Matterhorn: Schweizer Wahrzeichen, international bekannt

Matterhorn: Schweizer Wahrzeichen, international bekannt

8. Dezember 2017

von: Sarah in Regionen

Das Wahrzeichen der Schweiz und einer der bekanntesten Berge der Welt

Die markante Form des Matterhorns macht den Viertausender zu einen der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Schweiz. Alpinisten hat er schon seit jeher angezogen, trotzdem scheiterten viele an dem Versuch einer Erstbesteigung. Das Matterhorn war bis 1865 einer der letzten berühmten Viertausender, der noch nicht bestiegen wurde. Auch heute noch stellen sich jährlich 300 bis 400 Wanderer und Bergsteiger der Herausforderung. Knapp 20 Prozent erreichen den Gipfel aufgrund von fehlender Kondition oder Schwindel nicht. Von 1865 bis Ende 2011 stürzten insgesamt rund 500 Personen am Matterhorn ab. Auf das Matterhorn fährt keine Seilbahn, Aufstiege erfolgen ausschließlich aus eigener Kraft.

matterhorn wolke ansicht
Der Berg der Berge: Das imposante Matterhorn (4.478 m) in der Schweiz.

Hörnligrat: Die beliebte Wanderung am Matterhorn

Eine der einfachsten und beliebtesten Wanderungen am Matterhorn ist der Hörnligrat, der von Zermatt über die Hörnlihütte führt, die auf einer Höhe von 3.260 m liegt. Dort übernachten Wanderer aus aller Welt, bevor sie das Matterhorn besteigen. Der Hörnligrat ist der sogenannte Normalweg, also der leichteste Aufstieg auf den Berg, und dauert knapp 5 bis 6 Stunden. Der Aufstieg und Abstieg erfolgen durch Eis und Fels, daher sollte die Wanderung ausschließlich von erfahrenen Bergsteigern absolviert werden. Es wird dringend empfohlen, die Tour mit einem Bergführer zu machen.

Aussicht auf das Matterhorn auf dem 5-Seenweg

Wanderer, die sich die körperliche Herausforderung der Besteigung des Matterhorns nicht zutrauen, können in der Zermatter Bergwelt trotzdem auf ihre Kosten kommen. Der abwechslungsreiche 5-Seenweg bietet eine wunderschöne Aussicht auf den Viertausender, der sich in drei der Bergseen spiegelt. Die Wanderung vom Blauherd bis zum Sunnegga dauert knapp 2,5 Stunden und ist 9,3 Kilometer lang. Mit einem Höhenunterschied von ungefähr 500 Höhenmeter hat die Wanderung einen mittleren Schwierigkeitsgrad.

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Türkiswunder: Moosjisee im Herbst auf dem 5-Seenweg. © Zermatt Tourismus, Thomas Aebischer

Matterhorn Glacier Trail

Der Matterhorn Glacier Trail bietet Wanderern eine sichere Möglichkeit, die Landschaft zwischen Felsen und Eis zu erkunden, ohne sich selber in die Felswände begeben zu müssen. Auf der Wanderung informieren thematische Infotafeln über den Rückgang von Gletschern. Der Themenweg ist knapp 6,5 Kilometer lang, verläuft entlang zahlreicher Mini-Seen und ist in 2 Stunden gut zu schaffen. Der Schwierigkeitsgrad ist mittel, Wanderer, die den Matterhorn Glacier Trail gehen wollen, sollten ein wenig Erfahrung mitbringen. Die Route ist vor allem landschaftlich sehr reizvoll.

Felswand am Matterhorn
Schräge Aussichten: Auf dem Matterhorn Glacier Trail. © Zermatt Tourismus, Michael Portmann

Anreise zum Matterhorn

Zermatt, das am Fuße des Matterhorns liegt, ist autofrei, daher müssen Wanderer, die mit dem PKS anreisen knapp 5 Kilometer vor Zermatt in Täsch stoppen. Wer direkt nach Zermatt möchte, nimmt den Zug, ein Taxi oder einen Helikopter. Von Täsch fährt ein Shuttle-Zug nach Zermatt. Die Fahrt dauert 12 Minuten, Abfahrt ist alle 20 Minuten. Ab St. Moritz, Davos und Chur fährt der weltberühmte Glacier Express. Bei der Einfahrt nach Zermatt ist auch der Gipfel des Matterhorns für einen kurzen Moment zu sehen.

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Der schnellste Weg: Ins autofreie Zermatt fährt man am besten mit dem Zug. © zermatt tourismus

Weitere Informationen zur Region

In Zermatt, das im Mattertal im Kanton Wallis an der italienischen Grenze liegt, sind fast ein Drittel aller Viertausender der Alpen zu finden. Dort kommen Wanderer alle Niveaustufen zweifelsohne auf ihre Kosten. Wanderer, die aber auch ein bisschen Abwechslung vom Bergsteigen möchten, können sich am Matterhorn auch die Ski unterschnallen, selbst in den Sommermonaten. Denn das schneesichere Matterhorn ski paradise hat das ganze Jahr über geöffnet und wartet mit einer Vielzahl an Skipisten.

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