7 magische Orte in Deutschland, die man gesehen haben muss

 © Lueneburger Heide GmbH, Markus Tiemann 
7 magische Orte in Deutschland, die man gesehen haben muss

26 Mai 2020

von: Claudia in Regionen

Deutschland hat alles, was ein Grimm-Märchen oder ein Herr-der-Ringe-Film ausmachen. Schlösser, wie für Prinzessinnen und Könige nur so gemacht. Wälder in denen man Hobbits und andere Figuren vermuten würde. Felsformationen, die aus dem Fantasy-Film entspringen könnten und geheimnisvolle Gewässer, in denen sich Nixen aufhalten. Verwunschene Landschaften, sagenumwobene Burgen und die extra Portion Mystik machen diese Ausflugsziele für Wanderer und Naturliebhaber unwiderstehlich. Grund genug, diese Orte vorzustellen und unter die Lupe zu nehmen. IndenBergen hat die magischen Orte Deutschlands gesucht und auch ganz schnell gefunden.  

1. Lüneburger Heide 

Endlose Heideflächen in Lila und Purpur gepaart mit einem satten Wacholdergrün. Die Lüneburger Heide im Nordosten von Niedersachsen, erstreckt sich zwischen den Großstädten Hamburg, Hannover und Bremen. Für Lüneburger Heide und Naturliebhaber ist sie in jeder Jahreszeit ein Farbspektakel, dass sich zu besuchen lohnt. Im Herbst findet man bunte Blätter, in der kalten Jahreszeit weißer Pulverschnee auf dunkelgrünem Wacholder, im Frühling Morgennebel, der für eine mystische Stimmung und einzigartige Anblicke sorgt. Die Lüneburger Heide trumpft mit Naturparks, Naturschutzgebiete und den Heidschnucken, eine Schafsart, die sich mit ihren langen Haaren perfekt in die Landschaft eingliedert.  

Blauer See mit Mühle in Blaubeuren
Der Blautopf in Blaubeuren in Baden-Württemberg (Foto: © DZT, German Roamers, Lennart Pagel)


2. Blautopf 

So blau ist dieses Wasser, dass man glaubte, ein Fass Tinte sei in diese Quelle in Blaubeuren gefallen. Dabei ist eine physikalische Lichtstreuung Grund für die intensive blaue Farbe, die immer wieder von sich reden machte. Im Volksmund glaubte man, dass der Blautopf am Ostrand der Schwäbischen Alb und westlich von der Stadt Ulm, ohne Boden sei. Eine Nixe soll der Sage nach, eine Messung vereitelt haben, indem sie das Bleilot stahl. Die Tiefe des Quelltopfs wurde allerdings schon anfangs 18. Jahrhundert genau ermittelt. In 21 m Tiefe befindet sich eine Höhle, die allerdings nur gut ausgebildete Taucher besuchen sollten. Ein Kloster und ein Hammerwerk, welches vom Wasser angetrieben wird, sind für Wanderer und Besucher ebenfalls sehenswert.  

3. Teufelsmauer Harz 

Viele Sagen und Mythen ranken sich um diese Felsformation im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Die Teufelsmauer aus hartem Sandstein ist an die 20 km lang und wurde wegen ihrer besonderen Form und der unbekannte Entstehungsweise schon Anfang des 19. Jahrhunderts unter Schutz gestellt. Nicht nur die Brüder Grimm haben die Teufelsmauer in ihre Werke integriert, bis in die jüngste Neuzeit sind die aus der Kreidezeit stammenden Felsen immer wieder Kulisse für Film- und Fernsehproduktionen. Als Wanderer und Kletterer kann man die spektakulären aus dem Nichts herausragenden Steinen von ganz nah begutachten. So ist beispielsweise der Abschnitt Timmenrode-Blankenburg Teil des Europäischen Fernwanderwegs E11 und verläuft entlang der Felsformation.  

4. Schloss Lichtenstein 

Das Märchenschloss Württembergs liegt am Albtrauf der Schwäbischen Alb auf einer Höhe von 817 m auf einem spektakulären Felsen. Das im Stile des Historismus gebaute Schloss, war früher Burgruine und Forsthaus, bis der deutsche Schriftsteller Wilhelm Hauff diese in seinem Roman Lichtenstein aufgegriffen und wieder bekannt machte. Wilhelm Graf von Württemberg war vom Roman begeistert und kaufte daraufhin die Burgruine, die er zu einer Sommerresidenz umbauen ließ. Das Schloss Lichtenstein ist heute im Privatbesitz und für die Öffentlichkeit nur mit Führung zugänglich. Wo früher die Stammburg der Ritter von Lichtenstein stand, ist heute dieses einmalige Schloss zu sehen, dass auch als Kulisse für die Dornröschen-Verfilmung aus dem Jahre 2009 diente.  

Externsteine im Teutoburger Wald spiegeln sich im See
Die Externsteine im Teutoburger Wald (Foto: © Teutoburger Wald Tourismus, A. Hub)


5. Teutoburger Wald 

Wo im Jahr 9 n. Chr. Römer und Germanen gegeneinander kämpften und die Römer schließlich eine historische Niederlage einräumten, ist heute ein Idyll und Erholungsort vorzufinden. Der Teutoburger Wald ist ein Mittelgebirgszug des Niedersächsischen Berglandes in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, dass heute mit Naturparks und einem gut ausgebauten Wegenetz für Wanderer und Naturliebhaber ein beliebtes Ausflugsziel geworden ist. Neben dem 156 km langen Hermannsweg, einer der deutschen Fernwanderwege, ist seit dem 5. September 2008 auch ein vom Deutschen Wanderverband zertifizierter Qualitätswanderweg vorhanden. Wegen seinen Heilbädern und den Wellnessangeboten ist der Teutoburger Wald auch für seinen Gesundheitsurlaub eine Adresse geworden.  

6. Spreewald 

Es wäre nicht verwunderlich, würden sich Hobbits in dieser Auen- und Moorlandschaft in Brandenburg tummeln. Denn der Spreewald ist eine verwunschene Naturoase, die mit ihren typischen Spreewaldhäusern in eine andere Welt versetzt. Wanderer haben die Region schon lange für sich entdeckt. Denn das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald gehört zu den schönsten Wandergebieten Deutschlands. Wem eine Wandertour zu lange vorkommt, kann mit einem typischen Kahn auf dem Wasserweg den Weg verkürzen. Wer weiß, vielleicht kreuzt ein Hobbit den Weg oder ein anderes Wesen aus einer anderen Welt.

Schloss Neuschwanstein in Südbayern
Schloss Neuschwanstein in Bayern (Foto: ©  DZT, Florian Trykowski)





7. Schloss Neuschwanstein 

Es darf einfach nicht fehlen, das Schloss Neuschwanstein in Südbayern. Es wurde ab dem Jahr 1869 für den bayerischen König Ludwig II. als idealisierte Vorstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters errichtet. Allerdings lebte der König nur wenige Monate in dem Schloss und verstarb vor der Fertigstellung. Das Märchenschloss ist für Wanderer entweder zu Fuß, mit dem Shuttlebus oder durch eine Fahrt mit einer Pferdekutsche erreichen. Der Aufstieg zu Fuß dauert 40 Minuten. Das Schloss Neuschwanstein zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und wird jährlich von 1,5 Millionen Menschen besucht. Der Besuch des Schlosses Neuschwanstein ist nur im Rahmen einer Führung möglich.  

Weitere Informationen 

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Urlaub in den Bergen