Die 5 schönsten Wanderwege im Bayerischen Wald

Die 5 schönsten Wanderwege im Bayerischen Wald

5. August 2017

von: Claudia in Regionen

Der Bayerische Wald ist vollgespickt mit wunderschönen Wanderungen für Wanderer, die nicht zum ersten Mal über Stock und Stein gehen und Lust auf die Erstürmung von Gipfeln haben. Von denen gibt es genug: Großer Arber, Hirschenstein oder Hohenbogen. Neben den steinigen Pfaden und den steilen Abschnitten kann die Region aber auch für Familien spannend sein. Der Große Pfahl ist noch kein Begriff? Dann ist es höchste Zeit, dass sie sich unsere Liste anschauen. Denn neben den Gipfeln und den Wanderwegen trumpft die Bergwelt mit einer großen nassen Überraschung. Die schönsten Wanderungen im Bayerischen Wald hat Indenbergen.de für Sie zusammengestellt.

Bodenmais: Über die Rieslochfälle zum Großen Arber

Die Wanderroute über die Rieslochfälle zum Großen Arber ist für anspruchsvolle Wanderer geeignet und bietet ein einmaliges Landschaftserlebnis. Die schönste Tour für erfahrene Gipfelstürmer beginnt am Nordrand des Talorts Bodenmais. Der Große Arber zeichnet sich mit seinen 800 Metern schon im Hintergrund ab. Damit die Wanderroute zum Gipfelkreuz ein Genuss bleibt, sollten Wanderer zeitig aufbrechen und einige Pausen einplanen. Der Weg ist steinig, aber lohnenswert. Auf der Strecke sind die beeindruckenden Rieslochfälle, die man beim Wandern schon durch den urwaldartigen Blätterwald vernimmt. Den Blick auf die weiße Gischt, die über 50 Meter zu Tal prasselt ist berauschend. Schließlich handelt es sich um den größten Wasserfall im bayrischen Wald.

© Bayerischer Wald

  • Start: Wanderparkplatz Rißlochweg
  • Länge: 14 km | Dauer: 5,5 h | Höhenmeter: 700 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: Mai bis November
  • Gut zu wissen: Gute Planung erforderlich

Viechtach: Rundwanderweg am Großen Pfahl

Bei dieser einfachen Wanderroute, die sich auch für Familien eignet, dreht sich alles um den Großen Pfahl. Dieser ist mitten im Bayrischen Wald und ist aus einem Riss im Gebirgsgrund entstanden. Dieser füllte sich mit Mineralien. Entstanden ist ein mit Schiefer und Quarz gefüllte Rinne: Der sogenannte Pfahl. Bei der Rundwanderung ist ein Teil des Pfahles schon auf den ersten Metern – wenn man sie im Uhrzeigersinn geht – zu erkennen. Die Felsformation kann man in den folgenden Metern genauer studieren. Neben des Pfahls wandert man im Wald, auf Straßen und über Wiesen.

© Ostbayern Tourismus

  • Start: Wanderparkplatz am Naturschutzgebiet Pfahl
  • Länge: 10,3 km | Dauer: 3 h | Höhenmeter: 225 m
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
  • Gut zu wissen: Gut für Familien geeignet

St. Englmar: Wanderung zum Hirschenstein

Die aussichtsreiche Rundtour für erfahrene Wanderer beginnt in St. Englmar. Highlight der Tour ist der Hirschenstein (1.095m). Wegen der Aussicht die er bietet gehört er zu den interessantesten Bergen im Bayrischen Wald. Er ist von allen Seiten zu besteigen. Die Route führt über Schotterwegen, Forstwegen und schmale Steigen zum Aussichtsberg. Von dort aus betört den Wanderer den Anblick der herumliegenden Berge, wie beispielsweise den Großen Arber (1.456 m) und Großen Rachel (1.453m). Bei schöner Witterung sieht man die Donauebene und mit etwas Glück sogar die Alpen.

© Ferienwohnungen Aigner

  • Start: Predigtstuhl am Kletterwald-Parkplatz
  • Länge: 16 km | Dauer 5 h | Höhenmeter: 195 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: April bis November
  • Gut zu wissen: Keine Einkehrmöglichkeit vorhanden

Neukirchen beim Heiligen Blut: Wanderung zum Hohenbogen

Diese Wanderroute von Neukirchen beim Heiligen Blut zum Hohenbogen im Bayrischen Wald ist gespickt mit Einkehrmöglichkeiten und geeignet für Wanderer die nicht zum ersten Mal über Stock und Stein gehen. Es wechseln sich steile und flache Abschnitte ab bis man zur Bergstation der Hohenbogen-Sesselbahn und dem Berghaus (1.050 m) angelangt. Gewandert wird auf dem sehr schön ausgebauten „Neukirchner Weg“. Angekommen bietet sich vom Berghaus ein herrlicher Rundblick. Von dort geht es wieder talwärts, wo ein weiteres wunderbares Gasthaus wartet um den geweckten Hunger zu stillen. Weiter unter wartet das Berghaus „Schönblick“ – eine weitere Gelegenheit ihrem Gaumen zu schmeicheln.

© Bayerischer Wald

  • Start: Neukirch beim Heiligen Blut
  • Länge: 16 km | Dauer: 5 h | Höhenmeter: 450 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Mai bis September
  • Gut zu wissen: Berghaus ist im November geschlossen

Sankt Oswald: Übers Teufelsloch und Himmelsleiter zum Lusen

Diese Wanderroute führt übers Teufelsloch und Himmelsleiter zum nicht höchsten Berg aber zu einen der schönsten Aussichtsberge im Bayerischen Wald. Es handelt sich hierbei um eine mittelschwere Tour mit längeren, teils steilen Anstiegen und größerem Höhenunterschied. Der Wanderweg führt über die Martinsklause bergauf zum sagenumwobenen Teufelsloch. Früher glaubte man den Teufel zu hören. Heute ist klar, dass sich beim Teufelsloch um ein mit Granitblöcken gefülltes Tal handelt, in dem unterirdisch die Kleine Ohe fließt. Schließlich gelangt man über die steilen Steinstufen der Himmelsleiter auf dem Sommerweg den Lusengipfel. Jetzt gilt es nur noch Aussicht genießen.

© Gästehaus Einberger

  • Start: Parkplatz Fredenbrücke (unterhalb Waldhäuser)
  • Länge: 7 km | Dauer: 4 h | Höhenmeter: 530 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
  • Gut zu wissen: Festes Schuhwerk ist ein Muss

Praktische Infos zum Bayerischen Wald

Vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen? Das könnte im Bayerischen Wald, der etwa 100 km lang ist und zusammen mit dem Oberpfälzer Wald und dem Neuburger Wald das größte zusammenhängende Waldgebiet Bayerns ausmacht, sehr gut möglich sein. Zusammen mit dem Böhmerwald und dem Sauwald ist er sogar einer der größten Europas. Doch neben Bäumen und Wald strotzt die Region mit Burgen, Schlösser, Bräuche und Kulinarik. Die Walpurgisnacht im April, das Maibaumaufstellen oder das Salzsäumerfest im August, jeden Monat hat sein Fest und seinen Brauch. Nicht zu vergessen die bekannteste Handwerkskunst der Region: das Glasmachen, dass in seiner ganzen Vielfalt entdeckt werden kann.

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