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Warmer Juli lässt Besucherzahlen in den Schweizer Bergen in die Höhe schnellen

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Fahrt ihr diesen Sommer mit der Bergbahn in der Schweiz nach oben? Dann seid ihr nicht allein. Die Hitze im Juli hat viele Menschen in höher gelegene und kühlere Gebiete getrieben, und das zeigt sich an den Besucherzahlen der Schweizer Bergbahnen.

Kurz zusammengefasst

  • Die Schweizer Bergbahnen verzeichneten bis Ende Juli 2026 sieben Prozent mehr Besucher als im Vorjahr.
  • Der außergewöhnlich warme und trockene Juli mit Temperaturrekorden sorgte für zusätzliche Besuche in höher gelegenen Gebieten.
  • Das Berner Oberland verzeichnete mit 24 Prozent mehr Besuchern als im Vorjahr das stärkste Wachstum.

Deutliches Plus

Laut dem Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) lag die Zahl der Ersteintritte bis Ende Juli sieben Prozent höher als ein Jahr zuvor. Verglichen mit dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre handelt es sich sogar um ein Plus von 29 Prozent.

Warmer Juli zog die Menschen in die Berge

Der Juli 2026 war in der Schweiz von hohen Temperaturen, anhaltender Trockenheit und überdurchschnittlich viel Sonne geprägt. Vielerorts wurden neue Temperaturrekorde gemessen. Für viele Menschen war das ein Grund, Abkühlung und Ruhe in höher gelegenen Gebieten zu suchen, wo das Angebot an Wander-, Sport- und Freizeitaktivitäten in den Bergen sehr gelegen kam.

Für das sogenannte Saisonmonitoring zählt SBS die Ersteintritte von über 140 angeschlossenen Unternehmen im ganzen Land. Die Zahlen vermitteln ein Bild vom Start der Sommersaison 2026, von Mai bis Ende Juli.

Mehr Schweizer und europäische Gäste, weniger aus der Ferne

Während die Sommersaison in den vergangenen Jahren stark von einigen großen Bergbahnunternehmen mit vielen internationalen Gästen abhing, verschiebt sich dieses Bild nun. Laut SBS hat die geopolitische Lage im Nahen Osten deutliche Auswirkungen auf die Besuchermärkte.

Geopolitische Unsicherheit

Die Zahl der Gäste aus Indien, Südkorea, Südostasien und dem Nahen Osten nimmt derzeit aufgrund der geopolitischen Unsicherheit stark ab. Gleichzeitig entscheiden sich vor allem Reisende aus dem deutschsprachigen Raum häufiger dafür, auf Fernreisen zu verzichten und näher an der Heimat zu bleiben. Auch nordamerikanische Gäste und Individualreisende bleiben eine wichtige Stütze, so der Branchenverband. Durch all diese Schweizer und europäischen Besucher wurden die weggefallenen internationalen Gäste mehr als kompensiert.

Große Unterschiede zwischen den Regionen

Das Wachstum ist nicht überall gleich stark. Das Berner Oberland stach mit 24 Prozent mehr Besuchern als im Vorjahr heraus, weit über dem landesweiten Durchschnitt. Laut SBS spielt dabei eine Rolle, dass die Schilthornbahn dieses Jahr wieder vollständig in Betrieb ist, nach Einschränkungen durch Bauarbeiten im letzten Jahr.

Auch Graubünden (+11 Prozent) verzeichnete einen deutlichen Anstieg. Das Tessin lag knapp über dem Vorjahresniveau (+1 Prozent). Unter dem Vorjahr blieben die Zentralschweiz und das Wallis (jeweils -2 Prozent) sowie die Ostschweiz (-3 Prozent). Den größten Rückgang gab es in den Waadtländer und Freiburger Alpen mit zehn Prozent weniger Besuchern.

Die Zahl der Ostschweiz hat einen besonderen Hintergrund. Die Seilbahn auf den Säntis steht diesen Sommer still und wird durch eine neue Bahn ersetzt. Ohne diesen Effekt hätte die Region laut SBS sogar 17 Prozent mehr Gäste begrüßt als im Vorjahr.

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Auch das Team von In den Bergen zog es diesen Sommer in die Schweizer Berge.

Weit über dem mehrjährigen Durchschnitt

Verglichen mit dem Durchschnitt der fünf vorangegangenen Jahre bleibt das Bild positiv. Landesweit lag die Besucherzahl 29 Prozent über dem Durchschnitt von 2021 bis 2025. Das Berner Oberland ragte mit einem Plus von 63 Prozent heraus. Auch die Zentralschweiz (+19 Prozent), die Waadtländer und Freiburger Alpen (+17 Prozent), das Wallis (+14 Prozent), das Tessin (+12 Prozent) und Graubünden (+11 Prozent) lagen über diesem langjährigen Durchschnitt. Lediglich die Ostschweiz blieb wegen des Stillstands der Säntis-Bahn mit -11 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt.

Zomer Mike

Über Mike

Mike arbeitet schon seit vielen Jahren in der Bergsportbranche. Wenn er nicht gerade schreibt oder die Redaktion am Laufen hält, verbringt er seine Zeit gerne am Berg oder mit seinem Sohn Jake.