Drachenfels: Siegfrieds Berg im Siebengebirge

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Drachenfels: Siegfrieds Berg im Siebengebirge

19 März 2020

von: Sarah in Wandern

Der Drachenfels liegt zwischen Bad Honnef und Königswinter auf 321 m Höhe. An seinem Nordhang befindet sich das Schloss Drachenburg. Seit jeher erfreut sich der Berg großer Beliebtheit bei Touristen und Wanderern. Besonders Gäste aus den Niederlanden schätzen den Berg, was der Region den scherzhaften Namen „höchster Berg der Niederlande“ eingebracht hat. Der Legende nach kämpfte auf diesem Berg Siegfried mit dem Drachen, um die Königstochter zu befreien. Durch das Bad in dessen Blut erlangte Siegfried Unverwundbarkeit. IndenBergen stellt alle wichtigen Informationen zum Drachenfelsen vor.

Drachenfels: Das Tagesausflugsziel am Rhein

Der Drachenfels ist der wohl bekannteste Berg rund um Köln und Bonn, mit einer schon von Weitem sichtbaren Burgruine auf dem Gipfel. Mit seiner Aussichtsplattform mit Glaskubus auf dem Drachenfelsplateau ist der Berg ein beliebtes Ausflugziel im Rheinland. Das dortige Restaurant bietet einen schönen Blick über das Rheintal. Auf den Gipfel fährt die älteste Zahnradbahn Deutschlands, die im Jahr 1883 in Betrieb ging. Ein von Wanderern viel genutzter Aufstieg auf den Drachenfelsen ist der Eselweg, wo Kinder auf Eseln den Berg erklimmen können. Die Tiere sind mittlerweile zum Wahrzeichen des Drachenfelsens geworden.

Drachenfelsbahn

Seit über 100 Jahren sorgt die Drachenfelsbahn dafür, dass auch Besucher, die den Aufstieg auf den Berg entweder nicht schaffen oder nicht machen wollen, trotzdem die schöne Aussicht auf das Rheintal erleben können. Die Strecke hinauf zum Drachenfelsplateau beträgt knapp 1,5 Kilometer, überwindet einen Höhenunterschied von etwa 220 m bei einer maximalen Steigung von 20 % und macht einmal Zwischenstation bei Schloss Drachenburg. Die Bahn fährt von Januar bis Mitte November täglich im 30-Minutentakt. Die Berg- und Talfahrt kostet für Erwachsene 12 Euro.

Über den Eselweg auf den Drachenfelsen

Die schönste Aussicht beim Aufstieg auf den Drachenfelsen bietet der Eselweg, dessen Name auf die Lastentiere zurückgeht, die von römischen Steinmetzen am Berg eingesetzt wurden. Auch heute gibt es dort noch Esel, mit denen Kinder den Berg hinaufreiten können. Der Weg ist teilweise asphaltiert und lässt sich daher gut erlaufen. Die Streckenlänge umfasst knapp 2,2 Kilometer und kann in weniger als einer Stunde geschafft werden. Auf der Wanderung werden 240 Höhenmeter überwunden. Ab der Mittelstation können Wanderer auch vom Feldweg auf eine asphaltierte Versorgungsstraße wechseln, um sich den Aufstieg zu erleichtern.

Wanderung durch das Nachtigallental: Alternative zum Eselweg

Da es sich beim Eselweg um den beliebtesten Aufstieg auf den Drachenfelsen handelt, kann es dort im Sommer bei gutem Wetter durchaus voll werden. Eine ruhigere Alternative ist die Route durch das Nachtigallental. Der Weg startet am Bahnhof Königsberg und passiert das Ostermann-Denkmal und das Traditionsgasthaus Milchhäuschen. Diese Tour ist nur wenige Meter länger als der Eselweg und ebenfalls innerhalb von einer Stunde gut zu schaffen.

Aussicht Drachenfelsen
Die Aussicht über das Rheintal im Morgennebel mit Drachenfelsen (Foto: © Pixabay)

Anreise zum Drachenfelsen

Königswinter und damit den Drachenfelsen können Wanderer sowohl mit dem eigenen Auto, mit dem Zug oder mit dem Schiff erreichen. Mit dem PKW fahren Wanderer von Norden her über die A59/B42 und von Süden her über die A3. Von Köln und Koblenz fahren Nahverkehrszüge. Wanderer, die von Linz oder Köln mit dem Schiff anreisen, erleben vom Fluss aus einen wunderschönen Ausblick auf den Drachenfelsen, das Siebengebirge und die Burgruine.

Weitere Informationen zum Siebengebirge

Für Wanderer, die gerne mehrtägige Touren machen möchten, könnte der Drachenfels nur ein kurzer Abstecher sein, denn der Berg liegt direkt am Fernwanderweg Rheinsteig, der rechtrheinisch von Bonn nach Wiesbaden verläuft. In Königswinter-Oberdollendorf ist ein 2,2 km langer Weinwanderweg in den Rheinsteig integriert. Auch für kürzere Strecken finden Wanderer in dem 4800 Hektar großen Siebengebirge, einem der ältesten Naturparks Deutschlands, ein Netz von ca. 220 Kilometern an Wanderwegen verschiedener Schwierigkeitsstufen.

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