocken. Beliebte Ausgangspunkte sind unter anderem Schierke, Ilsenburg und Elend. Je nach Startpunkt und persönlicher Kondition können Wanderer zwischen einer anspruchsvollen Tagestour und einer kürzeren, gemütlicheren Strecke wählen. Vor dem Aufbruch lohnt sich ein Blick auf Länge, Höhenmeter und Gehzeit der geplanten Route.
- Frühzeitig loswandern: Wer früh startet, hat den Weg und die Natur oft noch etwas ruhiger für sich. Außerdem bleibt genügend Zeit für Pausen, einen Aufenthalt auf dem Gipfel und den Rückweg. Besonders bei längeren Wanderungen sollte der Rückweg nicht zu knapp geplant werden.
- Das Wetter im Blick behalten: Auf dem Brocken herrschen häufig rauere Bedingungen als im Tal. Nebel, kräftiger Wind, Schnee und niedrige Temperaturen sind auch außerhalb des Winters möglich. Deshalb sollten Wanderer die Wettervorhersage prüfen und sich auf schnelle Wetterwechsel einstellen.
- Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk einpacken: Festes, gut profiliertes Schuhwerk sorgt auf teilweise unebenen und steinigen Wegen für sicheren Halt. Mehrere Kleidungsschichten, eine Regenjacke, Mütze, Sonnenschutz und Handschuhe gehören ebenfalls in den Wanderrucksack. Auch dann, wenn am Ausgangspunkt die Sonne scheint.
- Ausreichend Verpflegung mitnehmen: Eine Brockenwanderung kann mehrere Stunden dauern. Getränke und kleine Snacks geben unterwegs neue Energie. Eine kurze Pause mit Blick auf die Harzer Landschaft macht den Aufstieg gleich noch schöner.
- Den Rückweg vorher planen: Wer den Rückweg nicht zu Fuß antreten möchte, hat die Möglichkeit, die historische Brockenbahn zu nutzen. Sie fährt bis zum Bahnhof Brocken auf etwa 1.125 Metern Höhe und bietet eine nostalgische Alternative zum Abstieg. Fahrzeiten und Verbindungen sollten allerdings vor der Wanderung geprüft werden, damit am Ende keine lange Wartezeit entsteht.
- Zeit für den Gipfel einplanen: Auf der Brockenkuppe gibt es viel zu entdecken: die markante Landschaft, den Brockengarten und die besondere Atmosphäre des Gipfels. Bei guter Sicht reicht der Blick weit über den Harz hinaus und manchmal sogar bis zum Rothaargebirge oder zum Fichtelberg.
- Die Natur respektieren: Der Brocken liegt im Nationalpark Harz. Wanderer sollten deshalb auf den ausgeschilderten Wegen bleiben, keinen Müll zurücklassen und Rücksicht auf Tiere und andere BesucherInnen nehmen. So bleibt die einzigartige Landschaft auch für kommende Generationen erhalten.
- Einen Plan B bereithalten: Sollte das Wetter umschlagen oder die Kondition nicht ausreichen, ist eine flexible Planung hilfreich. Je nach Ausgangspunkt ist es möglich, die Tour zu verkürzen oder die Rückfahrt mit der Brockenbahn einzuplanen. So bleibt der Wandertag auch dann entspannt, wenn die Bedingungen einmal nicht ideal sind.
Mit der richtigen Vorbereitung wird die Wanderung auf den Brocken zu einem abwechslungsreichen Ausflug für NaturliebhaberInnen, Familien und erfahrene Wanderer. Ob zu Fuß durch den Harz oder ganz bequem mit der Brockenbahn, der „Berg der Deutschen“ ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ziel.