

In den nächsten Tagen müssen sich Teile der Alpen auf heftige Unwetter einstellen. Auslöser ist der ehemalige Hurrikan Erin, der sich mittlerweile in ein kräftiges Tiefdruckgebiet verwandelt hat. Dessen Vorderseite sorgte zuletzt mit Föhn für sommerliche Temperaturen von über 30 °C. Doch ab dem heutigen Abend ändert sich die Lage drastisch: Vor allem in den Südalpen wird mit starken Regenfällen gerechnet. Die ersten Wetterwarnungen – Stufe Orange und Rot – sind bereits herausgegeben worden.
Ab Mittwochabend viel Regen
Der letzte Mittwoch im August markiert den Übergang in Richtung Herbst. Der Tag beginnt vielerorts noch bewölkt mit einzelnen Schauern, zwischendurch scheint sogar noch die Sonne. Doch im Laufe des Nachmittags verstärkt ein Tiefdruckgebiet über den Britischen Inseln seinen Einfluss: Feuchte und sehr instabile Luftmassen strömen in die Alpen, die Wolkendecke verdichtet sich und die ersten kräftigen Gewitter folgen.
Besonders an der Alpensüdseite stauen sich die Niederschläge – hier sind die größten Regenmengen zu erwarten. Das Unwetter zieht anschließend weiter über die französischen Alpen in die Schweiz, den Nordwesten Italiens und nach Österreich.
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Code Orange und Rot in der Schweiz
Die Wetterlage spitzt sich in den kommenden Tagen weiter zu. Auf dem Programm stehen ergiebige Regenfälle, Hagel, Gewitter sowie stürmischer bis orkanartiger Wind. Vor allem in der Nacht auf Freitag ist mit enormen Niederschlagsmengen zu rechnen.
- Schweiz: MeteoSchweiz warnt in den Kantonen Tessin, Uri und Graubünden mit Code Orange und Rot
- Italien: Im Norden von Piemont und Ligurien sind bis zu 200 mm Regen in 24–48 Stunden möglich
- Lombardei: Mengen zwischen 150 und 200 mm in 24 Stunden
- Süditalien: Hier sorgt eine Hitzewelle aus Afrika für extreme Temperaturen, bevor am Freitag kräftige Gewitter und Sturmböen einsetzen.
Kaltfront bringt Abkühlung
Aktuell liegt die Nullgradgrenze noch bei rund 4.000 m, sodass die Temperaturen vergleichsweise mild bleiben. Doch in der Nacht auf Freitag erreicht eine Kaltfront die Alpen und drückt die Nullgradgrenze auf 3.000 bis 2.700 m. In den Tälern liegen die Werte dann zwischen 14 und 21 °C.
Wichtiger Hinweis für Reisende
Wer in den nächsten Tagen in den Alpen unterwegs ist, muss mit überschwemmten Straßen, Murenabgängen und lokal gefährlichen Situationen rechnen. Die Behörden empfehlen dringend, die lokalen Verkehrs- und Wetterwarnungen aufmerksam zu verfolgen und, wenn möglich, Ausweichrouten zu nutzen. Besonders in der Nähe von Flussufern, Seen und steilen Hängen ist Vorsicht geboten. Das Wetter in den Alpen ändert sich plötzlich und Muren können ohne Vorwarnung abgehen.